TaA - sind mehrere Weiterbildungen möglich?

von
Brigitte

Geehrte Experten,

ich nehme seit 2 Monaten an einer TaA teil, die Maßnahme dauert 5 Monate.
Ich habe begonnen Bewerbungen zu schreiben und die Realität ist: Die Weiterbildung ist nicht ausreichend qualifizierend, damit ein Einstieg im Arbeitsmarkt in einem Berufsbild gelingt, dass ich mit meiner Behinderung ausüben kann.

Vor Beginn der jetzigen Weiterbildung war mir dies nicht bewusst. Wird mir die Rentenversicherung eine weitere Weiterbildung finanzieren?
Ist dies Ermessenssache oder habe ich einen Rechtsanspruch (= die Rentenversicherung hat mir eine Qualifikation zu finanzieren, damit ich in einem neuen Berufsbild tätig werden kann, dass ich trotz meiner Behinderung ausüben kann - egal wieviele Weiterbildungen dafür nötig sind?) Wo ist dies gesetzlich geregelt?

Ich möchte umbedingt wieder Arbeiten...

Grüße - Brigitte

von
???

Hier hilft nur ein offenes Gespräch mit Ihrem Berater. Wie die Entscheidung ausfällt, hängt von den konkreten Umständen ab. Sollten Sie z.B. sich die Fortbildung selbst gesucht und gegen den Rat Ihres Beraters durchgesetzt haben, werden Sie keine weitere Fortbildung bekommen. Wurde Ihnen die Maßnahme dagegen von Ihrem Berater empfohlen, sieht die Lage ganz anders aus.

von
Brigitte

Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe mir die Maßnahme zwar selbst gesucht, aber nicht gegen den Willen des Rehaberaters durchgesetzt.

Grundsätzlich ist diese Weiterbildung auch nach wie vor richtig, nur nicht alleine ausreichend. Und dies hat mir vorher auch kein Rehaberater gesagt.
Einen Termin beim Rehaberater habe ich erst Mitte Januar und ich möchte gerne dort informiert auftauchen.

Muss ich evtl. einen Zusatzantrag auf weitere TaA stellen?

von
KSC

aklären Sie das weitere Vorgehen bite mit Ihrem Rehaberater, er wird Ihnen auch mitteilen, ob ggfls. neie Anträge notwendig sind.

PS: selbst wenn Sie eine komplette 2 jährige Umschulung in einen neuen Beruf absolvieren würden, hätten Sie keinerlei Garantie dann einen Arbeitsplatz zu finden.
Da hängt vieles von sonstigen Umständen (Alterm Art Ihrer Erkrankung, Region, usw. ab)

von
???

LTA werden grundsätzlich nach dem Ermessen der DRV bewilligt. Ein Anspruch auf eine konkrete Leistung oder gleich mehrere besteht nicht. Das Ermessen muss natürlich nachvollziehbar sein. Oberstes Ziel ist die Wiederaufnahme einer gesundheitlich passenden Arbeit. Allerdings nicht um jeden Preis, z.B. sind Fortbildungen/Umschulungen nur bis zu einer maximalen Höchstdauer von 2 Jahren förderbar.

Mir ist jetzt nicht ganz klar, was das genaue Problem ist. Sie müssen ja mit der Fortbildung ein Berufsziel angestrebt haben. Reicht diese Fortbildung nun nicht aus, um diesen Beruf auszuüben oder sind Sie zum Schluss gekommen, dass Ihr ursprünglicher Wunschberuf nun doch nicht Ihrem Gesundheitszustand entspricht?
Im ersten Fall sollten Sie Ihre Bewerbungen und die Ablehnungsgründe sorgfältig dokumentieren. Optimal wäre eine Zusage eines AG, der Ihnen eine Einstellung verspricht sobald Sie die Kurse xyz absolviert haben.
Im zweiten Fall sollten Sie sich mit Ihrem Arzt besprechen, wie er die Sache sieht. Eigentlich sollte die DRV vor Bewilligung einer Fortbildung Ihre gesundheitliche Eignung für den Beruf klären. Ist das bei Ihnen geschehen? Was hat Sie dann zu Ihrer neuen Erkenntnis gebracht?

von
Brigitte

Vielen Dank für die Antwort.

Ja, die DRV vor Bewilligung der Weiterbildung meine gesundheitliche Eignung für das gewhlte berufsbild befürwortet.

Und damit kommen wir zum Thema:

Nein ich habe mit der gewählten Weiterbildung keinen konkreten Beruf angestrebt, sondern nur ein Berufsbild.
Die Weiterbildung ist quasi nur eine Zusatzqualifikation. Grundvoraussetzung ist mein vor 20 Jahren abgeschlossenes Hochschulstudium. mit diesem Sudienabschluss habe ich in den letzten 15 Jahren einen Beruf ausgeübt, den ich seit 2 Jahren aufgrund meiner gesundheit nicht mehr ausüben kann.

