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Statistiken

von Ewald19.12.2012 | 13:13
2323 Ansichten
22 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Hallo, mich würde mal interessieren ob es Statistiken gibt, aus denen hervorgeht wie hoch der Prozentsatz der vorm Renteneintritt verstorbenen Beitragszahler ist und um welche Größenordnung betr. der eingezahlten Beiträge es sich hierbei handelt? Wieviel davon als kleine bzw. grosse Witwen-/Witwerrente ausbezahlt bzw. welcher Betrag ohne Gegenleistung in der Rentenkasse verbleibt?

22 Antworten

Annaam 19.12.2012 | 14:12
Ewald, die Frage möchte ich auch gerne beantwortet haben. Nicht wenige sterben kurz vor dem Eintritt in die Altersruhe. Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner und zum anderen auf die Gemeinschaft aller Renter umgelegt werden. Dazu taucht bislang keine Erhebung nachlesbar auf.
Annaam 19.12.2012 | 14:17
Das ist meiner Meinung nicht mit dem Umlageverfahren zu rechtfertigen, diese nicht abgerufenen Gelder müssten in der so genannten Reserve landen und diese ist schließlich so üppig, dass man nicht die Renten entsprechend erhöht, sondern die Beiträge zur Rentenversicherung senkt.
???am 19.12.2012 | 15:02
Wenn man die Hinterbliebenen von den "Nicht-Kosten-Verursachenden" belohnt ("Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner ... umgelegt werden"), würde man automatisch die "Mehr-Kosten-Verursacher" bzw ihre Hinterbliebenen bestrafen. Wollen Sie das wirklich?
-am 19.12.2012 | 15:18
Allgemeine Statistiken finden Sie unter: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigatio… Spezielle Anfragen richten Sie bitte an das Forschungsportal der Deutschen Rentenversicherung unter der Rubrik Fachstatistiken.
Schadeam 19.12.2012 | 15:22
wollen Sie dann auch noch unterschiedliche Beitragssätze für Verheiratete und Unverheiratete? Denn die einen verursachen ja möglicherweise Kosten für eine Witwenrente.... ...und was machen Sie dann mit Jungesellen, die zwar keine Witwe hinterlassen, wohl aber waisenrentenberechtigte Kinder zurücklassen können? Mensch lasst die Kirche im Dorf und kümmert euch um wirkliche Probleme.
einefrageam 19.12.2012 | 16:01
Bei der Rentenversicherung handelt es sich um eine VERSICHERUNG (und eben nicht um einen Sparvertrag). Versichert ist das Rsiko eines LANGEN LEBENS. Wenn das Risko nicht eintritt, profitiert davon die restliche Versichertengemeinschaft.
Annaam 19.12.2012 | 16:12
Ewald, die Frage möchte ich auch gerne beantwortet haben. Nicht wenige sterben kurz vor dem Eintritt in die Altersruhe. Diese Gelder müssten gerechterweise zum einen auf den hinterbliebenen Ehepartner und zum anderen auf die Gemeinschaft aller Renter umgelegt werden. Dazu taucht bislang keine Erhebung nachlesbar auf.
Sie wissen aber schon,daß die DRV einen jährlichen Zuschuß aus dem Bundeshaushalt von 80 Milliarden Euro benötigt um ihren Verpflichtungen nachzukommen?
Sie wissen scheinbar nicht, dass der so genannte Zuschuss aus Steuermittel, kein Zuschuss ist. Diese Summe ist Jahr für Jahr eine unzureichende Rückzahlung der zuvor entnommenen Gelder für nicht beitragsgedeckte Leistungen. Das nicht zurück gezahlte Geld soll sich auf über 700 Milliarden Euro seit 1957 belaufen. Das haben einige Experten errechnet. Zum Beispiel Otto W. Teufel.
einefrageam 19.12.2012 | 16:30
Zitat von Anna anzeigenausblenden
Die Rentner dürfen eigentlich nicht meckern. Wenn man den Bundeszuschuss auf die tatsächlichen Versicherungsfremden Leistungen reduziert und ansonsten nur die Rentenverischerungsbeiträge auf die Rentner verteilt, müssten die Renten deutlich sinken.
Annaam 19.12.2012 | 16:20
Sie haben da einen großen Denkfehler : Es gibt keine "nicht abgerufenen Gelder". Was heute vom Beitragzahler eingezahlt wird bekommt HEUTE der aktuelle Rentner ausbezahlt.
