stationäre psychosomatische Reha

von
Amy

Hallo!
habe eine wichtige Frage! 2008 habe ich auf Anraten meiner Ärztin EU Rente beantragt! Im März war ich jetzt beim Gutachter , dieser stellte fest das ich zur Zeit keine 3 Stunden täglich arbeiten kann, dass diese aber wieder hergstellt werden könnte durch eine Reha! Es wurde von der DRV ein Vergleich vorgeschlagen-Rücknahme der Klage und Gewährung der Reha, welchem ich zustimmte! Meine Frage nun,muss ich trotzdem die DRV mir die Reha angeboten hat noch einen schriftlichen Antrag stellen? Und wie sieht es mit der Wahl der Klinik aus? Ich war 2007 in der Brandenburg Klinik in Bernau und würde dort gerne wieder hin, da ich grosse Schwierigkeiten Vertrauen zu gewinnen und ich die Therapeuten ja dort schon kenne! Ist dies möglich und wenn ja wie muss ich das am besten beantragen? Danke für jede Antwort

von
Angelika

Sinnvoll wäre es sich mit Ihrem Anliegen an die für sie zuständige REHA/RENTENSTELLE zu wenden. Jeder Fall ist individuell und somit EInzelfall. Daher kann Ihnen logischwerweise hier niemand sagen, ob sie einen Antrag stellen müssen oder nicht. Das kann nur die sachbearbeitende Stelle entscheiden und nciht jemand aus dem Forum.Ebenfalls ob es möglich ist, das sie wieder in die gleiche Klinik kommen. Das kann nur die sachbearbeitende Stelle entscheiden und nicht jemand aus dem Forum.

Sie sehen also, ein Anruf bei der Sachbearbeitung genügt, und sie haben in maximal 2,5 min alle Ihre Fragen geklärt.

Experten-Antwort

Siehe Beitrag von "Angelika".

von
Corletto

Gegen was haben Sie denn geklagt ?

Gegen die Ablehnung des EM-Antrages oder gegen eine abgelehnte Reha ?

Wer einen Vergleich anbietet
hat übrigens meistens Angst das Verfahren vor Gericht zu verlieren....

Eine reha muss immer beantragt werden und natüröich können Sie auch eine " Wunschklnik " benennen.

Ob ihnen diese dann auch zugeteilt wird, hängt von mehreren Faktoren ab ( nicht zuletzt von den Kosten und ob diese Klinik auch von der RV überhaupt (noch) belegt wird oder sogar eine eigene Klnik der RV ist ).

Von " alleine " wird ihnen keine Reha zuerkannt werden.

von
Realist

Wovor sollte die DRV denn wohl Angst haben? Vor einer eventuellen Rentenzahlung etwa? Wenn der Anspruch rechtswirksam festgestellt wurde, ist es den Sachbearbeitern der DRV gelinde gesagt egal, an wen sie wie viel Rente zahlen müssen. Die haften doch nicht mit ihrem Privatvermögen!

Ein Bekannter von mir hat mal einen Vergleichsvorschlag der DRV abgelehnt, weil er genauso dachte wie Sie. Konsequenz: Es erging Urteil im Namen des Volkes zu Gunsten der DRV!

Experten-Antwort

Gleichwohl natürlich nicht immer ein abgelehnter Vergleich zum Erfolg im Sinne des Versicherten führen muß, ist im von Amy geschilderten Fall jedoch auch das alte Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung "Reha vor Rente" anzuwenden, insofern natürlich aus Sicht des Rentenversicherungsträgers eine Rentenzahlung vermieden, jedoch auch der/die Versicherte wieder ins Erwerbsleben wiedereingegliedert werden kann.

von
Corletto

Das jemand bei einem angebotenem Vergleichsvorschlag vorsichtig sein sollte, war eine allgemein gültige Anmerkung meinerseits.

Es ist doch überhaupt nicht von @Amy erwähnt worden, wogegen ihre Klage lief.

Ohne genaue Hintergründe zu kennen, kann man also zu dem Vergleich den @Amy betrifft gar nichts sagen.

Ich bliebe aber dabei, wer einen Vergleich anbietet ist sich rechtlich absolut nicht sicher, das er im Gerichtsverfahren als Gewinner hervorgeht.

Wobei auf hoher See und vor Gericht , ist man ja sowieso in Gottes Hand....

Natürlich besteht auch bei Vergleichsablehnung das Risiko dann alles zu verlieren.

Es ist immer Einzelfallabhängig und sollte somit sehr sorgfältig abgewogen werden.

Es ist aber auch entscheidend WER den Vergleich angeregt hat ( die Rentenversicherung oder sogar der Richter im laufenden Verfahren )

Kommt der Vergleich vom Richter wäre ich auch vorsichtig bzw. würde den Vergleich annehmen ( habe ich bei meiner Kündigungsschutzklage damals übrigens auch ! )

Kommt er aber von der RV, ist sorgfältigste Prüfung und Abwägung aller denkbaren Möglichkeiten angesagt.

von
B´son

"Kommt er aber von der RV, ist sorgfältigste Prüfung und Abwägung aller denkbaren Möglichkeiten angesagt."

.... und eine Rücksprache mit einem KOMPETENTEN Fachmann empfehlenswert :-)

von
Corletto

Richtig.

Dafür hat man ja bei einer Klage auch einen Rechtsanwalt.

Dieser wird dann schon eine
" Empfehlung " bezüglich Ablehnung / Annahme des Vergleiches abgeben.

von
Holla

...das sollte dann aber kein RECHTSANWALT sein, die haben meistens von allen Beteiligten die wenigste Ahnung.

von
heimen

Ich sehe das nicht so. Wer einen bietet
hat verloren.
Bei mir hat das landessozialgericht einen Vergleich angeboten. Das Gericht
weigerte sich, weiter zumachen, weil
klar war, dass der Anspruch durch den
vom Gericht bestellten Gutachter klar
gestellt wurde.
Gleich zwei DRV-Abteilungen sind eingefahren und haben verloren.
Keine Angst vor den Gutachter. Die sind
in Ordnung.

von
B´son

Die Betonung sollte ja auch absichtlich auf "KOMPETENT" liegen ;-)

von
Feli

Um noch einmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen. Wenn vor Gericht ein Vergleich geschlossen wurde, wird dieser dort protokolliert und Ihnen und der DRV wird dieses Protokoll zugesandt. Die DRV muss dann das Ergebnis dieses Vergleichs umsetzen, sprich: einen entsprechenden Bescheid über die grundsätzliche Bewilligung der Reha erteilen (ohne dass Sie noch einen neuen Antrag stellen müssen!) Über die von Ihnen gewünschte Klinik sollten Sie sich am besten mit dem Sachbearbeiter verständigen.