Daher die TaA, mit der ich in ein Berufsbild einsteigen will, dass ich auch mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen ausüben kann. Die Arbeitsmarktrealität hat nun aber gezeigt, dass außer meinem Studiumabschluss, der derzeit besuchten Weiterbildung noch weitere Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich sind um eine Chance auf einen Arbeitsplatz im neuen Berufsbild zu bekommen.

Die jetzige Weiterbildungsmaßnahme dauert 5 Monate, die weitere noch erforderliche ca. 7 Monate.
Hätte ich mich doch gleich für eine Umschulung entschieden, die 2 Jahre dauert.

Was kann ich ggfs. unternehmen, wenn der Rehaberater Mitte Januar eine weitere Weiterbildungsmaßnahme ablehnt?
Die jetzige Weiterbildungsmaßnahme habe ich auch erst nach Ablehnung mit Widerspruchsverfahren und Anwalt + Gutachter erhalten.
Können Sie sich vorstellen wie grausam und bitter dies für den Betroffenen ist?

Grüße - Brigitte

von
Antijammerlappen

Zitiert von: Brigitte

Vielen Dank für die Antwort.

Ja, die DRV vor Bewilligung der Weiterbildung meine gesundheitliche Eignung für das gewhlte berufsbild befürwortet.

Und damit kommen wir zum Thema:

Nein ich habe mit der gewählten Weiterbildung keinen konkreten Beruf angestrebt, sondern nur ein Berufsbild.
Die Weiterbildung ist quasi nur eine Zusatzqualifikation. Grundvoraussetzung ist mein vor 20 Jahren abgeschlossenes Hochschulstudium. mit diesem Sudienabschluss habe ich in den letzten 15 Jahren einen Beruf ausgeübt, den ich seit 2 Jahren aufgrund meiner gesundheit nicht mehr ausüben kann.

Daher die TaA, mit der ich in ein Berufsbild einsteigen will, dass ich auch mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen ausüben kann. Die Arbeitsmarktrealität hat nun aber gezeigt, dass außer meinem Studiumabschluss, der derzeit besuchten Weiterbildung noch weitere Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich sind um eine Chance auf einen Arbeitsplatz im neuen Berufsbild zu bekommen.

Die jetzige Weiterbildungsmaßnahme dauert 5 Monate, die weitere noch erforderliche ca. 7 Monate.
Hätte ich mich doch gleich für eine Umschulung entschieden, die 2 Jahre dauert.

Was kann ich ggfs. unternehmen, wenn der Rehaberater Mitte Januar eine weitere Weiterbildungsmaßnahme ablehnt?
Die jetzige Weiterbildungsmaßnahme habe ich auch erst nach Ablehnung mit Widerspruchsverfahren und Anwalt + Gutachter erhalten.
Können Sie sich vorstellen wie grausam und bitter dies für den Betroffenen ist?

Grüße - Brigitte


Keine Angst Sie bekommen eine Weiterbildung bis zur Rente.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Brigitte,

um in Ihren Fall eine detaillierte Auskunft zu geben, fehlen die Hintergrundinformationen.
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen bis zu wieviele Weiterbildungsmaßnahmen jemand bekommen kann. Grundsätzlich ist aber die Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit bei der Förderung jeder Weiterbildungsmaßnahme zu beachten.
Besprechen Sie daher Ihre Situation eingehend mit Ihrem Fachberater

von
Brigitte

Sehr geehrte Experten,

sollte die derzeitige 5 monatige TaA nicht ausreichend sein um einen Arbeit in einem neuen Beruf ausführen zu können..

und der Rehaberater eine weitere TaA ablehnen. welche Rechtsmittel kann ich dagegen einlegen?
Eine Berufsfindung und/ oder eine Eignungsprüfung hat bisher nicht stattgefunden.
Sollte dies vielleicht jetzt noch geschehen?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen - Brigitte

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Brigitte,

sollten weitere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben abgelehnt werden, können Sie jederzeit Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen. Sinnvoll wäre es auf aber alle Fälle, dass die weitere Qualifizierungsmaßnahme auf die Vorherige aufbaut. Ob eine Berufsfindung oder Eignungsabklärung erforderlich ist, müssen Sie mit Ihrem zuständigen Fachberater besprechen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Brigitte,

sollten weitere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben abgelehnt werden, können Sie jederzeit Widerspruch gegen diese Entscheidung einlegen. Sinnvoll wäre es aber auf alle Fälle, dass die weitere Qualifizierungsmaßnahme auf die Vorherige aufbaut. Ob eine Berufsfindung oder Eignungsabklärung erforderlich ist, müssen Sie mit Ihrem zuständigen Fachberater besprechen.

von
Brigitte

Nun, ich habe am Montag ein Gespräch bei meiner Rehaberaterin und nach unserem letzten Telefongespräch befürchte ich, dass es zu einer Ablehnung einer weiteren Weiterbildungsmaßnahme kommt. Dies würde für mich bedeuten, dass ich wieder in meinem alten Beruf arbeiten muss und bei meiner von Erwerbsminderung bedrohten Arbeitskraft nur ein Existenzminimum verdiene (ich bin selbständig, einen Anspruch auf ALG habe ich auch nicht).