Und was ist mit den Geldern aus dem Nachhaltigkeitsfaktor? Was ist mit den Geldern aus der Schwankungsreserve? Wird das zwischenzeitlich für andere Zwecke missbraucht? Wenn das wirklich so ist, wird diese Nachhaltigkeitsreserve je wieder eingezahlt? Klären Sie uns doch einmal auf, B son
Annaam 19.12.2012 | 16:48
Zitat von einefrage anzeigenausblenden
Und was ist mit den Geldern aus dem Nachhaltigkeitsfaktor? Was ist mit den Geldern aus der Schwankungsreserve? Wird das zwischenzeitlich für andere Zwecke missbraucht? Wenn das wirklich so ist, wird diese Nachhaltigkeitsreserve je wieder eingezahlt?
Die Rentner dürfen eigentlich nicht meckern. Wenn man den Bundeszuschuss auf die tatsächlichen Versicherungsfremden Leistungen reduziert und ansonsten nur die Rentenverischerungsbeiträge auf die Rentner verteilt, müssten die Renten deutlich sinken.
Wenn der Rentenkasse die entnommenen und nicht zurück geführten 700 Milliarden zurückgezahlt werden würden, hätten wir garantiert kein Problem mit Altersarmut oder dem eigens erfundenen Begriff des so genannten demographischen Wandels. Bitte schlau machen!
???am 19.12.2012 | 17:21
Schade, dass Sie auf mein Posting nicht reagiert haben. Unabhängig von irgendwelchen Zuschüssen, Rücklagen ...: Wollen Sie wirklich Hinterbliebene schlechter stellen, weil der Ehemann/Vater krank war und deswegen EM-Rente bezogen hat oder er einfach älter geworden ist als andere?
Annaam 19.12.2012 | 18:31
@??? Bitte lesen Sie meinen Kommentar noch einmal. Ich habe nicht geschrieben, dass ich die Renten nicht erhöhen würde, ich habe geschrieben, wie es beschossen wurde. Ab Januar sinken die Beiträge, entsprechend die der Arbeitgeber, anstatt die Renten zu erhöhen, wie es ursprünglich das Umlageverfahren vorsah. So wie Sie die Situation darstellen, darf es auf keinen Fall sein. Die Rentenkasse ist eine Sozial- bzw. Solidarkasse aller Rentenversicherten. Hinterbliebene, also Ehepartner sollten unter besonderem Schutz, lt. Grundgesetz, stehen und wenn auch mit gewissen Abschlägen eine lebenswerte Rente, oberhalb der Grundsicherung erhalten, wenn der Partner eine Rentenanwartschaft erwarb. Das wäre auch machbar, wenn die rentenkürzenden Faktoren aus der Berechnungsformel genommen und die entnommenen 700 Milliarden zurück gezahlt würden. Ein paar Beiträge zuvor habe ich davon geschrieben. Wir müssen immer wieder daran erinnern, dass den Rentnern und Beitragszahlern keine Sondersteuer für beitragsfremde Leistungen auferlegt werden dürfen und der Rest der Gesellschaft davon frei kommt. Recherchieren Sie bitte einmal unter den Begriffen "beitragsfremde und versicherungsfremde Leistungen". Es gibt solide Seiten.
Erna Seelosam 19.12.2012 | 23:27
Sie wissen scheinbar nicht, dass der so genannte Zuschuss aus Steuermittel, kein Zuschuss ist. Diese Summe ist Jahr für Jahr eine unzureichende Rückzahlung der zuvor entnommenen Gelder für nicht beitragsgedeckte Leistungen. Das nicht zurück gezahlte Geld soll sich auf über 700 Milliarden Euro seit 1957 belaufen. Das haben einige Experten errechnet. Zum Beispiel Otto W. Teufel.
Von daher ist die volle Sozialversicherungspflicht für Betriebsrentnen(z. Zt. 17,45 %) schlichtweg ein übler Betrug. Erst entnimmt die Politik die Rentenüberschüsse der damaligen geburtenstarke Jahrgänge en mass für versicherungsfremde Leistungen und jetzt werden sie über die volle Sozialversicherungspflicht der Betriebsrenten nochmals abgezockt. Und nicht nur das, jetzt werden plötzlich die Renten sehr eng an den Renteneinzahlungen bemessen und wird plötzlich von Generationengerechtigkeit, Schutz der jüngeren Generation gesprochen. Jetzt sollen plötzlich die betrogenen Rentner Renteneinbußen zum Schutze der jüngeren Generationen hinnehmen, nachdem man zuvor die Rentenüberschüsse der Vergangenheit für verischerungsfremde Leistungen verwandt hat??? Eine Riesenschweinerei der Politik und nichts wird dagegen getan!
