Taxikosten für ambulante Reha?

von
Gaby1964

Guten Tag,

ich habe im Mai letzten Jahres eine ambulante Reha beantragt, ambulant weil ich schulpflichtige Kinder habe und mein Mann im 3-Schichtsystem arbeitet. Außerdem ist die Doppelbelastung Job, Kind und Haushalt eins meiner Hauptprobleme. Mit ist dieser Stress zu viel und das wirkt sich auf meine Konzentration, bzw. mein Kurzzeitgedächtnis aus.
Bei einer stationären Reha hätte ich diese Belastungen nicht und die Ärzte vor Ort erleben mich nicht im normal Zustand. Mein Psychologe befürwortet ausdrücklich eine ambulante Reha.
Beim 1. mal ist mir eine stationäre Reha genehmigt worden ohne Berücksichtigung der Kinder. Ich hatte eine ambulante Rehaklinik hier in der Nähe angegeben, hatte dort schon ein Vorgespräch, das Haus verfügt über einen Fahrdienst der mich auch bis zur Schule der Kinder gebracht hätte.
Ich habe einen Umstellungsantrag gestellt der jetzt genehmigt wurde in ambulant. Allerdings hat man nicht die von mir angegebene Klinik hier im Ort genommen, sondern eine ganz andere die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur ganz schwer zu erreichen ist. Einen Fahrdienst hat die Klinik nicht. Mit dem Auto bez. Taxi wäre ich in 20 Min da. Mit dem Bus brauche ich 1 1/2 Stunden da ich ein paar mal umsteigen muss.
Habe ich die Chance jeden Tag mit dem Taxi zu fahren? Ich muss ja auch die Kinder von der Schule holen, bzw. bringen je nach Schichtdienst meines Mannes. Wenn ich mit dem Bus fahre bin ich morgens nicht vor 09.30 Uhr da und Mittags müsste ich um 13 Uhr wieder los. Mit dem Taxi wäre das alles gut machbar.
Beide Kliniken sind übrigens spezialisiert auf Psychosomatik. Beim Umstellungsantrag habe ich sogar die Kontaktdaten der Oberärztin mit der ich das Vorgespräch hatte angegeben. Warum ich jetzt auch beim 2. mal nicht in diese Klinik komme wie ich nicht. Selbst mein Psychologe findet diese Klinik für mich ideal.

von
Nahla

Dann legen Sie Widerspruch gegen die benannte Klinik ein und bitten um Genehmigung, die Reha in Ihrer "Wunschklinik" machen zu dürfen - so in dem Stil, "ich danke für die Bewilligung der ambulanten Reha, bin aber nicht einverstanden mit der von Ihnen gewählten Einrichtung, die für mich nur sehr schwer und langwierig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Auch mein behandelnder Arzt befürwortet die xy-Klinik, in der ich auch bereits ein Vorabgespräch mit Frau Dr. abc hatte.

Bitte ändern Sie den Bewilligungsbescheid auf diese Klinik ab. Ich erwarte diesen bis spätestens 21.02.2016). Alternativ bitte ich vorab um Genehmigung der täglichen Fahrtkosten per Taxi, sollten Sie an der Klinik festhalten."

Alles Gute

von
KSC

Ob so ne Reha was bringt?

Neben dem Rehaprogramm noch das komplette Programm dahei mit Kinder zur Schule bringen, Hausaufgaben, am besten noch Kochen und Einkaufen, Partner, u.v.m. - da kann man schon Zweifel am Erfolg dieser Reha haben.

von
Gaby1964

Das sind dann aber die realistischen Alltagsbedingungen. Ich bin jetzt seit über 1 Jahr zu Hause (mit 3 Tagen Arbeitsunterbrechung). Ich gestallte mir meinen Tag nach meinem Leistungsvermögen, deswegen bin ich zur Zeit absolut stabil und mir geht es gut.
Sobald die Doppelbelastung da ist geht wieder nichts mehr. Und genau so soll mich die Reha sehen.
Mein Psychologe meint 5 Wochen Stationär, kein Stress, keinen Alltag, da geht es mir dann gut und alles ist prima. Zu Hause unter Arbeitsbedingungen ist dann nach 2 Wochen wieder Schicht im Schacht.

von
Angela

Wie alt sind die Kinder?

von
KSC

In einer reha geht es aber doch gerade darum nicht die realistischen Alltagsbedingungen vorzu finden, oder hab ich da was nicht verstanden?

