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Stationäre statt ambulante Reha, was nun?

von
Richter

Ich habe gestern den Bewilligungsbescheid für meine Reha bekommen (mehrere Schlaganfälle, der letzte im September). Darin wurde mir eine vierwöchige Reha bewilligt, und das völlig unerwartet. Ich hatte mit einer ambulanten Reha gerechnet, hatte dazu im Krankenhaus Gespräche gehabt, welche Einrichtung für mich geeignet ist. Jetzt aber der Schreck. Es wurde mir eine Kureinrichtung in meiner Nähe zugewiesen. Dort war ich bereits vier Wochen im Juli, war mit den Ergebnissen nicht so zufrieden. Dazu kommt, dass Anfahrt und Heimfahrt jeweils eine Stunde dauern, wenn es gut läuft. Momentan - so die Ärtzte - soll ich möglichst Stress vermeiden. Wenn ich mir nun vorstelle, vier Wochen lang jeden Tag mindestens zwei Stunden oder gar länger unterwegs zu sein, mag ich mir allein den Stressfaktor nicht ausmalen, ganz zu schweigen zum Thema Therapien und deren Erfolge. Dazu kommt, dass ich - auch aufgrund aktueller Beeinträchtigungen beim Laufen und einer starken Beeinträchtigung des Gehirns kein Auto fahren kaan und darf und auch niemand zur Hand ist, der mich vier Wochen lang fahren könnte. Also müsste ich mir einen Fahrdienst organisieren.
Ich habe umgehend einen Widerspruch abgeschickt. Wohlgemerkt, ich habe große Hoffnungen auf eine erneute Reha gesetzt, will unbedingt eine absolvieren, da ich seit Jubi krank bin und endlich wieder am Leben teilnehmen will, beruflich und gesellschaftlich.
Allerdings treiben mich Fragen um, die eine große Unruhe in mir auslösen. Was mache ich, wenn sich die Kureinrichtung meldet mit einem Anfangstermin? Hingehen oder nicht? Welche Konsequenzen hätte es, wenn ich nicht erscheine. Kann ich abwarten, bis ich eine Antwort auf meinen Widerspruch erhalte? Wie gesagt, ich wehre mich nicht gegen eine Reha. Ich hatte große Hoffnungen darauf gesetzt, da ich mir aufgrund einer intensiven Behandlung Fortschritte verspreche. Doch allein der Stress mit der stationärn Variante macht mir große Angst, da ich momentan eben noch nicht immer groß belastbar bin.

von
SE

Stationäre Rehamaßnahme:

Sie wohnen und essen dort und erhalten alle Therapien und Anwendungen, die für Ihre spezielle Erkrankung notwendig sind.
Alles Gute

von
Herz1952

Bei einer stationären Reha haben Sie auch das Recht, dass man Sie mit einem geeigneten Fahrzeug (Taxi oder Krankenwagen) auf Kosten der Versicherung hinfährt und nach 4 Wochen auch wieder heimfährt.

Transportschein vom Hausarzt ausstellen lassen. Manche Hausärzte sträuben sich allerdings dagegen und Sie müssen denen klar machen, dass bei stationärer Reha das bezahlt wird. Manche denken, wenn sie einen Transportschein für Taxi etc. ausstellen, dass sie als Arzt das bezahlen müssen. Sie können sich auch am besten mit der Reha-Einrichtung in Verbindung setzen, wie das läuft.

Wenn Sie sich überfordert fühlen mit den Anwendungen, teilen Sie das den Pflegern, bzw. Ärzten mit. Nicht immer ist es so, dass viel Anwendung auch viel hilft. Gut Ding braucht Weile :-).

Sie haben im allgemeinen ein gutes Frühstück, Menüwahl bei Mittag und Abendessen und dabei freie Getränke. Meistens, oder sogar immer ist noch eine Cafeteria dabei, wo Sie sich etwas Gutes gönnen können, allerdings auf eigene Kosten.

Ich wünsche Ihnen ebenfalls alle Gute.

von
Schorsch

Zitiert von: Herz1952

Bei einer stationären Reha haben Sie auch das Recht, dass man Sie mit einem geeigneten Fahrzeug (Taxi oder Krankenwagen) auf Kosten der Versicherung hinfährt und nach 4 Wochen auch wieder heimfährt.

Das kann man WO nachlesen?
Und was ist, wenn die Reha nach 4 Wochen noch nicht beendet ist?;-)

MfG

Experten-Antwort

Hallo Frau/Herr Richter,

aus Ihrem Beitrag entnehme ich, dass ihnen eine stationäre Reha bewilligt worden ist. Ist Ihnen tatsächlich eine stationäre Reha bewilligt worden? Das würde bedeuten, dass Sie 4 Wochen in der Klinik bleiben. Die Sorgen bezüglich der täglichen Fahrten wären dann unbegründet. Täglich fahren müssten Sie bei einer ambulanten Reha.