Teilerwerbs- auf Vollerwerbsminderungsrente

von
AHDGDL

Hallo.
Ich habe eine schwere Lungenerkrankung die dazu führte, dass ich vor 3 1/2 Jahren die teilweise Erwerbsminderung zugesprochen bekommen habe. Ich arbeite 4Std. am Tag und fühle mich körperlich und psychisch zunehmenst nicht mehr in der Lage weiter zu arbeiten. Ich werde auch wegen Depressionen behandelt.
Besteht die Möglichkeit auf volle Erwerbsminderungsrente?
Wie wird diese dann ausgerechnet? Da ich ja 3 1/2 Jahre weiter in die Rentenkasse eingezahlt habe, müsste hier eine Neuberechnung stattfinden?
Vielen Dank für Ihre Unterstützung

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert hat, kann Ihnen natürlich eine volle Erwerbsminderungsrente zustehen. Die Minderung der Erwerbsfähigkeit wird selbstverständlich von Ihrem Rentenversicherungsträger überprüft. Sie sollte diesbezüglich einen Antrag stellen.

Da der Rentenartfaktor bei einer vollen Erwerbsminderungsrente 1,0 beträgt (bei teilweiser Erwerbsminderungsrente 0,5) wird sich die Höhe der Rente in etwa verdoppeln. Bei der Berechnung der Folgerente werden alle rentenrechtlich relevanten Zeiten bis zum Eintritt des Leistungsfalles (Eintritt der vollen Erwerbsminderung) berücksichtigt. D.h. auch Ihre weiter eingezahlten Beiträge werden einbezogen. Es findet also eine Neuberechnung statt.

von
AHDGDL

Vielen Dann für die schnelle Antwort. Nun habe ich aber ein paar Folgefragen dazu.
Wenn es dazu kommt, das eine volle EMR genehmigt wird, das ungefähr das doppelte von dem ist was ich jetzt bekomme, also 600€, momentan habe ich durch meinen Job insg.1100€. Das würde heißen, ich habe hier finanzielle Einbussen hinzunehmen? Oder kann ich hier noch zusätzlich etwas vom Sozialamt bekommen oder ähnliches? Ich bin verheiratet und meine Frau ist voll berufstätig, wir wollen jetzt auch ein Kind bekommen. Oder kann ich bei einem Mini-Job mit 450€ trotz voll EMR dazuverdienen?

von Experte/in Experten-Antwort

Sie könnten 450 EUR hinzuverdienen, ohne dass der Hinzuverdienst zur Rentenkürzung führt. Grundsicherungsleistungen werden wegen fehlender Bedürftigkeit wahrscheinlich nicht in Frage kommen.