Statistiken

von
Ewald

Hallo,

mich würde mal interessieren ob es Statistiken gibt, aus denen hervorgeht wie hoch der Prozentsatz der vorm Renteneintritt verstorbenen Beitragszahler ist und um welche Größenordnung betr. der eingezahlten Beiträge es sich hierbei handelt?
Wieviel davon als kleine bzw. grosse Witwen-/Witwerrente ausbezahlt bzw. welcher Betrag ohne Gegenleistung in der Rentenkasse verbleibt?

von
Anna

Ewald, die Frage möchte ich auch gerne beantwortet haben. Nicht wenige sterben kurz vor dem Eintritt in die Altersruhe. Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner und zum anderen auf die Gemeinschaft aller Renter umgelegt werden. Dazu taucht bislang keine Erhebung nachlesbar auf.

von
Anna

Das ist meiner Meinung nicht mit dem Umlageverfahren zu rechtfertigen, diese nicht abgerufenen Gelder müssten in der so genannten Reserve landen und diese ist schließlich so üppig, dass man nicht die Renten entsprechend erhöht, sondern die Beiträge zur Rentenversicherung senkt.

von
???

Wenn man die Hinterbliebenen von den "Nicht-Kosten-Verursachenden" belohnt ("Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner ... umgelegt werden"), würde man automatisch die "Mehr-Kosten-Verursacher" bzw ihre Hinterbliebenen bestrafen. Wollen Sie das wirklich?

von
-

Allgemeine Statistiken finden Sie unter: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Themen/03_Deutsche_Rentenversicherung/02_Fakten_und_Wissen/03_statistiken/Statistiken_index_node.html

Spezielle Anfragen richten Sie bitte an das Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung unter der Rubrik Fachstatistiken.

von
Schade

wollen Sie dann auch noch unterschiedliche Beitragssätze für Verheiratete und Unverheiratete? Denn die einen verursachen ja möglicherweise Kosten für eine Witwenrente....
...und was machen Sie dann mit Jungesellen, die zwar keine Witwe hinterlassen, wohl aber waisenrentenberechtigte Kinder zurücklassen können?

Mensch lasst die Kirche im Dorf und kümmert euch um wirkliche Probleme.

von
Bertl

Zitiert von: Anna

Ewald, die Frage möchte ich auch gerne beantwortet haben. Nicht wenige sterben kurz vor dem Eintritt in die Altersruhe. Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner und zum anderen auf die Gemeinschaft aller Renter umgelegt werden. Dazu taucht bislang keine Erhebung nachlesbar auf.

Sie wissen aber schon,daß die DRV einen jährlichen Zuschuß aus dem Bundeshaushalt von 80 Milliarden Euro benötigt um ihren Verpflichtungen nachzukommen?

von
einefrage

Zitiert von: Ewald

... welcher Betrag ohne Gegenleistung in der Rentenkasse verbleibt?

Bei der Rentenversicherung handelt es sich um eine VERSICHERUNG (und eben nicht um einen Sparvertrag). Versichert ist das Rsiko eines LANGEN LEBENS. Wenn das Risko nicht eintritt, profitiert davon die restliche Versichertengemeinschaft.

von
B´son

Zitiert von: Anna

Das ist meiner Meinung nicht mit dem Umlageverfahren zu rechtfertigen, diese nicht abgerufenen Gelder müssten in der so genannten Reserve landen und diese ist schließlich so üppig, dass man nicht die Renten entsprechend erhöht, sondern die Beiträge zur Rentenversicherung senkt.

Sie haben da einen großen Denkfehler :
Es gibt keine "nicht abgerufenen Gelder".
Was heute vom Beitragzahler eingezahlt wird bekommt HEUTE der aktuelle Rentner ausbezahlt.

von
Anna

Zitiert von: Bertl

Zitiert von: Anna

Ewald, die Frage möchte ich auch gerne beantwortet haben. Nicht wenige sterben kurz vor dem Eintritt in die Altersruhe. Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner und zum anderen auf die Gemeinschaft aller Renter umgelegt werden. Dazu taucht bislang keine Erhebung nachlesbar auf.

Sie wissen aber schon,daß die DRV einen jährlichen Zuschuß aus dem Bundeshaushalt von 80 Milliarden Euro benötigt um ihren Verpflichtungen nachzukommen?

