Stimmt es, das auch etwa die Hälfte aller Verlängerungs Anträge abgelehnt werden

von
Sascha

Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente war bei mir ganz leicht. Zur Reha gegangen, beantragt und sofort 3 Jahre bekommen.
Wegen psychosomatischer Beschwerden.
Nun sind die 3 Jahre fast um und ich hab Angst, das der Verlängerungsantrag abgelehnt wird.
War zwar zwischendurch in eine Klinik 10 Wochen, aber der Bericht ist eher nichts sagend, paar Befunde und das war es.
Stimmt es, das der Verlängerungsantrag genauso oft abgelehnt wird in etwa wie der Erstantrag? Oder ist es eher so, wenn man einmal bewilligt bekommen hat ohne viel Theater ( musste nichts einklagen, kein Gutachter, alles war sofort ok) , dass dann die Verlängerung auch ganz gut durch geht?
Oder eher nicht?

von
Krümelmonster

Hallo,
ich glaube das lässt sich so pauschal nicht sagen. Jeder ist ein individueller Einzelfall. Ich habe EM Rente auch problemlos nach Reha (die vom Arzt in der Klinik abgebrochen wurde) erhalten. Hatte bis jetzt 2x mal problemlose Verlängerung innerhalb von 3 Wochen. Habe aber trotzdem vor der nächsten Verlängerung sehr große Angst, weil man eben nie weiß wie entschieden wird. Das Einzige was man wirklich selbst machen kann, ist regelmäßig zum Arzt/Psychiater/Therapeuten zu gehen. Das macht man ja aber zwangsläufig, wenn man krank ist. Es werden heute mit Sicherheit noch viele andere Beispiele als Antwort kommen, wo es ähnlich wie bei mir war oder eben nicht und es große Schwierigkeiten gab mit Widerspruch und Klage. Viele Grüße und alles Gute!

von
Sascha

Also, regelmäßig beim Arzt war ich und eben die stationäre Klinik.
Aber es gibt natürlich keine leistungsbeurteilung.

von
KSC

Da hilft nur abwarten und Tee oder sonstwas trinken.

Die Erfahrungen anderer helfen Ihnen doch nicht weiter. Was nützt es zu erfahren dass der Antrag bei @krümelmonster glatt durchging und der von @helene abgelehnt wurde?

Jeder Fall ist anders, selbst wenn 99 Anträge bewilligt wurden kann der 100. abgelehnt werden.

von
Pechvogel

Meine dritte Verlängerung ist komplett abgelehnt worden, obwohl Arzt- und Klinikberichte sogar eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bescheinigten.

Nun steht mir der schwere Gang zum Sozialgericht bevor und es geht mir psychisch noch einmal schlechter.

Experten-Antwort

Guten Tag Sascha,

eine pauschale Antwort kann es auf Ihre Frage nicht geben. Beim Antrag auf Weiterzahlung einer befristeten Rente wird individuell für jeden Rentenbezieher der Gesundheitszustand vom sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung wieder neu angeschaut. Das gelingt für die Ärzte der Rentenversicherung natürlich am besten, wenn für die Zeit seit der letzten Rentenbewilligung möglichst aussagekräftige medizinsche Befunde vorliegen. Sie selbst haben aber auch im Antragsformular sowie im Selbstauskunftsbogen die Möglichkeit, Ihre aktuelle gesundheitliche Situation (und eine Stagnation bzw. ggf. eingetretene Verschlechterung) zu schildern. Wichtig ist, dass Sie die einschlägigen behandelnden Ärzte bennen. Sofern die vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht ausreichen, können dort von der Rentenversicherung direkt aktuelle Befundberichte eingeholt werden. Eine erneute Begutachtung im Rahmen des Weitergewährungsantragsa ist eher selten.
Herzliche Grüße und einen guten Sonntag!

von
Sascha

Ah ok, also man muss gar nicht zum Gutachter?
Sondern der Bericht aus der Klinik, immerhin ja knapp 10 Seiten schwer, reicht dann quasi?

von
Berater

Zitiert von: Sascha
Ah ok, also man muss gar nicht zum Gutachter?
Sondern der Bericht aus der Klinik, immerhin ja knapp 10 Seiten schwer, reicht dann quasi?

Das hat niemand so geschrieben. Es „könnte sein“, dass Sie nicht zum Gutachter müssen. Abwarten ist das Gebot der Stunde. Dichten Sie besser nichts in die Antworten hinein, nur weil Ihnen das besser auskäme.

von
Sascha

Zitiert von: Berater
Zitiert von: Sascha
Ah ok, also man muss gar nicht zum Gutachter?
Sondern der Bericht aus der Klinik, immerhin ja knapp 10 Seiten schwer, reicht dann quasi?

Das hat niemand so geschrieben. Es „könnte sein“, dass Sie nicht zum Gutachter müssen. Abwarten ist das Gebot der Stunde. Dichten Sie besser nichts in die Antworten hinein, nur weil Ihnen das besser auskäme.

Der Experte hat geschrieben, das eine Begutachtung eher selten ist.
Da hab ich nichts hineingedichtet

von
Bini

Zitiert von: Sascha
Zitiert von: Berater
Zitiert von: Sascha
Ah ok, also man muss gar nicht zum Gutachter?
Sondern der Bericht aus der Klinik, immerhin ja knapp 10 Seiten schwer, reicht dann quasi?

Das hat niemand so geschrieben. Es „könnte sein“, dass Sie nicht zum Gutachter müssen. Abwarten ist das Gebot der Stunde. Dichten Sie besser nichts in die Antworten hinein, nur weil Ihnen das besser auskäme.

Der Experte hat geschrieben, das eine Begutachtung eher selten ist.
Da hab ich nichts hineingedichtet

Ich finde schon, dass zwischen "selten" und "gar nicht" ein Unterschied besteht.