Teil-Erwerbsminderungsrente gestrichen

von
Gabi Müller

Ich habe eine befristete Teil-Erwerbsminderungsrente zugesprochen bekomme; arbeitete bis vor kurzem 24 Std./Woche. Nun habe ich meine Arbeitszeit auf 32 Wochenstunden erhöht; somit wird mir die Teil-Erwerbsminderungsrente wohl gestrichen werden. Finanziell habe ich damit nun kein Problem. Aber ich verstehe nicht (vielleicht bin ich auch nur begriffsstutzig), wie das dann weitergeht. Von meinem Teilzeitgehalt zahle ich meine Rentenbeiträge -wegen Teilzeit ist das nicht viel, was da angesammelt wird. Ruht nun nur die bisherige Zahlung und die ausgerechnete Rente bleibt bis Renteneintritt und wird dann wieder gezahlt?? Da ich ja nur Teilzeit arbeite, kann ich nicht viele Entgeltpunkte sammeln.......Fragen über Fragen.......Der Vollständigkeit halber: ich bin 35 Jahre alt.
Vielen Dank für eine Erklärung.

von
HotRod

Zitiert von: Gabi Müller

Nun habe ich meine Arbeitszeit auf 32 Wochenstunden erhöht; somit wird mir die Teil-Erwerbsminderungsrente wohl gestrichen werden.

Prust, heute sind wohl nur arbeitswütige EM-Rentner unterwegs, die den wahren Wert ihrer Rente nicht zu schätzen wissen.

Reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit auf 29 Wochenstunden und Ihre volle Rente bleibt Ihnen erhalten !
Wenn Sie Ihre volle Rente behalten und einen Minijob ausüben, haben Sie fast das gleiche Geld !

von
W*lfgang

Zitiert von: HotRod
Prust, heute sind wohl nur arbeitswütige EM-Rentner unterwegs,
...die wollen wenigstens noch was aus Ihrem Leben machen, das Forum für arbeitsunwillige ALG2ler ist ja wohl auch ein anderes ;-)

Gruß
w.

von
eos

Zitiert von: HotRod

Reduzieren Sie Ihre Arbeitszeit auf 29 Wochenstunden und Ihre volle Rente bleibt Ihnen erhalten !


Eine sehr gewagte Aussage. Es kommt nicht darauf an, wie viele Stunden Sie leisten, sondern wie viele Stunden sie zu leisten in der Lage wären.
Wenn jemand von einst 24 Stunden auf 32 Stunden aufstockt und dann wieder (der Rente wegen) auf 29 Stunden reduziert, dann muss man sich ehrlicherweise - ganz objektiv betrachten - fragen, ob der Rentenbezieher nicht aus gesundheitlichen Gründen in der Lage wäre doch mehr zu arbeiten (d.h. 6 Stunden und mehr / täglich).
Nur die Arbeitszeit reduzieren, bringt persé nicht die Rente zurück.

Sie schreiben, dass die "die Teil-Erwerbsminderungsrente -- wohl -- gestrichen" wird. Heißt also, dass Sie noch gar keinen Bescheid (über die Entziehung) erhalten haben, richtig?

Variante A) Eine von Ihnen geschilderte "Nullzahlung" erfolgt nur dann, wenn zwar aus medizinischen Gründen die Voraussetzungen für die EM-Rente erfüllt sind, aber nur auf Grund des Hinzuverdienstes sämtliche Grenzen überschritten werden (wobei das Recht sich hier ab 01.07.2017 ändern wird). Sofern später wieder (irgendeine) Hinzuverdienstgrenze eingehalten wird, erfolgt die Berechnung er Zahlung aus den bereits festgestellten Entgeltpunkten (weil in der Regel bei dieser Kombination kein neuer Leistungsfall festgestellt wird).

Variante B) Für den Fall, dass die Rente "entzogen" wird (sogenannter "Entziehungsbescheid"), weil die medizinischen Voraussetzungen der EM-Rente nicht mehr gegeben sind, läuft die Rente dann im Hintergrund auch nicht mehr weiter. Sie ist einfach weg. In diesem Fall würde bei einen späteren Rentenanspruch die Rentenberechnung nach dem dann gültigen Recht komplett neu berechnet werden, wobei es hier einen gewissen Besitzschutz gibt, wenn zwischen dem Ende der alten Rente und Beginn der neuen Rente nicht mehr als 2 Jahre liegen). Wenn die dann zu berechnenden Entgeltpunkte nur aus Beschäftigungen resultieren, die im Rahmen einer Teilzeittätigkeit erworben wurden, ist das für die Rentenberechnung, salopp gesagt, egal. Bei der Rentenberechnung gibt es keine Unterscheidung hierfür; es kommt einfach nur auf das Bruttoentgelt an.

