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Stationäre Rehabilitation

von
Fragende

Guten Tag,

ich habe heute meinen Bescheid zur stationären Rehabilitation bekommen.

Mit der Wahl der Rehabilitationseinrichtung bin ich so gar nicht zufrieden. Ausgewählt wurde eine orthopädische Schwerpunktklinik mit neurologischen Bereich. Ich bräuchte aber eine Schwerpunktklinik in Neurologie.

Habe ich hier irgendwie die Möglichkeit einen andere Klinik zu wählen?

Gruß

von
MWXZ

Wegen einer möglichen Klinikänderung empfehlen ich Ihnen Kontakt mit Ihrer zuständigen Sachbearbeitung aufzunehmen.

von
Nahla

Zitiert von: Fragende

Mit der Wahl der Rehabilitationseinrichtung bin ich so gar nicht zufrieden. Ausgewählt wurde eine orthopädische Schwerpunktklinik mit neurologischen Bereich. Ich bräuchte aber eine Schwerpunktklinik in Neurologie.

Legen Sie Widerspruch gegen den Bescheid mit Begründung, warum diese Klinik nicht in Frage kommt und nennen Sie am besten zwei Kliniken, die Ihren Bedürfnissen mehr entsprechen. Die entsprechende Einrichtung können Sie über die Suchfunktion der DRV oder Google finden.

von
Herz1952

Der Reha-Gutachter hat mich ja auch objektiv falsch - allerdings für die Zukunft - falsch beurteilt, bzw. die Schwere meiner Krankheit. Ich hätte mir ja auch gewünscht, dass er recht gehabt hätte, aber es war eben biologisch überhaupt nicht möglich. Dies wusste ich bereits vor der Bypass-Ob vom einem erfahrenen Kardiologen der Uni-Klinik.

Beim "Rentengutachten" - bei dem hauptsächlich mein Herz eine Rolle spielte - hatte ich auch keine "Schwierigkeiten". Ich bekam allerdings erst mal nur eine Arbeitsmarktrente, wohl deshalb, weil der Reha-Arzt auf eine Besserung hingewiesen hatte und gesagt habe, dass ich natürlich wieder arbeiten wollte, wenn er recht hat. Ich wurde auch gefragt, ob im mich als arbeitsfähig ansehe, als ich dies verneinte, wurde ich auch arbeitsunfähig entlassen.

Trotzdem bleibe ich dabei, dass (in der Regel) kein Gutachter objektiv beurteilen kann, da jeder Mensch z.B. durch eine gleichartige Krankheit oder Behinderung eine andere Leistungseinschränkung hat. Ob diese "Kleinigkeiten" sich auch auf die Rentenentscheidung sich auswirken, ist eine andere Sache.

Was mir noch passiert ist, und zwar bei Aufklärungsgespräch über meine OP - ich war Hochrisiko-Patient - ist, dass mich der Chirurg, der die Voraufklärung machte, beinahe in den Tod geschickt hätte. Eigentlich sollte die Kardiologie meine Aufklärung machen, weil ich einen Medikamenten Stent als Erstmaßnahme unter Op-Bereitschaft bekommen hatte. Ich hatte nur noch einen "Weg" über diesen Stent zur Versorgung des Herzmuskels. Damals wurde so eine Stent erst vor nicht ganz einem Jahr von der FDA zugelassen. Vorteil: hält länger, allerdings unter der Bedingung, dass man mindesten ein Jahr lang stark blutverdünnende Medikamente nehmen musste.

Der Chirurg (der nur Aufklärung betrieb) telefonierte zwar mit der Kardiologie, bekam aber anscheinend gesagt, er könne ja selbst aufklären. Daraufhin fragte ich ihn auch, wann ich die Blutverdünnung "weglassen" könnte. Er schrieb mir das Datum auf den Bericht. Es war 5 Tage vor der OP. Ich hatte damals noch keine Ahnung von dem ganzen. Ich sollte die weiteren Voruntersuchungen in der nähe meines Wohnortes machen lassen. Dann bräuchte ich einen Tag vor der OP in der Klinik nur noch ins MRT (weil ich an einer Studie teilnahm), und hätte dann meine Ruhe.

Als ich zum Kardiologen zu Hause ging hatte ich auch den Bericht dabei (selbstverständlich) und habe ihn vorgelegt. Da eröffnet er mir, falls ich mich an diese Anordnung halte, bräuchte ich mich nicht mehr operieren zu lassen, weil so ein Stent innerhalb von Tagen "zugehen" könnte.

Er klärte dann dies für mich ab, dass ich als "Bluter" operiert werden müsste. (Schlachthaus-OP, persönliche Anmerkung von mir).

Kürzlich erfuhr ich auch von einem Rentenberater (der DRV und Regionalen Versicherung), dass die DRV Bund Renten auf unbestimmte Dauer nicht mehr überprüft. Wäre zwar möglich, sie mach es aber nicht. Ich vermute, dass sie da auf ihre Gutachter vertrauen, wenn diese im Gutachten erwähnen, dass in Zukunft keine Besserung mehr zu erwarten ist. Für einen Teil der Krankheiten kann man dies durchaus voraussagen, bzw. ist "so sicher, wie das Amen in der Kirche".

Experten-Antwort

Guten Tag,

wenn Sie mit der Auswahl der Klinik nicht einverstanden sind haben Sie zwei Möglichkeiten:

1. Sie legen innerhalb der Monatsfrist Widerspruch ein oder
2. Sie stellen einen formlosen Überprüfungsantrag.

Bei letzterem ist in der Regel die Bearbeitungszeit kürzer, da dieser in der gleichen Abteilung bearbeitet wird. Das Ergebnis wäre in beiden Fällen das gleiche.
Es ist immer vorteilhaft mit der Sachbearbeitung und ggf. mit dem Hausarzt zu sprechen, bevor man schriftlich tätig wird.

Mit freundlichen Grüßen

von
=//=

Ich empfehle Ihnen auch ein formloses Schreiben mit einer detaillierten Begründung, am Besten von Ihrem Arzt. Widerspruchsverfahren dauern tatsächlich wesentlich länger.