Sterbevierteljahr

von
U.H.

Hallo folgender Fall:

verstorbener war noch kein Rentner, sondern Vollzeit berufstätig. Theoretische EMR 700€, wie hoch ist der Anspruch im Sterbelvierteljahr, wenn nach dem Sterbevierteljahr keine WR gezahlt wird, weil das Einkommen der Witwe (hätte Anspruch auf große WR) zu hoch ist?

A: 3 x 700€ (Höhe der EMR)
B: 3 x 385€ (Höhe der WR ohne Einkommensanrechnung)

Vielen Dank

Experten-Antwort

Die Rentenhöhe im Sterbevierteljahr ergibt sich aus dem Versicherungskonto des oder Hinterbliebenen nach folgender Rentenformel:

Pers. EP x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor x aktueller Rentenwert.

Bis zum Ende des 3. KM nach Ablauf des Monats, indem der Ehegatte verstorben ist beträgt der Rentenartfaktor 1,0, danach 0,55 (gr. Witwenrente) bzw. 0,25 (kl. Witwenrente).

In diesem so genannten Sterbevierteljahr findet keine Anrechnung des Einkommens statt. Erst nach Ablauf dieses Zeitraums findet eine Anrechnung statt (siehe § 97 SGB VI).

von
W*lfgang

Zitiert von: Techniker
danach 0,55 (gr. Witwenrente)
änzend:

bei 'altem' Recht sind es immer noch 60 % (Faktor 0,6). Bedeutet: Eheschließung vor 2002 und einer der beiden ist vor dem 1962 geboren. Bei neuem Recht können sogar (theoretisch) 100 % ab 4. Monat erreicht werden, wenn ausreichende Kinderzahl im Rentenkonto der hinterbliebenen Ehefrau/Witwe anrechenbar sind.

Gruß
w.

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