Streik in Reha

von
_Yvonne_

Guten Tag,
meine Mutter befindet sich nach einer Aneurysma-OP (mit mehreren Hirninfarkten) in einer Reha-Klinik. Leider finden dort bereits die zweite Woche Streiks statt, an denen auch die Therapeuten teilnehmen und meine Mutter somit bereits 2 Wochen keinerlei Anwendungen und Therapien erhalten hat. Sie möchte unbedingt die KLinik wechseln. Die Krankenkasse sagt, dass dies nicht möglich sei, da es sich bei Streiks um höhere Gewalt handeln würde. Es würde lediglich die Mäglichkeit bestehen die betreikten Tage hinten anzuhängen. Meine Mutter leidet sehr unter der Situation, da sie nicht die Therapien erhält, die ihren aktuellen Gesundheitszustand verbessern könnten. Gibt es irgendeine Möglichkeit hiergegen vorzugehen? Und das auch noch zeitnah? Gerade nach Hirninfarkten sind doch zeitnahe Therapien von großer Bedeutung und können sich positiv auf den Heilungsprozess auswirken.
Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.
Viele Grüße und Danke bereits im Voraus.
Yvonne

Experten-Antwort

Guten Morgen Yvonne,
bei allem Verständnis für Lohngerechtigkeit und Arbeitnehmerinteressen, ist ein Streik im Gesundheitssektor immer etwas zutiefst Bewegendes.

Kostenträger der Leistung wird die Krankenkasse sein. An diese haben Sie sich gewandt und an diese sollten Sie sich erneut wenden.
Sofern das Streikende nicht absehbar ist und Sie berechtigte Bedenken haben, dass Ihre Mutter gesundheitliche Nachteile durch den Streik erwarten könnte, würde ich entweder massiv die Verlegung in eine andere Reha-Einrichtung einfordern oder der Krankenkasse vorschlagen am Reha-Ort vorhandene Therapeuten einzubeziehen und der Krankenkasse diese in Rechnung stellen.
Sollte das nicht helfen, würde ich die Politik und die Medien einschalten.
Viel Erfolg