Tagesmutter/Verzicht auf Versicherungsfreiheit

von
tejolo

Meine Frau arbeitet als Tagesmutter. Dabei wird die Einkommensgrenze von 400€/Mo nicht überschritten. Somit besteht eine versicherungsfreie Tätigkeit (selbstständig).
Besteht die Möglichkeit, Rentenbeiträge zu zahlen? Wenn ja, wie viel an wen? Welche Rentenansprüche werden erworden (Basis Einkommen 400€/Mo, Alter 38J.)? Welche weiteren Anrechte werden erworden?
mfg
tejolo

von
Schiko.

Grundsätzlich gilt als vollwertiger rentenbeitrag
im monat 79,60.

Dies sind genau 19,90%
aus 400, zugleich die grenze
für einen geringverdiener job.

Bekanntlich zahlt hierzu der
arbeitgeber 15%, mit der auf-
stockung von 4,90% wird der
vollbeitrag von 19,90% er-
reicht.
Im genannten fall ist dies ein
freiwilliger beitrag und ein
rentenzuwachs von jährlich
4,19 euro.

MfG.

von
Schade

lieber Schiko,

leider hat tejolo nicht von einem Minijob gesprochen, sondern von einer geringfügigen selbständigen Tätigkeit.

Und da gibt es keinen Arbeitgeber, der ein 15% Pauschale zahlt und daher auch keine Aufstockung auf 19,9%.

Somit bliebe nur die ganz normale freiwillige Versicherung ab 79,60 € monatlich.

Tejolo sollte sich individuell bei einer Beratungsstelle der RV erkundigen.

Experten-Antwort

Genau.
Vermutlich liegt in der Tat eine dem Grunde nach versicherungspflichtige Tätigkeit vor, welche der RV angezeigt werden muss (§ 2 S. 1. Nr. 1, § 190a SGB VI). Liegt Versicherungsfreiheit wegen Geringfügigkeit vor, können nur freiwillige Beiträge gezahlt werden. Um zu schauen, welche Risiken damit abgesichert werden, sollte in der Tat eine einzelfallbezogene Beratung in der Auskunfts- und Beratungsstelle gesucht werden.