Störfall

von
Pauli

Hallo, wer kann mir weiterhelfen:
Bin seit über 1 Jahr in der ATZ (-Blockmodell); schwerbehindert; Antrag auf EM-Rente ist gestellt.
Die jetzt wohl kommenden Einzelheiten, bei der (Rückabwicklungs-) Auszahlung des ATZ-Wertguthabens als Einmal-Betrag sind mir unbekannt:
1. wird das Wertguthaben im Monat der Auszahlung (als Ergebnis der Rückabwicklung) als Einmalbetrag in voller Höhe versteuert und sozialversichungspflichtig ?
hierbei würde ich in diesem Auszahlungsmonat die Grenze des "Hinzuverdienstes" einmalig wohl um weit mehr als das Doppelte überschreiten;
2. fällt somit die Auszahlung der EM-Rente nur für diesen Monat weg?
oder für längere Zeit?
3. oder bedeutet "Rückabwicklung", daß die Summe des Wertguthabens nahezu bedeutungslos ist und man stattdessen für die erbrachten ATZ-Aktiv-Monate rückwirkend normales Gehalt erhält ? , d.h. man erhält statt 80%-Netto in der Altersteilzeit, dann rückwirkend "nur" 100 %-Netto ?,
weil die Aufstockungssbeträge des Arbeitgebers nachträglich beseitigt werden/wegfallen ?
gilt das dann auch für die Aufstockungssbeträge an die RV ?
vermute ich richtig, daß in diesem Fall der Bezug der EM-Rente den ersatzlosen Teil-Verfall des Wertguthabens zur Folge hat und sich deshalb kaum "rechnet"?
4. werden während der Bezugsdauer einer EM-Rente tasächliche oder fiktive Rentenbeiträge für die spätere Altersrente gebucht ?

von
Unbekannt

Hallo Pauli,

Ihre Frage ist zu komplex, um dies hier im Forum beantworten zu können.

Setzen Sie bitte Ihre Anfrage schriflich und so konkret wie möglich auf und senden diesen an Ihren Rentenversicherungsträger.

Auch ein Berater vor Ort wird diese Fragen nicht zu 100% benatworten können. Dies liegt einfach an der Komplexität der Materie. Da muss jemand in Ruhe nachlesen und forschen.

von
KSC

für eine Antwort fehlen noch einige Informationen.

Sind Sie in der Arbeitsphase? Wie lange dauert die noch?
Sind Sie derzeit krankgeschrieben?

Befinden Sie sich noch in der Arbeitsphase und sind krank und es kommt zur Rentenbewilligung, ist das ganze m.E. gar kein Problem.

Dann hätte die Krankheit die ursprüngliche Absicht der AT vereitelt und im Falle der Rentengewährung sind die Lohnabrechnungen zurückzurechnen, wie wenn es gar keine AT gegeben hätte.
Sie hätten solange Sie gearbeitet haben zu 100% gearbeitet und müssten dafür den vollen Lohn erhalten. (bis das geregelt ist, verzögert sich zwar das Rentenverfahren - aber normalerweise hat der Arbeitsunfähige ja Krankengeld)

Es entstünden weder Wertguthaben noch Aufstockungsbeträge.

Und mit Rentenbewilligung würde das Arbeitsverhältnis enden.

Diese und andere Widrigkeiten der AT (Störfälle) sind geregelt und die Lohnabrechnung Ihres Betriebes muss den Fall entsprechend abarbeitet, wenn dieser Fall eintritt.

Insofern halte ich es nicht für sinnvoll alles aufzuschreiben und zur Stellungnahme an den RV Träger zu senden.
(der wird nicht begeistert sein, alle möglichen Varianten, die denkbar sind in einem Aufsatz zu formulieren.)

Letztlich hängt es davon ab, wie über die EM Rente entschieden wird.

Experten-Antwort

Den Antworten meiner Vorredner konnten Sie schon entnehmen, dass Ihre Frage nicht ganz einfach zu beantworten ist.

Vereinfacht ausgedrückt liegt ein Störfall dann vor, wenn das ursprünglich vereinbarte Altersteilzeitarbeitsverhältnis nicht ordnungsgemäß (z.B. durch volle Erwerbsminderung) beendet werden kann.

In Ihrem Fall steht noch nicht fest, ob und ggf. wann Ihr Arbeitsverhältnis vorzeitig beendet werden muss (...Antrag ist gestellt...), d.h. ob überhaupt und wann ein Störfall eingetreten ist. Daher ist zum jetzigen Zeitpunkt eine konkrete Aussage bezüglich der beitragsrechtlichen Behandlung bzw. der Hinzuverdienstregelungen nicht möglich.

Ich empfehle Ihnen nach der Entscheidung über Ihren Rentenantrag mit Ihrem Rentenversicherungsträger die weitere Vorgehensweise (Hinzuverdienst) zu klären. Die Verbeitragung etc. des Wertguthabens erfolgt durch Ihren Arbeitgeber – insofern kann dieser Ihnen die konkreten Details darlegen.