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staatlich Förderung unsinnig???

von
Hallo

Gerade einkommensschwächere haben durch die staatl.geförderte Altersvorsorge eine gute Möglichkeit für´s Alter zu sparen.

Bsp. Frau mit 2 Kindern und Teilzeit mit 12000 Eur brutto im Jahr. Also sehr wenig Einkommen bei 2 kindern.

Hier würden 60 Eur jährlich oder 5 Eur monatl.reichen um 584 Eur im Jahr zu sparen. Denn der Staat gibt pro Kind 185,- und als Grundzulage 154 dazu. Sollten die Kinder nach 2007 geboren sein würden sogar jährlich 816 gespart werden können(60 Eur Eigenbeitrag, 2x 300 für die Kinder und 154 grundzulage) Würde es diese Förderung nicht geben und wollte man notwendiger- und sinnvollerweise privat für´s Alter vorsorgen, müßte die Frau 49,- bis 68 Eur mtl. in einen priv.Vorsorgevertrag zahlen, um die gleiche Jahressparleistung zu erzielen. Und das wird bei 1000,- brutto mtl. und 2 Kindern sehr schwierig bis unmöglich.

Ist das also so unsinnig??

von
Nix

Mein lieber &#34;Hallo&#34;!
Die sogenannte nach ihrem Erfinder genannte Riester-Rente ist nicht unsinnig für Personen, die Familie mit Kindern haben, wo ein Ehegatte, zu Hause ist(meistens die Ehefrau) und diese meistens bei diesen Verträgen kostenlos oder nur mit geringem Eigenbeitrag EUR 60,-- jährlich plus Kinderzulagen mitversichert wird.

Da aber Deutschland verhältnismässig wenige Kinder hat, dürfte für den Grossteil der deutschen Bevölkerung, der auch noch oberhalb gewisser Einkommensgrenzen liegt, die Riesterrente keine attraktive Alterssicherungsform darstellen, da sie weder eine kostenlose Mitversicherung des Ehepartners, noch in den Genuss der hohen Kinderzuschüsse kommen.

Das ist damit gemeint gewesen.

Für Sie trifft das offensichtlich nicht zu.
Sie sind der typische Ausnahmefall, bei dem die Riesterrente lohnt.

Ich gratuliere Ihnen!

Viele Grüsse
Nix

von
-_-

... aber nur dann, wenn das Gesamteinkommen nicht ohnehin unterhalb des Grundsicherungsniveaus bleiben wird. Ansonsten spart man 60,- EUR für den Staat. Kein Wunder, dass der Staat da gerne einen Zuschuss gibt. Das Geld spart der Staat später nämlich bei der Grundsicherung wieder ein. Außerdem bereichern sich in dem Fall des Grundsicherungsanspruchs auch noch private Versicherungen an den Ärmsten mit 10-20% &#34;Verwaltungskosten&#34;.

Man muss also immer vorher abschätzen, ob &#34;Riestern&#34; lohnt oder man dafür besser jährlich einmal gut zum Essen geht. Außerdem gehören Öko-Test und Finanz-Test zur vorherigen Pflichtlektüre! Die &#34;Verwaltungskosten&#34; differieren z. B. sehr stark.

von
Beitrag

Jede Form von vorhandenem Vermögen oder angespartem, auf welche Wege auch immer, wird natürlich, selbstverständlich und Gott sei Dank bei der Frage, ob hinsichtlich Grundsicherung Bedürftigkeit besteht, angerechnet!! Es wäre ja auch schlimm, wenn´s nicht so wäre!

Folgt man Ihren Gedanken und dem Eindruck, den Sie erwecken, dann lohnt bei derartiger Einstellung keine Vorsorgeform. Dann hätte auch niemand eine Lebensversicherung oder priv.Rentenversicherung ohne Riester wann auch immer abschließen dürfen!!

Wohin das führen würde, muß ich nicht weiter erläutern. Ihnen dürfte bekannt sein, daß bedürftigkeitsabhängige Leistungen vom Steuerzahler zu tragen sind.

Kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum ständig dargestellt wird, daß Riesterrente später auf die Grundsicherung angerechnet wird. Als ob das die einzige Sache wäre, die angerechet wird und sonstige Vermögen dürften zu lasten des Steuerzahlers unangetastet bleiben.

Und zu Nix: Ein Beschäftigter ohne Kinder mit Steuerklasse 1 und 50000 SV-Brutto kassiert sicher nur die 154Eur Grundzulage. Was aber immer wieder vergessen wird ist die Tatsache, daß die 2000 Eur Beitrag (incl.Zulage) beim Finazamt im Rahmen des Sonderausgabenabzugs nach § 10a EStG geltend machen kann und sollte und dabei eine Erstattung von ca. 820 Eur herausspringt und somt abzügl. der bereits gezahlten Zulage nochmals ca.660 Eur an Steuererstattung , also Förderung, herausspringt. Diese Person wird also mit über 40% vom Staat gefördert. Soviel zum Thema: &#34;Riester ist nur was für Geringverdiener und Familien mit Kindern&#34; Gääähn....

von
-_-

Die von Ihnen vorgetragene Argumentation ist mir durchaus geläufig. Im Prinzip stimme ich Ihnen daher auch durchaus zu. Es macht aber keinen Sinn, sich als Geringverdiener die 5,- EUR monatlich freiwillig abzuzwacken, wenn dafür eine Null-Leistung bereits absehbar ist. Dann lieber gut Essen gehen!

So falsch können sicher Öko-Test (lehnt riestern völlig ab) und Finanztest (lehnt riestern ab 50 Jahren wegen der hohen Kosten ab) sicher auch nicht liegen.

Daher rate ich, sich mit dem Thema bezogen auf die persönlichen Verhältnisse auseinanderzusetzen und nicht auf die Beratung zu vertrauen, die an die Höhe von (Vertreter-)Provisionen gekoppelt ist, deren Höhe aber möglich verschwiegen wird. Versicherungen und deren Vertreter wären ja mit dem Klammerbeutel gepudert, würden Sie vom Riestern abraten. So werden selbst über 50jährigen Geringverdienern noch Riesterverträge aufgeschwätzt und die Anrechnung auf die zeitnah zu erwartenden Sozialleistungen im Alter verschwiegen.