teil erwerbsminderungs rente

von
silvie 1

hallo!
ich bin 60 & schwerbehindert mit merkz.G
aufgrund chron.poliarthritis und bandscheiben OP wirbelsäule.ich arbeite 130 stunden im verkauf. ist es möglich auf 100 stunden zu reduzieren ohne geld zu verlieren?konkret:bekäme ich für die fehlenden 30 stunden erwerbsminderungs rente?
grüße silvie 1

von
Rosanna

Hallo silvie 1,

zunächst müßte doch erst einmal geprüft werden, ob Sie ÜBERHAUPT eine EM-Rente bekommen (können)!

Wenn Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen (mind. 5 Jahre Beitragszeiten - inkl. Kindererziehungszeiten - , in den letzten 5 Jahren mindestens 36 Pflichtbeiträge) und aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können, sollten Sie einen formellen Rentenantrag stellen. Dann muss zunächst geprüft werden, ob Sie erwerbsgemindert im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung sind.

>>konkret:bekäme ich für die fehlenden 30 stunden erwerbsminderungs rente?<<

Das ist fraglich. Denn wenn Sie noch 100 Stunden in Ihrem bisherigen Beruf arbeiten können, dürfte kaum Erwerbsminderung vorliegen. Aber wie gesagt, dies müßte vom Med. Dienst der DRV geprüft werden.

Wenn Sie 60 Jahre alt sind, könnten Sie auch die Altersrente für schwerbehinderte Menschen in Anspruch nehmen, ggfls. mit einem Abschlag von 10,8 %. Sind Sie vor dem 17.11.1950 geboren und waren am 16.11.2000 mind. 50 % schwerbehindert, erhalten Sie diese AR abschlagsfrei ab dem 60. Lebensjahr (Vertrauensschutz).

Aufgrund der dürftigen Angaben in Ihrem Beitrag kann ich aber leider keine weitere Stellungnahme abgeben.

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung - darauf zielte in erster Linie Ihre Frage - erhält bei Erfüllung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (Wartezeit von 60 Kalendermonaten Versicherungszeit, sog. 3/5-Belegung mit Pflichtbeiträgen) auf Antrag derjenige, der aus medizinischen Gründen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitstäglich nicht mehr mindestens 6 Stunden erwerbstätig sein kann, wenn er einen Teilzeitarbeitsplatz inne hat (der Arbeitsmarkt für ihn also nicht verschlossen ist und deshalb nicht sogar volle Erwerbsminderung bei ihm vorliegt). Diese Rente ist der Höhe nach so bemessen, dass sie den gesundheitsbedingten Einkommensverlust des Rentners ausgleichen soll.

Wird neben der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung weiterhin oder wieder eine Beschäftigung oder Tätigkeit ausgeübt, ist die Rente in Abhängigkeit von der Höhe der erzielten Einkünfte entweder als Vollrente (in voller Höhe) oder als Teilrente (in hälftiger Höhe) zu leisten. Wird jedoch auch die Hinzuverdienstgrenze für die Teilrente überschritten, besteht zwar der Rentenanspruch dem Grunde nach weiter; die Rente wird dann aber nicht mehr gezahlt.

Bei den für diese Regelung maßgeblichen Hinzuverdienstgrenzen unterscheidet das Gesetz zwischen allgemeinen und individuellen. Die allgemeinen (Mindest-) Hinzuverdienstgrenzen belaufen sich für eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung aktuell auf 857,33 Euro (Wert "West") bzw. 753,39 Euro (Wert "Ost") im Falle einer Vollrente und 1.043,70 Euro (Wert "West") bzw. 917,17 Euro (Wert "Ost") im Falle einer Teilrente. Die individuellen Hinzuverdienstgrenzen richten sich indes nach den Bruttoarbeitsverdiensten der letzten 3 Kalenderjahre vor Eintritt der Erwerbs-minderung, so dass ihre Höhe erst im Leistungsfall durch den Rentenversicherungsträger bestimmt werden kann.

von
silvie1

hallo rosanna!
erstmal vielen dank für die antwort.ich arbeite seit 31 jahren und habe meine pflichtbeiträge gezahlt.ich wollte nur wissen ob ich eine chance hätte daß ich von 130 auf 100 stunden reduzieren kann
und die 30 stunden als teil erwerbsminderung bekomme.weil aufgrund meiner krankheit mir die arbeit immer schwerer fällt und ganz auf das geld verzichten kann ich auch nicht.aber danke nochmal für ihre hilfe
mfg silvie 1