Tantieme aus Geschäftsübergabe bei Rente ab 63

von
Wolfram Dorner

Ich bin selbständig und auf Antrag pflichtversichert. Demnächst werde ich 63 und will mit Abschlägen in Rente gehen. Das letzte Projekt und die beiden Angestellten werden von einer anderen Firma übernommen, welche meiner Firma (eine GmbH) für eine Übergangszeit eine Provision bezahlen soll. Meine Firma wird zum Rentenbeginn liquidiert, erhält aber noch vor endgültiger Löschung die Provisionszahlungen bzw. den Kaufpreis für die Geschäftsübergabe. Geht das überhaupt oder werden die Provisionen als versicherungspflichtiges Einkommen bewertet? Arbeiten werde ich nicht mehr - auch nicht in anleitender Funktion. Es gibt nur noch einen Schrank im Keller, in welchem die Unterlagen 10 Jahre lang aufbewahrt werden und ein Konto, auf dem noch eine Weile Provisionen eingehen. Ich selbst bekomme eine Betriebsrente aus meiner GmbH i.L.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Wolfram Dorner,

eine vorzeitige Altersrente mit 63 Jahren ist an Hinzuverdienstgrenzen gebunden, sofern der Anspruchsinhaber die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat. Wir gehen davon aus, dass Sie dem Geburtsjahrgang 1951 angehören, womit Sie die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und 5 Monaten erreichen.
Bis zu diesem Zeitpunkt gilt die generelle Hinzuverdienstgrenze von 450 EUR monatlich.

Bei höheren Einkünften, wäre ggf. eine Teilrente zu gewähren.

Falls Sie vor Erreichen der Regelaltersgrenze nun eine Provision beziehen, wäre diese als Einkommen im Sinne des § 14 Sozialgesetzbuch IV zu sehen, da Provisionen grundsätzlich zum Arbeitsentgelt nach dieser Vorschrift zählen.