Stellungnahme sozialmed. Dienst

von
STEFFI

Hallo,
mußte in meinem Widerspruchsverfahren neue (wirklich schlimme) Befunde nachreichen.
Eine Sachbearbeiterin sagte, die Befunde wurden an den sozmed. Dienst weitergereicht. Gestern rief ich dort an und eine andere Sachbearbeiterin sagte, die Unterlagen waren noch nicht dort.
Nun fühle ich mich irgendwie verschaukelt.
Außerdem möchte ich wissen, was in der Stellungnahme des sozmed. Dienstes steht
und wie sie meine Leistungsfähigkeit beurteilen, der Gutachter der DRV hält mich
nicht für über 6 Stunden arbeitsfähig, in
meinem Beruf für unter drei Stunden, trotzdem wurde die EMR abgelehnt.
Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten, deshalb meine Frage: kann ich mir eine Kopie der Stellungnahme zusenden lassen ?

von
Gerold

Hallo!

Wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können gehen Sie doch zu einem Sozialverband z.b. Vdk dort zahlen Sie eine Jahresgebühr von ca. 50 Euro! Für evt. Verfahren eine kleinere Gebühr extra!

Die Sozialrechtsabteilung kann dann die nötigen Schritte einleiten Akteneinsicht anfordern und Sie eben auch bei einem Widerspruch bzw. vor dem Sozialgericht vertreten!

Viel Glück und alles Gute!

von
Nix

....die Stellungnahme des Ärztlichen Dienstes der Rentenversicherung werden Sie aber nie erhalten...außer dem Gutachten des RV-Gutachters....

viele Grüße
Nix

von Experte/in Experten-Antwort

die Ausführung von Nix ist nicht korrekt.

Hallo Steffi,
Sie haben auch ohne Anwalt ein gesetzliches Recht auf Akteneinsicht. Diese findet normalerweise in den Räumen der DRV statt, z.B. in einer Auskunfts- und Beratungsstelle. Sofern Ihre Akte medizinische Unterlagen enthält, kann die DRV diese auch durch einen Arzt eröffnen lassen. Die Entscheidung wird im Einzelfall aufgrund des medizinischen Akteninhalts getroffen.

Bei der Akteneinsicht können Sie auch Kopien anfertigen oder anfertigen lassen. Die DRV kann für die Kopie Gebühren verlangen.

Eine Übersendung Ihrer Akte oder Teile Ihrer Akte nach Hause kann nicht erfolgen.

von
Klemens

Selbst wenn Sie die Unterlagen dann einsehen würden ( steht ihnen defintiv zu ! ) , werden Sie als Laie wohl kaum diese medizinisch und juristisch beurteilen können.

Wer ein Widerspruchsverfahren selber - ohne rechtliche Hilfe und Vertretung - duchzieht muss damit rechnen , das dem Widerspruch nicht stattgegeben wird.

Wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat und sich auch
anderwweitig keinen Rechtsanwalt leisten kann, sollte man zumindest den Vdk/ SoVD mit der Vertretung beauftrage.

Also diese ca. 50 Euro pro Jahr ! hat nun aber wirklch jeder übrig.

Aber jeder setzt seine Prioritäen halt woanders....