Sie wissen scheinbar nicht, dass der so genannte Zuschuss aus Steuermittel, kein Zuschuss ist. Diese Summe ist Jahr für Jahr eine unzureichende Rückzahlung der zuvor entnommenen Gelder für nicht beitragsgedeckte Leistungen. Das nicht zurück gezahlte Geld soll sich auf über 700 Milliarden Euro seit 1957 belaufen. Das haben einige Experten errechnet. Zum Beispiel Otto W. Teufel.

von
Anna

Sie haben da einen großen Denkfehler :
Es gibt keine "nicht abgerufenen Gelder".
Was heute vom Beitragzahler eingezahlt wird bekommt HEUTE der aktuelle Rentner ausbezahlt.
[/quote]

Und was ist mit den Geldern aus dem Nachhaltigkeitsfaktor? Was ist mit den Geldern aus der Schwankungsreserve? Wird das zwischenzeitlich für andere Zwecke missbraucht? Wenn das wirklich so ist, wird diese Nachhaltigkeitsreserve je wieder eingezahlt?

Klären Sie uns doch einmal auf, B son

von
einefrage

Zitiert von: Anna

Und was ist mit den Geldern aus dem Nachhaltigkeitsfaktor? Was ist mit den Geldern aus der Schwankungsreserve? Wird das zwischenzeitlich für andere Zwecke missbraucht? Wenn das wirklich so ist, wird diese Nachhaltigkeitsreserve je wieder eingezahlt?

Die Rentner dürfen eigentlich nicht meckern. Wenn man den Bundeszuschuss auf die tatsächlichen Versicherungsfremden Leistungen reduziert und ansonsten nur die Rentenverischerungsbeiträge auf die Rentner verteilt, müssten die Renten deutlich sinken.

von
Anna

Zitiert von: einefrage

Zitiert von: Anna

Und was ist mit den Geldern aus dem Nachhaltigkeitsfaktor? Was ist mit den Geldern aus der Schwankungsreserve? Wird das zwischenzeitlich für andere Zwecke missbraucht? Wenn das wirklich so ist, wird diese Nachhaltigkeitsreserve je wieder eingezahlt?

Die Rentner dürfen eigentlich nicht meckern. Wenn man den Bundeszuschuss auf die tatsächlichen Versicherungsfremden Leistungen reduziert und ansonsten nur die Rentenverischerungsbeiträge auf die Rentner verteilt, müssten die Renten deutlich sinken.


Wenn der Rentenkasse die entnommenen und nicht zurück geführten 700 Milliarden zurückgezahlt werden würden, hätten wir garantiert kein Problem mit Altersarmut oder dem eigens erfundenen Begriff des so genannten demographischen Wandels. Bitte schlau machen!

von
???

Schade, dass Sie auf mein Posting nicht reagiert haben. Unabhängig von irgendwelchen Zuschüssen, Rücklagen ...: Wollen Sie wirklich Hinterbliebene schlechter stellen, weil der Ehemann/Vater krank war und deswegen EM-Rente bezogen hat oder er einfach älter geworden ist als andere?

von
Anna

Zitiert von: ???

Wenn man die Hinterbliebenen von den "Nicht-Kosten-Verursachenden" belohnt ("Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner ... umgelegt werden"), würde man automatisch die "Mehr-Kosten-Verursacher" bzw ihre Hinterbliebenen bestrafen. Wollen Sie das wirklich?

@??? Bitte lesen Sie meinen Kommentar noch einmal. Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Renten nicht erhöhen würde, ich habe geschrieben, wie es beschossen wurde. Ab Januar sinken die Beiträge, entsprechend die der Arbeitgeber, anstatt die Renten zu erhöhen, wie es ursprünglich das Umlageverfahren vorsah.
So wie Sie die Situation darstellen, darf es auf keinen Fall sein. Die Rentenkasse ist eine Sozial- bzw. Solidarkasse aller Rentenversicherten. Hinterbliebene, also Ehepartner sollten unter besonderem Schutz, lt. Grundgesetz, stehen und wenn auch mit gewissen Abschlägen eine lebenswerte Rente, oberhalb der Grundsicherung erhalten, wenn der Partner eine Rentenanwartschaft erwarb.

