Teilerwerbsgemindert

von
Gina

Angenommen man bekommt eine teilweise EM-Rente genehmigt und der Arbeitgeber sagt "sorry haben oder machen wir nicht" dann hat man noch viel mehr Probleme, als wenn man sich mit vielen Schmerzmitteln auf Kosten der Restgesundheit weiterquält, obwohl man wahrscheinlich eh schon seine Kollegen wegen der Fehlzeiten unabsichtlich genervt hat - ein Unding ist das ganze, vor allem wenn man nur auf sich selbst gestellt ist.
Und der Begriff "wegefähigkeit" brennt mir auch auf der Seele - welcher Fahrdienst fährt einen um 6 Uhr früh, wenn im Sommer bereits ab 9 28 Grad heiss ist im Büro und man dann bald wieder höllische Kopfschmerzen hat.

von
???

"der Arbeitgeber sagt "sorry haben oder machen wir nicht""
Lassen Sie sich das bestätigen und legen sie es der DRV vor. Evl. könnte da dann eine Arbeitsmarktrente daraus werden.

"welcher Fahrdienst fährt einen um 6 Uhr früh, wenn im Sommer bereits ab 9 28 Grad heiss ist im Büro und man dann bald wieder höllische Kopfschmerzen hat. "
Fahrdienste fahren meines Wissens unabhängig von den zu erwartenden Temperaturen. Und wenn es um 9 im Büro bereits so heiß ist, ist in erster Linie Ihr Arbeitgeber in der Pflicht, hier Abhilfe zu schaffen. Dafür gibt es nämlich entsprechende Regelungen, weisen Sie doch mal darauf hin.

von
Torsten

Hallo Gina,

ich hoffe ich trete Ihnen jetzt nicht zu nahe, aber ich kann in ihrem Text keine Frage bezüglich der Rentenversicherung erkennen.

Wenn Sie eine teilweise EM-Rente bewilligt bekommen haben, dann können Sie täglich bis unter 6 Std. arbeiten.
Falls Sie keine geeignete Stelle finden, so besteht die Möglichkeit eine volle EM-Rente, aufgrund verschlossenem Arbeitsmarktes, zu gewähren. Zu diesem Zweck, sollten Sie sich mit ihrem Rentenversicherungsträger einmal in Verbindung setzten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen Helfen.

LG
Torsten

von
Gina

Ganz unabhängig kommt mir dieses Forum nicht vor - wenn man viele Beiträge gelesen hat, spürt man eine Kritik an den Betroffenen. Ich finde Wohlsituierte sollten Menschen mit schwierigeren Lagen nicht "krumm" angehen - keiner ist garantiert vor Unglück ewig verschont. Denken Sie lieber über die Schicht unserer Gesellschaft nach, die sich an maßlos Umständlichen Zuständen bereichert und die den"Kragen" nicht voll genug bekommen. Wahrend die auch noch Dinge entscheiden, die unser Land langsam aber sicher in den Ruin treiben und vielleicht sogar einmal bürgerliche Unruhen heraufbeschwören - mit direkter Demogratie (wie in der Schweiz)würde sich einiges zum Besseren wenden.

Die einzigen Komentare die hier gut und hilfreich sind, sind die von W*lfgang - an dieser Stelle nochmals vielen Dank - und der ist nicht ironisch sondern ehrlich gemeint!

Das wars dann!

von
Rentnerin

Entschuldigung, aber welche Laus ist Ihnen denn gerade über die Leber gelaufen?

Sie haben zwei ganz vernünftige und klärende Antworten auf Ihren Beitrag erhalten.

Wenn Sie aufgrund gesundheitlichen und funktionellen Störungen auch mit der bewilligten teilweisen EMR ihren Arbeitsplatz nicht aufrechterhalten können, oder Ihr Srbeitgeber Ihnen keinen leidensgerechten Teilzeitarbeitsplatz bieten kann/will, dann müssen Sie das erneut mit der DRV klären, in wie weit der Arbeitsmarkt für Sie als verschlossen gilt, um so die Anspruchsvoraussetzung für eine Arbeitsmarktrente zu erwerben.

Wobei ich Ihnen zum Thema Wegefähigkeit nahelegen möchte, die Voraussetzung zur Anerkennung einmal genau zu lesen, bevor Sie sich darauf berufen.

Fahrdienste fahren, egal bei welcher Uhrzeit oder Temperatur und für die klimatischen Verhältnisse im Büro kann, außer dem Firmeninhaber/Ihrem Chef, niemand etwas ändern.

Die einzelnen "Schichten" unserer Gesellschaft können nicht verantwortlich gemacht werden für Ihre Gesundheits- und Lebenssituation!

Verwechseln Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen und machen Sie hier im Forum auch bitte niemand für Ihr berufliches Schicksal verantwortlich.

Unabhängigkeit der einzelnen Schreiber in diesem Forum hin oder her, ich habe nicht lesen können, dass man Sie mit Ihrem Anliegen nicht ernst genommen hat.

Kritisiert hatte man Sie bis dato auch nicht.
Jetzt habe ich es getan, da ich Ihr letztes Posting als doch sehr überspitzt ansehe.

MfG Rentnerin

von
Rentnerin

Hallo Gina

Ihre Verbitterung über das Sozialsystem kann doch hier in diesem Forum kaum Platz finden und zwischen den Forenteilnehmern nicht ausgetragen werden.

Geholfen wird Ihnen doch in keiner Weise damit sein, sich verbal Luft zu machen.