Unabhängig davon: Sofern noch nicht geschehen, sind Sie im Rahmen Ihrer Mitteilungspflicht und Mitwirkungspflichten aufgefordert aktiv dem Rentenversicherungsträger die neuen Modalitäten Ihres Arbeitsverhältnisses mitzuteilen (sowohl Höhe des Hinzuverdienstes als auch zeitlichen Umfang der Arbeitsstunden) - freies Schreiben genügt erstmal hierfür.
Und dann heißt es abwarten. In der Regel lässt sich das der Träger dies vom Arbeitgeber bescheinigen. In Ihrem Fall wird vermutlich noch der medizinischen Dienst eingeschalten mit der Bitte um Prüfung, ob Anspruch auf die Teilweise EM nich besteht, oder ob Sie die Beschäftigung "auf Kosten der Gesundheit"* ausüben.

*für weitere Informationen zu auf "Kosten der Gesundheit" in der FORENSUCHE eingeben.

von
Herr Z.

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: HotRod
Prust, heute sind wohl nur arbeitswütige EM-Rentner unterwegs,
...die wollen wenigstens noch was aus Ihrem Leben machen, das Forum für arbeitsunwillige ALG2ler ist ja wohl auch ein anderes ;-)

Gruß
w.


2015 Untere Lohn-Gruppe für 'Arbeit' wäre EUR 1.975 netto - sonst: Hobby-Helfer

Würden Jobcenter sich nicht so hartnäckig weigern, in Arbeit zu vermitteln, würde es gar nicht so viele Hartzis geben.

Wessen Geschäfts-Modell nicht mal die Bezahlung für "untere Lohn-Gruppe" ermöglicht, hat offenkundig keine auf Gewinn-Erzielung ausgerichtete Unternehmung und betreibt somit nach Finanz-Amt-Standards lediglich ein Hobby.

Weshalb sollten "Behörden" Hobby-Helfer vermitteln dürfen, zudem noch mit Rechts-Folgen-Belehrung ?

Für die Berechnung des Leistungs-Anspruchs bei der ARMEN-Fürsorge wurde früher auf "Lohn-Abstand" zu "unteren Lohn-Gruppen" abgestellt und behauptet, das Leben in der Stadt sei teurer als auf dem Land.

"Untere Lohn-Gruppe" plus Kinder-Geld war doch wohl früher Hartz-IV-fuer-2-Eltern-plus-3-Kinder-plus-Lohn-Abstand.

Ergibt bei Regel-Bedarf somit EUR 360 + 360 + 234 + 234 + 234 = EUR 1.422

Für die Land-Bevölkerung wäre dann auf niedrige Mieten abzustellen:

Wohn-Geld Mieten-Stufe 1 (EUR 561) plus 10 % bei 5 Personen: EUR 617,10

EUR 1.422 + EUR 617,10 = EUR 2.039,10

EUR 2.039,10 - EUR 184 - EUR 184 - EUR 190 = EUR 1.481,10

Fehlt nur noch der Lohn-Abstand.

Bei einem Lohn-Abstand in Höhe von ca. 25 % des Lohnes, müsste dieser Lohn unterer Lohn-Gruppen ca. EUR 1.975 netto pro Monat betragen, bei 168 Stunden pro Monat somit oberhalb von ca. EUR 11,75 netto pro Stunde.

EUR 2.600 brutto pro Monat bringt bei Steuer-Klasse III und 3 Kindern monatlich ca. EUR 1.942 netto.

Herr Z.

von
Herr Z.

55 Jahre immer 43 Stunden pro Woche zum Mindest-Lohn gibt Rente wie Hartz IV
EUR 2.500 brutto pro Monat durch EUR 8,50 Mindest-Lohn = ca. 294 Arbeits-Stunden pro Monat

EUR 2.500 brutto pro Monat X 12 Monate X 35 Jahre = EUR 1.050.000

geteilt durch 55 Jahre = ca. EUR 19.091 pro Jahr

geteilt durch 12 Monate = EUR 1.590,91 brutto

geteilt durch EUR 8,50 = ca. 187 Stunden pro Monat

geteilt durch 30 Tage = ca. 6 Stunden 10 Minuten pro Kalender-Tag

ca. 187 Stunden pro Monat geteilt durch 8 Stunden = 23,375 Arbeits-Tage pro Monat

EUR 19.091 pro Jahr

geteilt durch 52 Wochen = EUR 367,13

geteilt durch EUR 8,50 = ca. 43 Arbeits-Stunden pro Woche

Wer 55 Jahre lang für 43 Stunden pro Woche Mindest-Lohn von EUR 8,50 brutto verdient, bekommt nach 55 Jahren Rente auf Höhe von Hartz IV.

