Studie der Deutschen Rentenversicherung

von
Michael

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,518767,00.html

Wo finde ich mehr Informationen zu der Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2005“ der Deutschen Rentenversicherung?

Mit freundlichen Grüßen Michael

von
Ruth

http://www.altersvorsorge-in-deutschland.de/AVID02/index.html

Viel Spaß beim Studieren ;-)

Gruß, Ruth

von
Jürgen

Hallo Amadé,
danke für diese Wortmeldung. Auch ich bin der Meinung, dass nach der Phase "weiter so" über die Phase "jetzt erst recht" man nun doch etwas mehr Ehrlichkeit einziehen lassen sollte. Schade das die Rentner in diesem Staate keine Lobby haben. Es gäbe doch wahrlich genug zu tun. Erinnert sei nur an die Ungleichbehandlung West/Ost und die vielen versteckten Rentenkürzungen. Was nutzt eine vage in Aussicht gestellte Rentenerhöhung bei zu erwartenden Preissteigerungen...
Wir sollten den Mut nicht sinken lassen.
Gruß Jürgen

von
Michael

Vielen Dank Ruth.

von
Amadé

Sehe das nicht so gelassen wenn Millionenen Versicherten eine vermeintliche Sicherheit vorgegaukelt wird, die asserdem noch zu erheblichen finanziellen Einbussen führt.

Grundsicherung ist nicht der Weltuntergang - aber auch nicht die Offenbarung. Grundsicherung wird aber sehr schmerzhaft, wenn man feststellen muss, dass man sich umsonst krummgelegt hat und sich ein X für ein U hat vormachen lassen.

von
Jens L.

Haben Sie überhaupt noch Lebensfreude? Die Untergangsstimmung die Sie hier verbreiten hat nichts mehr mit gesunder Kritik zu tun. Alles wird schlecht gemacht und die Schuld haben nur die anderen. Natürlich. Für eigenes Versagen wird die Schuld ja immer woanders gesucht. Zum Glück gibts hier auch andere User, kritisch aber realistisch. Und vor allem nicht alles schlecht redend. Man kann positive Sachen auch kaputt reden.

von
Nix

Habe gerade euer Gejammere gelesen.
Alles was mit Vorsorge zu tun hat, wird kritisiert.
Die Riesterrente soll nicht reichen, die Renten-Abschläge auszugleichen.
Die Lebensversicherungen rentieren zu gering und werden von den meisten sowieso nur die wenigstens bis zum Schluss durchgehalten werden.

Spart man mit Aktienfonds, kommt wieder einer und erzählt was von Abgeltungssteuer oder sonstige Steuern auch auf diese Einkünfte.

Eines ist klar: Der Gesetzgeber denkt sich natürlich immerwieder neue Steuern aus, um Steuerschlupflöcher zu stopfen bzw. seine Einnahmen zu erhöhen. Ihr wolltet doch auch den EURO. Da muss natürlich auf die Einhaltung der Konvergenzkriterien geachtet werden. Das geht nur mit höheren Steuern und mit dem Versteuern von allemmöglichen.

Da kann doch das Rezept nur heissen:
Die Gesamtheit der Anlageprodukte muss ausreichend gemixt werden - und was wichtig ist: stehts an die geltende Gesetzeslage/steuerrechtslage angepasst werden.

Eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Materie "Kapitalanlage" auf hohem Niveau ist hier erforderlich!
Das das geht, weiss ich von mir selbst!
Dazu gehört natürlich entweder ein zufriedenes Single-Leben(Nie Heiraten wegen Versorgungsausgleich!) oder ein für immer perfekt passender Ehepartner(damit man geschlossene Fonds etc nicht bei Scheidung vorzeitig verkaufen muss zu 60% des Anlagekapitals).

Ein Ehevertrag mit Gütertrennung allein zum Schutz der eigenen Altersvorsorge der einzelnen Ehepartner soll wohl auch nicht ausreichen, habe ich mir sagen lassen.

Also ist hier die qualifizierte Anlageberatung erforderlich, die man(n)/Frau von der Stange bei den heutigen Geldinstituten nicht bekommt.(wahrscheinlich weil ihr alle eure "Mäuse" niedrig verzinst auf Sparbüchern "angelegt" habt oder in niedrigverzinste Lebensversicherungen und deshalb nicht genug Geld habt, um für qualifizierte Anlageberater beraten werden zu können.

Aber in einem Punkt sind wir uns doch alle einig:
Das Sparbuch hat doch wohl ausgedient. Wer da noch Geld drauf hat, und meint, er würde darauf Geld "anlegen", der irrt. Kapitalanlage betreibt man an der Börse, nicht auf dem Sparbuch - und erst recht nicht mit euren Lebensversicherungen!