Das wäre auch machbar, wenn die rentenkürzenden Faktoren aus der Berechnungsformel genommen und die entnommenen 700 Milliarden zurück gezahlt würden.

Ein paar Beiträge zuvor habe ich davon geschrieben.

Wir müssen immer wieder daran erinnern, dass den Rentnern und Beitragszahlern keine Sondersteuer für beitragsfremde Leistungen auferlegt werden dürfen und der Rest der Gesellschaft davon frei kommt.

Recherchieren Sie bitte einmal unter den Begriffen "beitragsfremde und versicherungsfremde Leistungen". Es gibt solide Seiten.

von
Erna Seelos

[/quote]

Sie wissen scheinbar nicht, dass der so genannte Zuschuss aus Steuermittel, kein Zuschuss ist. Diese Summe ist Jahr für Jahr eine unzureichende Rückzahlung der zuvor entnommenen Gelder für nicht beitragsgedeckte Leistungen. Das nicht zurück gezahlte Geld soll sich auf über 700 Milliarden Euro seit 1957 belaufen. Das haben einige Experten errechnet. Zum Beispiel Otto W. Teufel.
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Von daher ist die volle Sozialversicherungspflicht für Betriebsrentnen(z. Zt. 17,45 %) schlichtweg ein übler Betrug.

Erst entnimmt die Politik die Rentenüberschüsse der damaligen geburtenstarke Jahrgänge en mass für versicherungsfremde Leistungen und jetzt werden sie über die volle Sozialversicherungspflicht der Betriebsrenten nochmals abgezockt.

Und nicht nur das, jetzt werden plötzlich die Renten sehr eng an den Renteneinzahlungen bemessen und wird plötzlich von Generationengerechtigkeit, Schutz der jüngeren Generation gesprochen.

Jetzt sollen plötzlich die betrogenen Rentner Renteneinbußen zum Schutze der jüngeren Generationen hinnehmen, nachdem man zuvor die Rentenüberschüsse der Vergangenheit für verischerungsfremde Leistungen verwandt hat???

Eine Riesenschweinerei der Politik und nichts wird dagegen getan!

von
Pippi

Was tun Sie denn???

von
einefrage

Zitiert von: Erna Seelos

Eine Riesenschweinerei der Politik und nichts wird dagegen getan!

In einem Umlagesystem geht das Geld immer von der Hand in den Mund. Da kann nix gespart werden und das Geld von vor x Jahren ist längst ausgegeben. Wenn Sie ohne Beitragserhöhungen eine Rente (z.B. Ihre) erhöhen möchten, müssen Sie es einem anderen wegnehmen.

Für die Fehler (und Schweinereien), die in der Vergangenheit gelaufen sind, kann doch heute niemand etwas. Das hätten Sie (und Ihre Generation) damals erkennen und verhindern müssen. Demografischer Wandel (und damit zu erwartendes Absinken des Rentenniveaus), prognostizierte Beitragssätze, versicherungsfremde Leistungen etc. - das war doch alles seit 1970/1980 bekannt. Jetzt ist es zu spät und es bleibt nur noch Jammern.

von
Mohri

Sehr gute Statistiken findest du auch hier:

http://www.sozialpolitik-aktuell.de/

Gruß Mohri

von
Erna Seelos

Zitiert von: einefrage

Zitiert von: Erna Seelos

Eine Riesenschweinerei der Politik und nichts wird dagegen getan!

In einem Umlagesystem geht das Geld immer von der Hand in den Mund. Da kann nix gespart werden und das Geld von vor x Jahren ist längst ausgegeben. Wenn Sie ohne Beitragserhöhungen eine Rente (z.B. Ihre) erhöhen möchten, müssen Sie es einem anderen wegnehmen.

Für die Fehler (und Schweinereien), die in der Vergangenheit gelaufen sind, kann doch heute niemand etwas. Das hätten Sie (und Ihre Generation) damals erkennen und verhindern müssen. Demografischer Wandel (und damit zu erwartendes Absinken des Rentenniveaus), prognostizierte Beitragssätze, versicherungsfremde Leistungen etc. - das war doch alles seit 1970/1980 bekannt. Jetzt ist es zu spät und es bleibt nur noch Jammern.

Vielen Dank für diese Info.