"Das Armutsrisiko künftiger Rentnergenerationen ist nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" erheblich höher als bislang bekannt. Ab dem Jahr 2030 erhielten selbst Arbeitnehmer, die 2500 Euro brutto im Monat verdient und 35 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, nur eine Rente in Höhe des Grundsicherungsbetrags von 688 Euro. Die Zeitung beruft sich dabei auf neueste Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums."

Quelle und Volltext:
http://www.tagesschau.de/inland/altersarmut116.html

EUR 1.590,91 brutto

= EUR 1.144,83 netto

minus EUR 300 Frei-Beträge

= EUR 844,83 anrechnungs-fähig

minus EUR 391 Regel-Bedarf

= EUR 453,83

Vergleichs-Wert Wohn-Geld Mieten-Stufe VI EUR 407 plus 10 % = EUR 447,70

Fehlen noch EUR 6,13 bis zur Berechtigung zum Aufstocken, was z.B. bei Mehr-Bedarf für Warmwasser (EUR 8,99) schon der Fall wäre.

http://www.harald-thome.de/media/files/RB-Warmwasser-Mehr-Bedarf-2011-2012-2013-2014.pdf

Also 55 Jahre jeweils 43 Stunden pro Woche arbeiten zum Mindest-Lohn von EUR 8,50 brutto ist Hartz IV-Niveau während der Arbeits-Jahre und auch als Rentner.

Deutschland betreibt seit Jahrzehnten Lohn-Dumping im eigenen Land, untere Lohn-Gruppen müssten heutzutage bei ca. EUR 11,57 netto liegen.

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=2007849

Herr Z.

von
RedHot

Zitiert von: Herr Z.

....

Total am fragestellendem Thema vorbei.
...und die Mutter aller Wiederholungen.

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_pi1[controller]=Topic&tx_typo3forum_pi1[topic]=33215
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https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=326&tx_typo3forum_pi1[controller]=Topic&tx_typo3forum_pi1[topic]=29418
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Kann ja mal wenigstens den ewig gleich kopierten Text seit 04/2015 auf aktuelle Zahlen (2016) bringen.

von
W*lfgang

Zitiert von: RedHot
Kann ja mal wenigstens den ewig gleich kopierten Text seit 04/2015 auf aktuelle Zahlen (2016) bringen.
...eines muss man seinem betagten Copy-Bot zugute halten: der schaut auch mal in ein leistungsorientiertes Forum ;-)

Gruß
w.

von
Rentensputnik

Jeder, der häufiger in diesem Forum unterwegs ist, kennt die unpassenden und sinnfreien Beiträge von Herrn Z.. Ignorieren oder überlesen scheint hier die beste Lösung!

Experten-Antwort

Guten Tag Gabi Müller,

"eos" hat Ihre Anfrage bereits zutreffend beantwortet.

Bleibt der Rentenanspruch dem Grunde nach bestehen und wird lediglich das Einkommen auf den bestehenden Rentenanspruch angerechnet, so wirken sich die aus der Beschäftigung gezahlten Rentenversicherungsbeiträge erst beim nächsten Leistungsfall aus (also z.B. bei späterer Bewilligung einer Rente wegen voller Erwerbsminderung oder einer Altersrente).
Bei Änderung der Einkommenshöhe wird dann zwar die Rentenhöhe neu festgestellt, an der bisherigen Berechnung der Rente ändert sich jedoch nichts.

Wird die Rente entzogen, so besteht kein Anspruch mehr auf Ihre Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.
Die gezahlten Beiträge wirken sich dann bei der nächsten Rentengewährung (mit neuer Rentenberechnung) aus.

Bitte beachten Sie die von "eos" erwähnten Mitteilungspflichten und informieren Sie - sofern noch nicht geschehen - Ihren Rentenversicherungsträger über die Erhöhung Ihrer Arbeitszeit!