Also: wer hier den Staat mit "Riesterrenten-Gedöns" oder sonstwen zu kritisieren weiss, sollte sich stets in Schweigen hüllen und überlegen: Was habe ich falsch gemacht, was kann ich besser machen?
Das aber ist ein langwieriger Prozess!
Gruss
Nix

von
Irst

Auch ich finde die Kernaussage einiger User hier nach dem Motto "Eigenvorsorge bringt sowieso nichts - also lass ich's doch gleich bleiben" höchst gefährlich.
Dieser folgt nämlich dann sofort diese Einstellung auf dem Fuße: "Arbeiten bringt sowieso nichts - also lass ich's doch gleich bleiben"!
Ein heute 20jähriger weiß nie und nimmer, ob er mit 70 einmal ein Grundsicherungsfall sein wird oder nicht. Es sei denn, er legt sich gleich auf die faule Haut - was er nach den Tenor einiger Redner hier am besten tun sollte, denn "Grundsicherung bekommt er ja sowieso".
Traurig, traurig...

Vorsorge bedeutet doch nach meinem Empfinden, dass man Anstrengungen unternehmen will, dass man eben nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen ist.

von
Gerhard

Also, ich muss wiederum feststellen, dass es hier von Blauäugigen nur so wimmelt!
Der Einzige, der hier den Durchblick hat, ist aus meiner Sicht Amadé! Wie ich schon einmal erwähnte bin ich Facharbeiter und Dipl.-Ing. Auf Grund der falschen Politik war ich fast 7 Jahre arbeitslos! Hatte auf Grund dessen und wegen meines mittlerweile vorgerückten Alters immer weniger Chancen am Arbeitsmarkt. Mit Ach und Krach war es mir dann gelungen, hin und wieder eine befristete Tätigkeit auf dem Fruchthof oder als Geldtransportfahrer zu bekommen. Das bei Brutto-Stundenlöhnen von 6,27 bzw. 7,30 Euro. Aber davon will hier im Forum so mancher Gutmensch ja die Augen verschliessen! Wozu führt das nun? Das führt in meinem Falle dazu, dass ich wegen Arbeitslosigkeit mit 60 Jahren meine Altersrente beantrage, die dann für den Rest meines Lebens um 18% gemindert einen 3stelligen Betrag ausweisen wird! Die Riesterrente, die ich seit Einführung abgeschlossen habe, bringt mir dann noch mal so ca. 6 Euro! Super! Danke! Könnt ihr Schlaumeier mir mal verraten, wovon Menschen, die so wenig verdienen und jahrelang arbeitslos waren noch vorsorgen sollen, wie man jetzt wieder aktuell lesen kann?? Meine Petition an den Deutschen Bundestag, die Politik mitverantwortlich zu machen für diese Misere ist natürlich zabschlägig beschieden worden. Wie ein Vorredner schon richtig festgestellt hat: Rentner haben nun mal keine Lobby! Und nicht jeder befindet sich in einem Beamtenstatus! Also, ich stelle fest, arbeiten und studieren lohnt wirklich nicht immer!! In meinem Verwandtenkreis gibt es Hrtz4-Empfänger, die bewusst viele Jahre lang nich gearbeitet haben, die bekommen unterm Strich nicht weniger, als ich! Und das hat nichts mit pessimistischer Grundeinstellung oder Schwarzsehen zu tun, das ist die REALITÄT !

Guten Tag!

von
dirk

Ich kann Ihnen bei Ihrer Ansicht über Amades Beiträge beim besten Willen nicht folgen. Leider haben immer mehr Menschen in Deutschland keine Chance mehr, von Ihrem Einkommen anständig zu leben und dabei noch fürs Alter zu sparen.

Dass man denen nicht noch zum Riestern rät ist doch wohl absolut richtig.
Solange diese Gesellschaft es sich leisten kann, auf menschliche Arbeit und Wissen und Ideen einiger Millionen ihrer Mitglieder zu verzichten, diese ins Abseits des "wir brauchen dich nicht" stellt oder sie den Profitinteressen weniger Nutznießer stellt, solange ein Spekulant noch als erfolgreich gilt, so lange haben diese Betrachtungen ihre Berechtigung.
Gut, dass es noch Leute gibt, die den Finger auf die Wunde legen!

Danke Amade

Wir haben gelernt, wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen,
aber wir haben verlernt, wie Brüder zu leben.
(Martin Luther King)

von
Jens L.