Wollen Sie der Rehaklinik beweisen, dass ambulante Reha und Familie gleichzeitig Stress sind?
Was ist denn Ihr Ziel?
Vielleicht muss sich ja am Job etwas ändern, wenn der nicht kompatibel mit Haushalt und Famolie ist?

von
ICKE

Zitiert von: Gaby1964

Außerdem ist die Doppelbelastung Job, Kind und Haushalt eins meiner Hauptprobleme. Mit ist dieser Stress zu viel

dann frage ich mich ernsthaft, was Sie dann von einer ambulanten Reha erwarten, denn wenn Sie Ihren Job für die Zeit der Reha durch die Reha ersetzen und im Übrigen alles gleich bleibt (Doppelbelastung, Kinder , Haushalt etc.) wird Ihnen die Reha keine Besserung bringen.

Manchmal ist so eine stationäre Reha schon sehr sinnvoll, vor allem bei psychosomatischen Erkrankungen...

von
Gaby1964

Zitiert von: Angela

Wie alt sind die Kinder?

Ich habe 6 jährige Zwillinge.

von
Gaby1964

Zitiert von: ICKE

Zitiert von: Gaby1964

Außerdem ist die Doppelbelastung Job, Kind und Haushalt eins meiner Hauptprobleme. Mit ist dieser Stress zu viel

dann frage ich mich ernsthaft, was Sie dann von einer ambulanten Reha erwarten, denn wenn Sie Ihren Job für die Zeit der Reha durch die Reha ersetzen und im Übrigen alles gleich bleibt (Doppelbelastung, Kinder , Haushalt etc.) wird Ihnen die Reha keine Besserung bringen.

Manchmal ist so eine stationäre Reha schon sehr sinnvoll, vor allem bei psychosomatischen Erkrankungen...

Ursprünglich habe ich Teilhabe am Arbeitsleben beantragt. Daraus ist jetzt erst mal eine medizinische Reha geworden.
Ich habe sowohl vom Arzt als auch vom Arbeitsamt ein Gutachten über diverse Leistungsminderungen. Kein Stress, keine sozio-emotionale Kompetenz, keine Verantwortung, 3 bis unter 6 Stunden arbeitsfähig.
Ich hoffe das ich nach der Reha noch eine Teilhabe bekomme. Das ich eventuell eine Empfehlung für den Integrationsfachdienst bekomme, der eben ohne Empfehlung so ohne weiteres nicht tätig werden darf.
Ich brauche Hilfe eine Arbeitsstelle zu finden die mich mit diesen Einschränkungen einstellt. Das schaffe ich nicht alleine, alle Bewerbungen haben bisher keinen Erfolg gebracht. Wer stellt schon jemanden ein der nicht voll Leistungsfähig ist.
Die Reha kann mir hoffentlich dabei helfen. Das Arbeitsamt hat mir trotz Gutachten nicht weiter geholfen, erst wenn Reha-Bedarf vorliegt können Sie mich angeblich in das interne Reha-Team holen und mich ganz anders vermitteln. Auch der Integrationsfachdienst braucht eine ausdrückliche Empfehlung.

von
Gaby1964

Zitiert von: KSC

In einer reha geht es aber doch gerade darum nicht die realistischen Alltagsbedingungen vorzu finden, oder hab ich da was nicht verstanden?

Wollen Sie der Rehaklinik beweisen, dass ambulante Reha und Familie gleichzeitig Stress sind?
Was ist denn Ihr Ziel?
Vielleicht muss sich ja am Job etwas ändern, wenn der nicht kompatibel mit Haushalt und Famolie ist?