Wie kann ich verfahren, wenn die Rehaberaterin ihre Ablehnung nur mündlich ausspricht? Ein Schreiben an die DRV Bund schicken?

Ich habe die jetzige 5 monatige Maßnahme nur im Widerspruchsverfahren mit Anwalt erreicht. Dies hat 1 Jahr gedauert.

Hoffentlich wird dies nicht wieder geschehen.

Viele Grüße - Brigitte

von
???

Sagen Sie Ihrer Beraterin, dass Sie einen rechtmittelfähigen Bescheid möchten. Notfalls fordern Sie den schriftlich ein.

"Ich habe die jetzige 5 monatige Maßnahme nur im Widerspruchsverfahren mit Anwalt erreicht."
"Ich habe mir die Maßnahme zwar selbst gesucht, aber nicht gegen den Willen des Rehaberaters durchgesetzt."

Diese 2 Aussagen widersprechen sich für mich. Ihre derzeitige Maßnahme ist zuerst abgelehnt worden. Jetzt eine Nachbesserung zu verlangen, ist natürlich ungleich problematischer als wenn Sie Ihre Fortbildung vorgeschlagen hätten und der Berater gesagt hätte "Klingt gut, das wird gemacht". Da Sie jetzt schon jammern "Hätte ich mich doch gleich für eine Umschulung entschieden, die 2 Jahre dauert ", sollten Sie sich vielleicht erstmal gründlich (!!!) informieren, was Sie wollen und brauchen. Ohne Nachweise über eine intensive Bewerbungstätigkeit und darüber, dass Sie wegen fehlender Qualifikation abgelehnt werden, werden Sie schlechte Karten haben.

von
Brigitte

Hallo,

ja, ich war nun tatsächlich gestern beim Rehaberater.

Meine originäre Rehaberaterin war krank und die Kollegin ein Drachen..
Sie kannte mich schon von vor 2,5 Jahren, als ich bei ihr ein Beratungsgespräch hatte, dass zu einem Ablehnungsbescheid der DRV führte. Das Einschalten eines Anwalts und ein Widerspruchsverfahren führte zur jetzigen Weiterbildung.

Ihre Vorstellung: Ich mache meine momentane Weiterbildung zu Ende. Sollte ich bis zum
Ende dieser Weiterbildungsmaßnahme keine Praktikumsstelle oder keinen Job haben,
kann ich max. 3 Monate Anschlussübergangsgeld beziehen und eine intensive Bewerbungsphase
starten. Eine weitere Weiterbildung wurde explzit abgelehnt.
Aber: Sollten meine Bewerbungsbemühungen nicht bis ca. 5-6 Monate nach Beendigung der Weiterbildung
erfolgreich sein, würde mir die DRV Bund eine 7 monatige Maßnahme zur "Beruflichen Rehabilitation"
incl. Praktikum finanzieren.

Meine Fragen:

1. Wovon soll ich nach Beendigung und vor Beginn der Maßnahme zur "Beruflichen Rehabilitation"
leben? Ich war selbständig und habe keinen Anspruch auf ALG.

Die Rehaberaterin(Vertretung) lächelte mich höhnisch an und antwortete: Harz IV

2. Können Sie mir von Ihren Erfahrungen bei Maßnahmen zur "Beruflichen Rehabilitation" incl. Praktikum
berichten?

Mündet dieses Praktikum in jedem Fall in eine Festanstellung?
Und:Ist dieses Praktikum mir als Akademikerin mit 25 Jahren Berufserfahrung zumutbar?

Ich bin nicht schwerbehindert und möchte keine Aushilfstätigkeiten ausführen.
ich darf lediglich nicht mehr ständig schwer Tragen, was bei meinem Beruf mit viel Reiseaufwand der Fall war.

3. Gibt es nicht doch einen Weg eine weitere Weiterbildung zu erhalten, um dann
tatsächlich auf dem Arbeitsmarkt eine Chance zu haben? Die jetzige ist definitiv nicht ausreichend und mündet wie dargelegt in Hartz IV.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte