Teil-Erwerbsminderungsrente Stunden

von
newby

Hallo,

bekomme Teil-Erwerbsminderungsrente und wollte fragen wie es mit den Arbeitsstunden je Tag aussieht. Von 3 bis max. 6 Stunden ist ja angesetzt. Ich wollte gerne auf 5,5 Stunden und das passt. Aber wie sieht es auch wenn der AG noch 30 Minuten Pause vorsieht. Zählt das zur täglichen Arbeitszeit? Denn das wären ja 6 Stunden???
Danke euch schonmal.

von
Pause

Zitiert von: newby
Hallo,

bekomme Teil-Erwerbsminderungsrente und wollte fragen wie es mit den Arbeitsstunden je Tag aussieht. Von 3 bis max. 6 Stunden ist ja angesetzt. Ich wollte gerne auf 5,5 Stunden und das passt. Aber wie sieht es auch wenn der AG noch 30 Minuten Pause vorsieht. Zählt das zur täglichen Arbeitszeit? Denn das wären ja 6 Stunden???
Danke euch schonmal.

Pausen sind keine Arbeitszeit

von
J.F.K.

Zitiert von: Pause

Pausen sind keine Arbeitszeit

Das sieht der Experte aber anders:

Experten-Antwort vom 08.05.2018, 15:51

Zitiert von: Experte/in
Arbeitet jemand 3 Stunden und mehr pro Tag unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes, das schließt auch tarifvertraglich geregelte (bezahlte) Pausen mit ein, und er erhält eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, so erfolgt eine Prüfung durch den Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung. Ergibt diese Prüfung, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten gebessert hat, so besteht ggf. nur noch Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (Leistungsvermögen 3 bis unter 6 Stunden) oder bei einem Leistungsvermögen von 6 Stunden und mehr pro Tag besteht kein Anspruch mehr auf eine Erwerbsminderungsrente. Arbeitet der Versicherte pro Tag 3 Stunden und mehr pro Tag , sein Leistungsvermögen liegt aber aus medizinischer Sicht unter 3 Stunden, so arbeitet er auf Kosten eigener Gesundheit. Er ist weiterhin voll erwerbsgemindert und erhält diese Rente auch in voller Höhe, wenn er die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR einhält.

von
Pause

Zitiert von: J.F.K.
Zitiert von: Pause

Pausen sind keine Arbeitszeit

Das sieht der Experte aber anders:

Experten-Antwort vom 08.05.2018, 15:51

Zitiert von: Experte/in
Arbeitet jemand 3 Stunden und mehr pro Tag unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes, das schließt auch tarifvertraglich geregelte (bezahlte) Pausen mit ein, und er erhält eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, so erfolgt eine Prüfung durch den Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung. Ergibt diese Prüfung, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten gebessert hat, so besteht ggf. nur noch Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (Leistungsvermögen 3 bis unter 6 Stunden) oder bei einem Leistungsvermögen von 6 Stunden und mehr pro Tag besteht kein Anspruch mehr auf eine Erwerbsminderungsrente. Arbeitet der Versicherte pro Tag 3 Stunden und mehr pro Tag , sein Leistungsvermögen liegt aber aus medizinischer Sicht unter 3 Stunden, so arbeitet er auf Kosten eigener Gesundheit. Er ist weiterhin voll erwerbsgemindert und erhält diese Rente auch in voller Höhe, wenn er die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR einhält.

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/01_sozialmedizin/08_sozmed_glossar/Functions/Glossar.html?cms_lv2=422832&cms_lv3=216734

Experten-Antwort

Hallo newby,

Pausen werden im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) als Ruhepausen definiert. Sie sind Unterbrechungen der Arbeitszeit von bestimmter Dauer, in denen der Arbeitnehmer von jeder Dienstverpflichtung freigestellt ist, sich erholen und grundsätzlich frei über diese Zeit verfügen kann. Ruhepausen sind keine Arbeitszeit und werden daher nicht bezahlt. Nach § 4 ArbZG umfassen Ruhepausen bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden mindestens 30 Minuten täglich. Bei einer Tätigkeit bis zu 6 Stunden am Tag steht dem Arbeitnehmer keine Ruhepause zu. Durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung können Regelungen, die über das ArbZG hinausgehen, getroffen werden, z. B. zusätzliche oder längere (bezahlte) Arbeitsunterbrechungen oder Ruhepausen aus arbeitsvertraglicher Fürsorgepflicht.

Betriebspausen sind Arbeitsunterbrechungen, die aus technischen, organisatorischen oder sonstigen betriebsbedingten Gründen eintreten. Die Betriebspause entspricht nicht einer Ruhepause, sondern ist der Arbeitszeit zuzurechnen, während derer der Arbeitnehmer weiterhin zur arbeitsvertraglich geschuldeten Arbeitsleistung verpflichtet ist und vom Arbeitgeber eine andere Arbeit zugewiesen bekommen kann.

