Studenten + Freier Mitarbeiter beim Jugendamt + Familienversichert

von
Vanessa

Hallo,

ich habe da ein paar Fragen und bin langsam wirklich verwirrt!

Ich bin Studenten, 24 Jahre und bin bei meinen Eltern noch mit versichert.

Zur Zeit bin ich als "freier Mitarbeiterin" beim Jugendamt als NEH (niedrigschwellige Erziehungshilfe) tätig. In meinen "Freien Dienstverträgen" steht, dass ich meinen "sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen in eigener Verantwortung nachzukommen habe".

Ich verdiene eigentlich im Schnitt zwischen 200-360€.
Aber nächsten Monat werde ich vermutlich 530€ verdienen, weil ich eine Familie mehr als sonst betreue.
Meine Arbeitsstundenwoche ist immer unter 15 Stunden.
Meine Frage ist, muss ich mich nun selbst für diesen einzigen Monat versichern? Weil das darauffolgende Einkommen eh wieder unter die 400€ Grenze fallen wird.

Und wenn ich mich Versichern muss, wo muss ich das angeben und was muss ich genau tun?

Eine weitere Frage, muss ich überhaupt melden, dass ich als "Freier Mitarbeiter" tätig bin, wenn ich die Grenze von 400€ nicht überschreite?

von
Feli

Vermutlich sind Sie nur eine Studentin (schon verwunderlich, wer alles heutzutage so studiert) und als freie Mitarbeiterin tätig.

Bei Tätigkeiten, in denen regelmäßig ein Arbeitseinkommen von unter 400 bzw. seit diesem Jahr unter 450 Euro erzielt wird, besteht Rentenversicherungsfreiheit.

Sollte Ihr Einkommen aus der freien Mitarbeit über diese Grenze steigen, könnte Versicherungspflicht bestehen, wenn die Tätigkeit im weitesten Sinne eine lehrende ist. Dies kann nur von Ihrem Rentenversicherungsträger entschieden werden, wenn dieser genaue Auskünfte über die Art der Tätigkeit hat.

Sollte Ihre Einkommen nur in dem einen Monat die Geringfügigkeitsgrenze übersteigen, das Jahresmittel jedoch unter 5400 Euro bleiben (12x450), besteht noch keine Veranlassung, die Versicherungspflicht zu prüfen.

Experten-Antwort

Hallo Vanessa,

ob Sie als „freie Mitarbeiterin“, mithin als Selbständige, zu bewerten sind, oder ob Sie, wenn auch nur in geringfügigem Unfang, als abhängig Beschäftigte zu werten sind, kann hier im Forum nicht abschließend geklärt werden. Hierzu benötigt die Rentenversicherung weiter Angaben und ggfs. auch Ihren „Dienstvertrag“. Für den Fall, dass Sie abhängig beschäftigt wären, wären dann vom Jugendamt die entsprechenden Beiträge insbesondere zur Rentenversicherung zu entrichten. Nur für den Fall dass zweifelsfrei festgestellt wird, dass keine abhängige Beschäftigung vorliegt, kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund Geringfügigkeit keine Versicherungspflicht besteht. Vorsorglich
empfehlen wir Ihnen zur individuellen Abklärung Ihrer Situation einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle zu vereinbaren. Die Ihrem Wohnort am nächsten gelegene Auskunfts- und Beratungsstelle können Sie unter dem Link " Beratungsstellen finden" ermitteln.

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