Auf jeden Fall muss sich künftig am Job was ändern. Deswegen hoffe ich nach der med. Reha ja auch auf eine berufliche Reha.
Ich möchte auf jeden Fall eine Arbeits/belastungserprobung machen um heraus zu finden auf welche Stellen ich mich bewerben kann.
Das weiß ich zur Zeit nämlich nicht, bzw. bin ich alleine damit überfordert.
Vom Arbeitsamt kam immer nur, sie wissen ja was sie alles nicht machen sollen/können, passen sie bitte ihre Bewerbungen dementsprechend an.

von
Achill

Ihm Rahmen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, nach der die Rentenversicherungsträger arbeiten müssen werden Ihnen vermutlich keine Taxikosten erstattet. Taxikosten werden vermutlich teurer sein als eine stationäre Reha.

Sollten Sie diese Begründung einreichen, kann es sogar passieren das Ihnen die Zusage für eine Maßnahme entzogen wird, da Sie ja nicht auf eine Besserung Ihres Gesundheitszustands abzielen, sondern eher darauf zu beweisen das es mit der Familie nicht geht.

Eine berufliche Rehabilitation, wird nur genehmigt wenn Sie in Ihrem letzten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, dass hat nichts mit Ihrer persönlichen Situation (Zwillinge und Schichtarbeit Ihres Mannes zu tun)

Während der medizinischen Rehabilitation besteht außerdem die Möglichkeit der Haushaltshilfe, Information dafür bekommen Sie bei Ihrem zuständigen Sachberarbeiter.

Ich würde Ihnen trotzdem dringend empfehlen die ganze Sache nochmal zu überdenkden und ob das alles überhaupt einen Sinn macht. Wie schon geschrieben wurde ist der Sinn einer Reha Ihren Gesundheitszustand zu verbessern.

von
Gaby1964

Es ist nicht in meinem Sinne der DRV unnötige Kosten zu verursachen.
Eine berufliche Teilhabe in Form einer Eingliederung ins Arbeitsleben in Form einer Stellenvermittlung hätte mir völlig genügt. Ich möchte keine Umschulung, keine Rente.
Was ist nicht verstehe ist, wieso ich nicht in die Klinik kann die für mich viel einfacher zu erreichen ist.
Ich hatte ein Vorgespräch mit der dortigen Oberärztin, alles hätte sehr gut gepasst. Die Rehazeiten hätten sich mit den Schulzeiten der Kinder wunderbar vereinbaren lassen. Fahrdienst vorhanden, alles bestens.
Jetzt schickt man mich in eine Klinik die nur sehr schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, den letzten Kilometer muss man sogar zu Fuß laufen. Macht mir ja nichts aus, aber es unheimlich Zeit intensiv.
Ich habe angegeben das ich Kinder habe die zur Schule gehen, warum kann man nicht wenigstens in der Organisation ein bisschen Rücksicht darauf nehmen.
Reha-Klinik Nr. 1, für mich gut zu erreichen und von der Zeit her prima machbar.
Reha-Klinik Nr. 2, katastrophal zu erreichen und Stress vorprogrammiert.
Mehr als 2x Reha-Klinik 1 vorschlagen kann ich doch nicht.
Beim 1. mal hat man glatt vergessen das ich Kinder habe. Die waren in der stationären Einrichtung ja nicht mal mit eingeplant, obwohl ich das extra im Antrag vermerkt habe. Beim 2. mal habe ich alles noch mal angegeben, auch das Reha-Klinik Nr. 1 ambulant gut machbar ist und ich schon vor Ort war.
Jetzt heißt es halt gucken wie es geht, ich hätte es auch gerne anders gehabt. Zumal eigentlich bekannt sein sollte das diese Reha nur sehr schlecht zu erreichen ist. Ich bin nicht mal gefragt worden ob ich ein Auto habe.

von
???.