Pippiam 20.12.2012 | 06:57
Was tun Sie denn???
einefrageam 20.12.2012 | 09:24
In einem Umlagesystem geht das Geld immer von der Hand in den Mund. Da kann nix gespart werden und das Geld von vor x Jahren ist längst ausgegeben. Wenn Sie ohne Beitragserhöhungen eine Rente (z.B. Ihre) erhöhen möchten, müssen Sie es einem anderen wegnehmen. Für die Fehler (und Schweinereien), die in der Vergangenheit gelaufen sind, kann doch heute niemand etwas. Das hätten Sie (und Ihre Generation) damals erkennen und verhindern müssen. Demografischer Wandel (und damit zu erwartendes Absinken des Rentenniveaus), prognostizierte Beitragssätze, versicherungsfremde Leistungen etc. - das war doch alles seit 1970/1980 bekannt. Jetzt ist es zu spät und es bleibt nur noch Jammern.
Mohriam 20.12.2012 | 10:58
Sehr gute Statistiken findest du auch hier: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/ Gruß Mohri
Erna Seelosam 20.12.2012 | 16:12
Zitat von einefrage anzeigenausblenden
Eine Riesenschweinerei der Politik und nichts wird dagegen getan!
In einem Umlagesystem geht das Geld immer von der Hand in den Mund. Da kann nix gespart werden und das Geld von vor x Jahren ist längst ausgegeben. Wenn Sie ohne Beitragserhöhungen eine Rente (z.B. Ihre) erhöhen möchten, müssen Sie es einem anderen wegnehmen. Für die Fehler (und Schweinereien), die in der Vergangenheit gelaufen sind, kann doch heute niemand etwas. Das hätten Sie (und Ihre Generation) damals erkennen und verhindern müssen. Demografischer Wandel (und damit zu erwartendes Absinken des Rentenniveaus), prognostizierte Beitragssätze, versicherungsfremde Leistungen etc. - das war doch alles seit 1970/1980 bekannt. Jetzt ist es zu spät und es bleibt nur noch Jammern.
Vielen Dank für diese Info.
Erna Seelosam 20.12.2012 | 16:16
Das kann ich hier nicht sagen Pippi, weil ich mich sonst selbst belasten würde. Gelle
Heurekaam 20.12.2012 | 17:06
Was tun Sie denn???
Das kann ich hier nicht sagen Pippi, weil ich mich sonst selbst belasten würde. Gelle
Ein neuer Robin Hood.
Isolde Bohnenstengelam 20.12.2012 | 21:28
Zitat von einefrage anzeigenausblenden
Eine Riesenschweinerei der Politik und nichts wird dagegen getan!
In einem Umlagesystem geht das Geld immer von der Hand in den Mund. Da kann nix gespart werden und das Geld von vor x Jahren ist längst ausgegeben. Wenn Sie ohne Beitragserhöhungen eine Rente (z.B. Ihre) erhöhen möchten, müssen Sie es einem anderen wegnehmen. Für die Fehler (und Schweinereien), die in der Vergangenheit gelaufen sind, kann doch heute niemand etwas. Das hätten Sie (und Ihre Generation) damals erkennen und verhindern müssen. Demografischer Wandel (und damit zu erwartendes Absinken des Rentenniveaus), prognostizierte Beitragssätze, versicherungsfremde Leistungen etc. - das war doch alles seit 1970/1980 bekannt. Jetzt ist es zu spät und es bleibt nur noch Jammern.
Irgendwie ist das Ganze aber höchst makaber. Früher haben die quasi das Geld aus der Rentenkasse geschmissen, faktisch sogar verschenkt (!), wenn ich an gewisse Regelungen denke. Und heute haben die durchaus ausgezeichneten Experten hier nichts anderes zu tun, als "scheinheilige" Argumente dafür zu finden, daß die Rentenkasse geschont wird. Solche dramatischen Gegensätze hätten nie zugelassen werden dürfen. Und heute darf man das gar nicht mehr ansprechen und wird einfach totgeschwiegen, als es das nie gegeben hätte.
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