Studium trotz Ewerbsminderungsrente?

von
Harun

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Bruder bezieht zurzeit eine Ewerbsminderungsrente. Er leidet unter Depressionen und ist auch nicht mehr so beweglich wie früher. Er hat alle nötigen Qualifikationen um an einer Fachhochschule studieren zu gehen. Jetzt haben wir uns schon seid einiger Zeit immer wieder mal unter Geschwistern zusammen gesetzt und uns überlegt was er machen kann ohne belastet zu werden. Dabei sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass er bei einem Studium sowohl unter Menschen kommt als auch seine kognitive Einschränkung trainieren. Es wäre sozusagen nicht nur eine Möglichkeit wieder ins Berufsleben zurückzufinden, sondern auch eine art Therapie (nebensächlich) für ihm. Jetzt wäre meine Frage die, ob man trotz Erwerbsminderungsrente studieren gehen darf.
Ich wäre über eine baldige Antwort sehr glücklich.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Harun

von
Fritz

Was sollte dagegen sprechen? Natürlich darf ihr Bruder ein Studium aufnehmen.

von
Harun

Es ist eine volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit.

Experten-Antwort

Hallo Harun,

bei Bezug einer Erwerbsminderungsrente gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen hinsichtlich der Aufnahme eines Studiums. Das gilt auch bei einer vollen Erwerbsminderungsrente auf Zeit.

Allenfalls bei der möglichen Verlängerung der Erwerbsminderungsrente könnte unter Umständen die Frage auftreten, ob sich - da ja ein Studium ausgeübt wird - die Leistungsfähigkeit soweit verbessert hat, dass die Erwerbsminderung nicht mehr im bisher festgestellten Umfang besteht. Insoweit sollte der Studienumfang und -aufwand schon zum tatsächlich bestehenden Leistungsvermögen passen.

von
Harun

Vielen Dank erst einmal für die kompetenten Antworten.
Zu den Leistungsfähigkeit meines Bruders kann ich sagen, dass bei körperliche Tätigkeiten schnell Ermüdungserscheinungen und Unkonzentriertheiten auftreten. Da ein Studium vorwiegend die kognitiven Fähigkeiten beansprucht, erhoffen wir uns, dass er dadurch seine kognitive Fähigkeiten ausbessert und so eventuell auch wieder ins Arbeitsleben zurück findet. Er ist mit seiner jetzigen Situation unzufrieden, was in wiederum auch psychisch belastet. Wir möchten ihm dabei unterstützen wieder einigermaßen auf die Beine zu kommen.
Welche Möglichkeiten würden sich eigentlich seitens der DRV ergeben? Eventuell Eingliederung? Ich muss dazu sagen, dass mein Bruder 3 Kinder hat und verheiratet ist. Eine Reibungslose Fortzahlung wäre vom Vorteil, da auch wir ihn nur bedingt finanziell unterstützen können.
Schöne Grüße
Harun

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