Sterbequartalsvorschuss

von
OTTO0815

Guten Tag,

nehmen wir wir an ein Ehepaar stirben bei einem Unfall. Die Ehefrau überlebt den Ehemann um 30 Minuten.(Beide waren Rentner)

Jetzt habe ich gelesen, dass es eine Vorschusszahlung (Sterbequartalsvorschuss) der Rentenversicherung beim Tod eines Ehepartners gibt.

Hätte Ehefrau einen Anspruch darauf, da sie ihren Ehemann, wenn auch nur kurz, überlebt hat?

Besteht eine Anspruch auf diese Vorschusszahlung oder ist dieser durch den Tod der Ehefrau wieder hinfällig?

Kann dieser Anspruch der Ehefrau von den Hinterbliebenen geltend gemacht werden?

Muß die Vorschusszahlung binnen eine bestimmten Frist beantragt werden und wenn ja wo?

Würde die Vorschusszahlung mit der Witwenrente verrechnet werden ?

Danke für die Mithilfe.

Gruß
OTTO

von
Schade

Wie wäre es mit Fragen aus der Lebenswirklichkeit statt mit reiner Theorie?

Bei Ihrem "Problem" müsste schon noch ein Monatswechsel in der halben Stunde des Überlebens liegen......Denn wenn beide im gleichen Monat sterben, hat jeder in diesem Monat noch seinen Rentenanspruch, die Hinterbliebenenrente begänne erst im Folgemonat und das ist der andere auch schon tot - es wird also nichts mit dem Abkassieren für etwaige Erben...

von
OTTO0815

Lieber Schade,

was hier mit Lebenswirklichkeit kann ich Ihnen sagen. Es ist mir so ergangen, meine beiden Elten sind verunglückt.

Mit Abkassieren hat das nichts zu tun. Es geht lediglich darum zu klären was für Ansprüche man hat.

Trotzdem Danke für die Antwort.

OTTO

von
Erben

Hallo Otto,

Sie könnten nur dann einen Anspruch als Sonderrechtsnachfolger
oder Erbe weiter verfolgen, wenn Ihre Mutter noch zu Lebzeiten einen rechtsgültigen Antrag gestellt hätte. Das dürfte bei einem Todesfall im Abstand von 30 Minuten kaum der Fall sein.

Experten-Antwort

Hallo Otto 0815,

der Anspruch auf Rente besteht grundsätzlich bis zum Ablauf des Monats, in dem die Anspruchsvoraussetzungen entfallen, zum Beispiel durch den Tod des Anspruchsinhabers. Die Rechtsgrundlage hierfür ist § 102 Abs. 5 SGB VI (Sozialgesetzbuch -Sechstes Buch-).
Das bedeutet, dass der Ehepartner im Laufe des Folgemonats verstorben sein muss, um überhaupt einen Anspruch auf einen Monat des Sterbevierteljahres zu erlangen.
Bei dem sogenannten Sterbevierteljahr handelt es sich um die Hinterbliebenenrente, die für die ersten drei Kalendermonate nach dem Todesmonat in einer Summe im Voraus ausgezahlt wird.