Somit wäre zu klären, ob die vorgesehene Pause als Ruhepause oder Betriebspause angesehen wird.

von
newby

Danke für die schnellen Antworten. D.H. ich dürfete wenn Sie eine Pause von 30 min machen- 5.29 Minuten Arbeitszeit haben plus die 30 min Pause damit ich unten den 6 Stunden bleibe?

von
Schorsch

Zitiert von: newby
D.H. ich dürfete wenn Sie eine Pause von 30 min machen- 5.29 Minuten Arbeitszeit haben plus die 30 min Pause damit ich unten den 6 Stunden bleibe?

Wer ernsthaft behauptet, er könne zwar 5 Std. und 29 Minuten arbeiten aber keine 6 Stunden, der macht sich höchstens lächerlich und provoziert regelrecht eine erneute Überprüfung seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit.

Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte daher darauf achten, dass die regelmäßige Arbeitszeit 5,5 bis 5,75 Stunden nicht überschreitet.
(Es sei denn, er gehört zu diesen Hardlinern, die auf Kosten Ihrer Restgesundheit arbeiten....)

MfG

von
Pause

Zitiert von: newby
Danke für die schnellen Antworten. D.H. ich dürfete wenn Sie eine Pause von 30 min machen- 5.29 Minuten Arbeitszeit haben plus die 30 min Pause damit ich unten den 6 Stunden bleibe?

Dann eben noch einmal. Pausen sind keine Arbeitszeit.

Oder um es das anders auszudrücken, was sagt den der Arbeitsvertrag in Bezug auf die bezahlte Arbeitszeit? Liegt diese bei 5,5 Stunden die bezahlt werden, oder bei 6 Stunden (inkl. bezahlter Arbeitsunterbrechung)?

von
DRV

Bei allen Tipps und Spekulationen hier im Forum, gibt es für Sie nur einen rechtssicheren Weg.
Teilen Sie Ihrem zuständigen Rententräger schriftlich mit, was genau Sie vorhaben und bitten um eine Einschätzung bezüglich Ihrer Teilerwerbsminderungsrente.
Nur die Antwort ist für Sie dann relevant, gleichgültig was hier im Forum geraten, spekuliert, angenommen oder sonst philosophiert wird.

von
Bernd_72

Zitiert von: DRV

Teilen Sie Ihrem zuständigen Rententräger schriftlich mit, was genau Sie vorhaben und bitten um eine Einschätzung bezüglich Ihrer Teilerwerbsminderungsrente.
Nur die Antwort ist für Sie dann relevant,....

Genau das habe ich getan.
Und die "Einschätzung bezüglich meiner Teilerwerbsminderungsrente" ergab eine Anordnung zu einer erneuten gutachterlichen Untersuchung.

Meine EM-Rente blieb mir danach zwar erhalten aber ich hatte ersteinmal unnötigen Stress.
Und die Lust auf Arbeit ist mir danach gründlich vergangen.

von
SB

Zitiert von: DRV
Bei allen Tipps und Spekulationen hier im Forum, gibt es für Sie nur einen rechtssicheren Weg.
Teilen Sie Ihrem zuständigen Rententräger schriftlich mit, was genau Sie vorhaben und bitten um eine Einschätzung bezüglich Ihrer Teilerwerbsminderungsrente.
Nur die Antwort ist für Sie dann relevant, gleichgültig was hier im Forum geraten, spekuliert, angenommen oder sonst philosophiert wird.

So ist das und nicht anders! Rechtssichere Angaben ist immer nur vom zuständigen Leistungsträger zu erhalten.

von
Newbee

Zitiert von: Expertin
Hallo newby,

Pausen werden im Arbeitszeitgesetz (ArbZG) als Ruhepausen definiert. Sie sind Unterbrechungen der Arbeitszeit von bestimmter Dauer, in denen der Arbeitnehmer von jeder Dienstverpflichtung freigestellt ist, sich erholen und grundsätzlich frei über diese Zeit verfügen kann. Ruhepausen sind keine Arbeitszeit und werden daher nicht bezahlt. Nach § 4 ArbZG umfassen Ruhepausen bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden mindestens 30 Minuten täglich. Bei einer Tätigkeit bis zu 6 Stunden am Tag steht dem Arbeitnehmer keine Ruhepause zu. Durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung können Regelungen, die über das ArbZG hinausgehen, getroffen werden, z. B. zusätzliche oder längere (bezahlte) Arbeitsunterbrechungen oder Ruhepausen aus arbeitsvertraglicher Fürsorgepflicht.

Betriebspausen sind Arbeitsunterbrechungen, die aus technischen, organisatorischen oder sonstigen betriebsbedingten Gründen eintreten. Die Betriebspause entspricht nicht einer Ruhepause, sondern ist der Arbeitszeit zuzurechnen, während derer der Arbeitnehmer weiterhin zur arbeitsvertraglich geschuldeten Arbeitsleistung verpflichtet ist und vom Arbeitgeber eine andere Arbeit zugewiesen bekommen kann.

Somit wäre zu klären, ob die vorgesehene Pause als Ruhepause oder Betriebspause angesehen wird.

Das wäre ja dann eine Ruhepause.keine Ahnung warum das so gemacht wird...bin ich dann offiziell bei meinen 5,5 stunden? Versteh ich das richtig?

Danke