Teilerwerbsminderungsrente beantragt, nicht gewollte volle Erwerbsminderungsrente bekommen

von
Schlawendel

Hallo,
Bj. 1959.
ich bin seit 12/2013 krank geschrieben, ich habe eine unbefristete Arbeitsstelle im ÖD.
Nach einem gescheiterten Arbeitsversuch in 6/2013 (bis 6 Stunden gearbeitet), dann war Schluss) habe ich im Juni Teilerwerbsminderungsrente beantragt, mit Absprache mit meinem AG, der mir auch eine Teilzeitstelle geben möchte.
Pünktlich zum 1.9.14 habe ich eine volle Erwerbsminderungsrente bekommen.

Diese habe ich aber so nicht beantragt, ich will ja mit einer Teilzeitstelle über min. 3, max. 6 Std. wieder arbeiten. Der AG will mich ja auch wieder haben.
Ich habe nun Widerspruch eingelegt, in Absprache mit dem VDK und dem Schwerbehindertenbeauftragten.
Nun soll ich noch neue Befunde/Einschätzungen meiner Ärzte nachreichen.
Jetzt findet auch noch ein Gespräch mit dem BEM statt.

Wie hoch kann ich die Chancen einschätzen das mir eine Teilerwerbsminderungsrente gewährt wird wenn meine behandelnde Ärztin eine Teilzeitbeschäftigung auch für möglich hält?

MFG

von
Herz1952

Hallo Schlawendel,

schauen Sie mal in Ihren Rentenbescheid unter "Darstellung der Hinzuverdienstgrenzen für die Rente wegen voller Erwerbsminderung".

Vielleicht "werden Sie dadurch schon geholfen".

Herz1952

von
Schlawendel

Hallo,
ja das habe ich ja auch schon gelesen, nur damit ist mir nicht geholfen. Ich wollte nur eine Teil-EM haben, bei einer vollen EM bin ich arbeitslos wegen auflösenden Bedingungen im Tarifvertrag.
LG

von
dereinfachemichel

Zitiert von: Schlawendel

Hallo,
ja das habe ich ja auch schon gelesen, nur damit ist mir nicht geholfen. Ich wollte nur eine Teil-EM haben, bei einer vollen EM bin ich arbeitslos wegen auflösenden Bedingungen im Tarifvertrag.
LG

Hallo
bei einer vollen EM bin ich arbeitslos wegen auflösenden Bedingungen im Tarifvertrag.

In Wahrheit möchte ihr Arbeitgeber das am Liebsten!
Und sie sind Raus!

von
Herz1952

Hallo Schlawendel,

wenn Ihr AG wirklich Interesse an Ihnen hat, muss er diese Klausel nicht anwenden oder er macht einen neuen Arbeitsvertrag, der Ihrem Wunsch entspricht. Weniger Arbeit, weniger Geld.

Herz1952

Experten-Antwort

Hallo Schlawendel,

leider kann ich Ihnen im Rahmen dieses Forums nichts zu den Erfolgsaussichten sagen. Da Ihnen derartige Spekulationen letztlich auch nicht weiter helfen werden, sollten Sie zunächst die entsprechende Entscheidung Ihres Rentenversicherungsträgers abwarten.

von
Bella

Zitiert von: Herz1952

Hallo Schlawendel,

wenn Ihr AG wirklich Interesse an Ihnen hat, muss er diese Klausel nicht anwenden oder er macht einen neuen Arbeitsvertrag, der Ihrem Wunsch entspricht. Weniger Arbeit, weniger Geld.

Herz1952

Das stimmt nicht!
Da Schlawendel im Öffentlichen Dienst arbeitet, ist der entsprechende Tarifvertrag anzuwenden und die sagen alle einstimmig, dass bei einer befritsteten vollen Erwerbsminderungsrente das Beschäftigungsverhältnis ruht und bei einer unbefristeten vollen Erwerbsminderungsrente endet! Abweichende Regelungen gibt es da nicht!

von
Schlawendel

Genau so ist es. Ich habe ja aber Widerspruch gegen den Bescheid eingelegt mit der Bitte um erneute Prüfung da m. M. nach die Fakten nicht komplett berücksichtigt wurden und ich den Ärzten der DRV auch die nötige Fachkompetenz abspreche sich mit einer seltenen Erkrankung auszugehen und diese zu beurteilen ohne den Erkrankten auch nur gesehen zu haben. Deswegen Widerspruch-

Und außerdem fühle ich mich noch leistungsfähig und habe in der Wiedereingliederung bis 6 Std. tgl. gearbeitet. Ich will nicht daheim bleiben sondern arbeiten.

Das Verfahren ist ja nun schwebend da dem Widerspruch mit dem Anfordern neuer Berichte ja stattgegeben wurde.

Kann mich der ÖD trotzdem kicken oder muss er abwarten bis einer neuer Bescheid ergangen ist (der dann evtl. die Teilwerbsminderungsrente bringt) und ich dann ja auch Teilzeit arbeiten kann.
LG

von
Schorsch

Zitiert von: Schlawendel

Und außerdem fühle ich mich noch leistungsfähig und habe in der Wiedereingliederung bis 6 Std. tgl. gearbeitet. Ich will nicht daheim bleiben sondern arbeiten.

Wer MINDESTENS 6 Stunden täglich arbeiten kann, ist noch nicht einmal teilweise erwerbsgemindert.

Zumal sich ohnehin die Frage stellt, warum jemand zwar 5,75 Stunden täglich arbeiten kann, aber angeblich keine 6 Stunden.

Daher könnte Ihr Widerspruch auch dazu führen, dass Sie überhaupt keine Rente mehr bekommen.

Ich an Ihrer Stelle würde die volle EM-Rente dankend annehmen und die Klappe halten, bevor noch schlafende Hunde aufwachen.

Außerdem steht es Ihnen jederzeit frei, noch etwas zu Ihrer VOLLEN EM-Rente hinzuzuverdienen.

Das machen Tausende andere Voll-Rentner auch!