steuerfreier Arbeitslohn nach § 3 Nr. 26 EStG und Sozialversicherungsbeiträge

von
ernst müller

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Freibetrag zu dem o.g. Arbeitslohn (Übungsleiterfreibetrag) wurde rückwirkend zum 1.1.07 von € 1.848 auf € 2.100 erhöht. Ist es korrekt, dass sich diese Rückwirksamkeit lediglich auf das Steuerrecht bezieht, während für die Sozialversicherungen der Zeitpunkt der Verkündigung im BGBl (I Nr. 50 vom 15.10.2007) maßgebend ist? Könnten Sie mir hierzu die rechtliche Grundlage nennen?
Vielen Dank im Voraus.

Experten-Antwort

§ 14 Abs. 1 Satz 3 SGB IV. Dieser wurde nicht mit dem Gesetz vom 15.10.2007 geändert; d.h. dass ein Minijobber mit einer Übungsleiterpauschale im Jahre 2007 bis zu 6.900,- EUR (4800 + 2100) verdienen kann, ohne sozialversicherungspflichtig zu werden.

von
Nischu

Hallo, ist der Betrag den nur bei den Übungsleitern erhöht worden, oder auch bei Betreuern einer Jugendgruppe?

von
ernst müller

Ich habe gerade in der Informationsschrift "Summa summarum" der Deutschen Rentenversicherung Ausgabe 5/2007 S.14f. folgendes gelesen:
"Mit der Erhöhung des Übungsleiterfreibetrags sind jedoch keine rückwirkende Auswirkungen auf die Sozialversicherung verbunden. In der KV, PV, RV und AV kann sich die Erhöhung erst mit Verkündigung im BGBl auswirken. Grund: sozialversicherungsrechtliches Eingriffsverbot für abgewickelte Versicherungsverhältnisse."