Stufenweise Wiedereingliederung - Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

von
Hase

Liebe Experten,

ich befinde mich gerade in medizinischer Reha. Da laut Arzt meine berufliche Tätigkeit langfristig nicht leidensgerecht ist (Krankenschwester auf Geriatrie mit Bandscheibenvorfall) will er Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Umschulung) beantragen. Ich möchte das auch gerne, komme jedoch stark unter Druck, weil mein Arbeitgeber auf eine Wiedereingliederung drängt - auch mit Einschränkungen in Bezug auf Lagerung. D.h. er würde mich erst einmal überwiegend mit Verwaltungstätigkeiten eindecken. Ich würde diese auch machen, solange über meine Umschulung noch nicht entschieden ist. Laut Sozialarbeiter ist beides zu beantragen (Leistungen zur Teilhabe und Wiedereingliederung) jedoch nicht möglich. Wieso nicht? Ich bitte um Argumentationshilfe.
Danke!

von
Heinerich

Ganz einfach:

Entweder können Sie in Ihren Beruf nicht mehr arbeiten = Umschulung

oder

Sie können in Ihrem Beruf nach der med. Reha wieder arbeiten = Wiedereingliederung

Daher geht beides nicht. Sie müssen einfach das Beste für sich wählen. Ihr Arzt hat ja Ihnen seine Einschätzung mitgeteilt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Hase,
in der Theorie kann eine stufenweise Wiedereingliederung nur am gleichen Arbeitsplatz unter den gleichen Arbeitsbedingungen erfolgen. Bei Ihnen wurde vorgeschlagen, den Arbeitsplatz gesundheitsgerecht anzupassen und die Tätigkeitsmerkmale auf die Verwaltungstätigkeit festzulegen. Es handelt sich bei der Arbeitsplatzanpassung um eine berufsfördernde Leistung.
Ich empfehle Ihnen mit dem Reha-Fachberater des Rentenversicherungsträgers Kontakt aufzunehmen. Erkundigen Sie sich bitte bei dem Sozialdienst in der Reha-Einrichtung nach den Besuchsterminen des DRV Reha-Fachberaters. Ein Antrag auf LTA sollte nach dem geschilderten Sachstand gestellt werden.
Viele Grüße