stufenweise Wiedereingliederung

von
Zilli

Hallo,

erste Frage:
Während meiner Widereingliederung bekomme ich ja Übergangsgeld von der DRV. Ich habe auch an Wochenenden Dienst. Wie ist das mit dem Sonntagszuschlag? Der AG zahlt ja kein Gehalt mehr, demzufolge auch keine Zuschäge? Pech gehabt?

zweite Frage:
Wenn ich einen längeren Arzttermin habe und an dem Tag nicht arbeiten kann, muss ich die Zeit vermutlich nicht "nacharbeiten", denn dies ist ja nicht Sinn der WE...?

Gruss Zilli

von
Anton

Beide Fragen kann man mit Ja beantworten.

Wobei man natürlich den Arzttermin auch so legen kann, das dieser außerhalb der stundenweisen WE liegt....

Wenn man z.b. morgens die WE macht, kann man den Arzttermin auch einen durchaus nachmittags wahrnehmen oder umgekehrt.

von
Zilli

Hallo Anton,

danke für die Antwort.
Wenn das so einfach wäre...
Der Arzttermin steht seit Monaten fest (kurzfristig nicht möglich) und ist nachmittag. Es gibt bei uns vormittags keine Arbeitszeit. Selbst wenn ich den Termin auf den Vormittag verlegen könnte, wäre ich gesundheitlich bedingt noch nicht in der Lage, am Nachmittag auch noch auf den Beinen zu sein und zu arbeiten (Arzttermin in einem anderen Ort, muss alles mit öffentl. Verkehrsmitteln und zu Fuss erreichen).
Deshalb nehme ich in solchen Fällen normalerweise 1 Tag Urlaub, was ja während der Wiedereingliederung nicht möglich ist (ursprünglich hatte ich auch Urlaub geplant).

Nun gleich noch eine Frage:
Sind Dienstketten von mehr als 5 Tagen am Stück bei einer 5-Tage-Woche bei der Wiedereingliederung zulässig? Es sind also nicht tatsächlich 2 freie Tage pro Woche, sondern unregelmässig, so wie der normale Dienst? (z.B. 7 oder 8 Tage arbeiten, dann 1 oder 2 Tage frei...).

Gruss Zilli

von
Z

Grundsätzlich ist alles an Arbeitszeiten zulässig was zwischen Ihnen, dem Arbeitgeber und dem Arzt als Zeiten in der WE-Vereinbarung vereinbart wurde.

Die genauen Arbeitsstunden pro Tag und Woche, sowie die gesamte Länge der WE werden ja in der Wiedereingliederungsvereinbarung zwischen allen Parteien vorher vereinbart, schriftlich fixiert und von allen Beteiligten unterschrieben und damit akzeptiert - nicht zuletzt auch von Ihnen.

Sie können die WE aber zu jedem beliebigem Zeitpunkt
- wenn es ihnen alles zuviel wird und Sie es gesundheitlich nicht schaffen -abbrechen , unterbrechen
oder den Plan in Abstimmung mit Arzt und AG auf ihren aktuellen Gesundheitszsutand anpassen/verändern !

Ihren Arzttermin können Sie wahrnehmen wann Sie wollen, da Sie ja während der WE weiter krank geschrieben sind. Der AG muss bei einer WE also immer damit rechnen , das der AN mal nicht da ist weil er einen Arzttermin wahrnehmen muss.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Zilli,

das Übergangsgeld berechnet sich auch in der stufenweisen Wiedereingliederung nach der Bemessungsgrundlage aus der vorangegangenen medizinischen Maßnahme der Rehabilitation, d.h. aktuelle Überstunden/Zuschläge fließen nicht in die Berechnung ein.
Eventuelle gesundheitlich bedingte Ausfallzeiten sind in der Phase der stufenweise Widereingliederung mit dem Rentenversicherungsträger und dem Arbeitgeber abzuklären und führen bei einer Dauer bis zu 7 Tagen nicht zu einer Änderung im vorgesehenen Wiedereingliederungsplan.

von
Zilli

Vielen Dank für alle Antworten.

MfG Zilli