Es geht nicht darum zu sagen, dass alles richtig ist wie es ist. Kritik ist völlig ok. Nur nach Amades Meinung ist grundsätzlich alles falsch. Er vertritt ja die Meinung, warum selbst vorsorgen wenn man später eh ergänzend staatliche Hilfe beziehen muß und seine Eigenvorsorge angerechnet bekommt. Erstens ist das nicht bewiesen (wer weiß was in 20 Jahren ist) und zweitens ist das für mich ein Anruf zum Sozialschmarotzen, nach dem Motto " da es eh nicht aus eigener Kraft reicht soll der Staat alles bezahlen". Und das ist megafies. Wenn man sich selbst im Spiegel noch in die Augen blicken will sollte man seinen Lebensunterhalt so gut es geht aus eigener Kraft bestreiten.
Wie gesagt, nicht alles ist ok wie es läuft, aber wenn alle so denken wie er sieht die Zukunft wirklich schwarz aus.

von
Irst

Genau da haben haben wir es ja wieder.

Und dass Rentner keine Lobby haben, darüber kann man ja wirklich nur schmunzeln.

von
dirk

"Arbeiten bringt sowieso nichts - also lass ich's doch gleich bleiben"!

Meinen sie damit wirklich, die überwiegende Mehrheit der Arbeitslosen oder Geringbeschäftigten wollten das so?
Auf einen in den Medien entlarvten "Faulen" kommen die Vielen, die an Ihrer Arbeitslosigkeit verzweifeln und keine eigene Schuld tragen!

von
Irst

Natürlich nicht! Um Himmels Willen! Einige hier im Forum ziehen aber den Schluss, dass es die "bessere" Alternative wäre, sofort zum Grundsicherungsamt zu laufen, um dem "bösen, bösen Staat" möglichst viel rauszuleiern - und das ist empörend.

von
dirk

Stimme ich zu, dies sollte so nicht sein, wenn man andere Möglichkeiten hat.

von
Irst

Genau. Danke!

von
R t B

Guten Morgen,

ja!Es gibt mich doch noch.Oh Gott er lebt immer noch sagen jetzt eineige von Ihnen.

Zunächst mal ein hoppla an die Redaktion die es fertigbrachte,diese Rund noch nicht zu löschen.Aber auch die Redaktion scheint ja langsam lernfähig zu werden .
Zu Amade sage ich nur WOWWWWWWWWWWW.Auch wennd den Anderen nicht passt Amade hat verstanden.
Zu allen Anderen wäre zu sagen.In der gestrigen Presse war folgendes zu lesen.
Frankreich:1 Million streiken gegen die geplanten Reformen der Regierung.Arbeiter,Angestellte,Beamte und Schüler streiken.Klasse!Davon können wir deutsche Michel nur lernen.Wo sind wir mit unserem Frust gegen die Berlinerbeschlüsse z.B.Rente mit 67?Kein Schwein zu sehen auf unseren Straßen die das nicht so toll finden wie unsere Politiker.Jetzt kommt natürlich wieder es ginge nicht anders als so.Das heißt es bei der Atomenergie auch.

Gruss

von Experte/in Experten-Antwort

Lieber Amadé,
Ihre Vorwürfe gegen die Redaktion sind - bei allem Respekt - haltlos und nicht gerechtfertigt. Auf ihre-vorsorge.de wird nichts hochgejubelt. Wir behaupten auch nicht, dass mit ein bisschen Riestern die irdische Glückseligkeit für Jedermann sichergestellt ist.
Das Portal und das Forum informieren sachlich über die Möglichkeiten staatlich geförderter Altersvorsorge. Die dahinterstehende Position der Rentenversicherung basiert auf den heute zur Verfügung stehenden Fakten: Die gesetzliche Rente wird weiterhin für die meisten der wichtigste Baustein ihrer Altersvorsorge sein, aber allein nicht mehr ausreichen. Daher die Notwendigkeit der zusätzlichen Vorsorge. Und daher auch das Beratungsangebot in diesem Forum.
Die jetzt vorgestellte Studie hat festgestellt, dass die Menschen noch zu wenig vorsorgen. Die Rentenversicherung mahnt also zu mehr Vorsorge. Das ist nach übereinstimmender Meinung aller Fachleute der richtige Weg.
Ihre Sorge um Geringverdiener und ihre möglichen Ansprüche auf Grundsicherung ist ehrenhaft. Deswegen aber von einer drohenden Massen-Altersarmut zu sprechen, erscheint zumindest übertrieben.

von
R t B

nennen Sie mich wie Sie wollen.Ich sehe keine Hetze von Amade.Aber es wird ja auch mir gleich von Neid gesprochen wenn man von den Reichen spricht.

von
Jens L.

Sollte ein Spaß sein, schade, die Vorlage kam ja von Ihnen. Dachte Sie hätten Humor.