Sollten Sie rentenrechtliche Ansprüche geltend machen wollen, um finanzielle Absicherung/Entschädigung zu erhalten, und dazu die Hilfe eines (teuren) Rechtsbeistand benötigen, dies aus finanziellen Gründen nicht selber tragen können, dann versuchen Sie über einen Sozialverband oder über PKH (Prozesskostenhilfe) einen Beistand zu bekommen.

Da meine Tochter, damals Studium begleitend und seitdem auch weiterhin ehrenamtlich, mit von Geburt an Schwerstbehinderten zu tun hat, habe ich einen Einblick und Bezug zu diesem Personenkreis und weiß, dass solchen Menschen eine liebevolle Betreuung in unserer Gesellschaft zukommt und sie keine Randfiguren sind.
Sie arbeiten in behindertengerechten Werkstätten und nehmen Anteil am Arbeitsleben. Im Rahmen ihrer verbliebenen Möglichkeiten/ihres Leistungsvermögens erwirtschaften sie teilweise sogar ihren Lebensunterhalt.

Auch Menschen, die nicht mit Mehrfachbehinderungen zur Welt gekommen sind und im Laufe ihres Lebens schwere Behinderungen/körperliche oder seelische Leiden erfahren mussten, sind auf Dauer auf hochdosierte Schmerzmittel angewiesen und leiden zusätzlich unter schweren Schlafstörungen.

So mein eigenes leidvolles Schicksal, was ich aber niemand anderem zum Vorwurf machen möchte und was mich leider viel zu früh in die EM brachte.

Auch davon betroffene Menschen sind nicht grundsätzlich dann "auf Rosen gebettet" und rutschen u.U. tief ab und ins soziale Netz hinein.

Ich nehme an, dass Ihre Verbitterung auf das System alleinig auf der Tatsache beruht, dass man Ihnen eine teilweise EMR zugesprochen hat und Ihr Restleistungsvermögen, trotz (da Sie es so darstellen) dass Sie von Geburt an an einer Mehrfachbehinderung leiden, Sie dies als keine ausreichende Unterstützung ansehen.

Wie mehrfach im Beitrag dargelegt, sollten Sie das Gespräch mit der DRV suchen und begründend mit denen erörtern, ob auch eine Arbeitsmarktrente als Vollrente für Sie zum Tragen kommen kann.

Aber glauben Sie mir: auch mit mehr finanzieller Absicherung werden Ihre körperlichen und seelischen Probleme nicht ad hoc verschwinden, die Schmerzen und Schlafstörungen werden auch weiterhin Bestand haben.

MfG Rentnerin

von
Mutmacher

Zitiert von: Rentnerin

So mein eigenes leidvolles Schicksal, was ich aber niemand anderem zum Vorwurf machen möchte und was mich leider viel zu früh in die EM brachte.

Rentnerin, sie haben die Rente, Gina nicht.
Da ist es leicht, des anderen Verbitterung anzuprangern!

von
Rentnerin

< Rentnerin, sie haben die Rente, Gina nicht.
Da ist es leicht, des anderen Verbitterung anzuprangern! >

Sehr geschätzter " Mutmacher"

Dass man mir eine Rente zubilligte hat, wie sich jeder nicht neidvoll darauf schauende Mitmensch denken kann, sicher einen berechtigten und nachvollziehbaren Grund.

Dass nicht jedem Antragsteller eine Rente zugesprochen werden kann, liegt nicht in meinem/unserem Ermessen und von daher ist dieses Thema für mich auch nicht diskutierbar.

Von Geburt unter Behinderungen zu leiden ist, so lesen wir es auch in diesem Beitrag, kein Kriterium nicht auch erwerbstätig sein zu können.

Bis zu einer gewissen Zeit war die Beitrageröffnerin ja beruflich tätig, nunmehr begehrt sie die EMR.

Ob man ihr dieses Begehren rechtmäßig zubilligen kann, obliegt nicht unserem Ermessen denn darüber zu urteilen bedarf es Fachärzte/-Gutachter die nach ihren vorliegenden Richtlinien den Leistungsfall zu prüfen haben.

Die Beitragseröffnerin wurde hier nicht angeprangert, vielmehr wurden ihr von verschiedenen Lesern Wege aufgezeigt, sich an die DRV mit ihren hier vorgetragenen Bedenken zu wenden, um ihr persönliches Anliegen dort anzubringen.

Gleichzeitig wurde ihr dargelegt, dass für einzelne politische Entscheidungen nicht die allgemeine Gesellschaft zur Verantwortung gezogen werden kann und einzelne Gesellschaftsschichten nichts für ihre persönliche Gesundheits- und Lebenssituation können.

Es ist höflich von Ihnen, sich hier solidarisch zu stellen und es ist recht einfach, in eine Kerbe weiter tief einzuschlagen, wenn es um einen Sachverhalt geht, den man gerne auch für sich in Anspruch nehmen möchte, dem einem aber leider verwehrt wird.

Doch ich finde, ein konstruktiver Rat, eine Hilfestellung den es richtungsweisend einzuschlagen gilt, hätte der Beitragseröffnerin gewiss mehr geholfen.

Da ich in dem zweiten Beitrag der gleichen Dame nun lese, wie informationsresitent sie ist, wie auch hierin nur politische Abgleiche verteilt werden, mag ich keinen weiteren Gedanken an eine Hilfestellung mehr verschwenden.

MfG Rentnerin