Reha ist nun mal kein Wunschkonzert. Die RV-Träger müssen die Wirtschaftlichkeit beachten. 2 Kinder die tagsüber in der Schule sind- wo ist da ein Dauerstress.Insofern Sie berufstätig sind, haben Sie nachmittags Zeit für die Kinder und im Haushalt kann auch ein Mann im Schichtdienst behilflich sein. Sollten Sie nicht berufstätig sein, haben Sie genügend Zeit für den Haushalt und auch Zeit für Ihre Kinder. Es gibt so viele berufstätige Mütter, die auch auch Haushalt , Job und Kinder unter einen Dach bringen. Nur von einer Reha zur nächsten löst Ihr Problem nicht.Ich empfehle Einberufung eines Familienrates.Alle Mütter in Frührente ?????

von
Gaby1964

Die Zwillinge sind nicht meine einzigen Kinder, mein ältester Sohn ist 31 Jahre. Ich habe immer Job, Kinder und Haushalt unter einen Hut gebracht, seit über 25 Jahren.
Selbst mein Sohn vor 10 Jahren im Alter von 6 1/2 Jahren gestorben ist habe bis 1 Woche vor seinem Tod und 2 Wochen nach seinem Tod wieder gearbeitet.
Wie sie sagen andere Mütter schaffen das auch, aber jetzt geht es bei mir eben gerade nicht mehr.
Ich habe massive Probleme im Job. Die letzten 6 Arbeitsstellen hatte ich kein Jahr.
Den Anforderungen nicht gewachsen, zu langsam, zu unkonzentriert, zu viele Fehler. Nicht tragbar für die Firma. Das war die Resonanz die ich bekommen habe.

Es war für mich nicht einfach. Jeden Tag auf der Arbeit zu hören, sie müssen schneller sein, besser sein, das geht so nicht sonst können sie sich morgen die Papiere abholen und am Ende wird man doch entlassen.
Ich habe mein bestes gegeben, mehr geht zur Zeit nicht. Mein Arzt schreibt mich sicher nicht AU wenn alles bestens wäre.

von
Gaby1964

Zitiert von: ???.

Reha ist nun mal kein Wunschkonzert. Die RV-Träger müssen die Wirtschaftlichkeit beachten. 2 Kinder die tagsüber in der Schule sind- wo ist da ein Dauerstress.Insofern Sie berufstätig sind, haben Sie nachmittags Zeit für die Kinder und im Haushalt kann auch ein Mann im Schichtdienst behilflich sein. Sollten Sie nicht berufstätig sein, haben Sie genügend Zeit für den Haushalt und auch Zeit für Ihre Kinder. Es gibt so viele berufstätige Mütter, die auch auch Haushalt , Job und Kinder unter einen Dach bringen. Nur von einer Reha zur nächsten löst Ihr Problem nicht.Ich empfehle Einberufung eines Familienrates.Alle Mütter in Frührente ?????

Ich gehe nicht von einer Reha in die nächste, dies ist meine erste Reha. Und ich will ganz sicher nicht in Rente!!

von
Achill

Wenn Ihre Wunschklinik keine Anerkennung bei der Deutschen Rentenversicherung hat, wird diese auch nicht belegt.

von
Gaby1964

So ich habe jetzt ein Gespräch mit der Reha-Klinik gehabt.
Ich habe ihnen mein Anliegen geschildert und auch das durch die schlecht Erreichbarkeit das ganze wohl etwas sportlich werden wird.
Mein Psychologe war auch von dieser Einrichtung nicht begeistert, vor allem weil dort keine Belastungs- bzw. Arbeiterprobung gemacht wird. DAS steht bei mir aber an aller erster Stelle weil dies am wichtigsten ist.
Die Reha meinte ich soll mir keine Sorgen machen sie habe mehrere Mütter mit Schulkindern die alle ambulant kommen. Da kann man am Therapieplan schon was machen. Sie würden das schon hinbekommen.
Die Reha-Klinik die ich vorgeschlagen habe ist auch eine Beleg-Klinik der DRV. Mein Psychologe versteht es nicht, dort wäre eine Arbeitserprobung gemacht worden.

Ich werde jetzt die Reha in der mir zugewiesenen Reha antreten und mich überraschen lassen. Irgendwie wird es schon gehen. Man hat mir ja beruhigt das man Rücksicht auf die schlechte Erreichbarkeit und die Schulzeiten meiner Kinder nehmen wird.