Teilhabe am Arbeitsleben abbrechen

von
activa

Hallo,

ich bin seit Anfang 2012 an paranoider Schizophrenie erkrankt und beziehe daher Rente wegen voller Erwerbsminderung - mittlerweile unbefristet. Da ich mich in meinem Alter (37) noch nicht wirklich mit der Situation anfreunden kann, endgültig kaputt zu sein, habe ich bei der Rentenversicherung einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben in einer Werkstatt für psychisch kranke Menschen gestellt. Dieser wurde auch bewilligt und die Maßnahme hat am 02.11.2016 begonnen.

Da ich so gut wie gar nicht belastbar bin, mache ich diese Maßnahme nur in Teilzeit mit zur Zeit 23,5 Std./Woche. Doch irgendwie überfordert mich das alles total und mir geht es immer schlechter. Habe mich schon mehrfach mal ein oder zwei Tage krank gemeldet, weil es psychisch einfach gar nicht ging. Im neuen Jahr ist es jetzt so schlimm geworden, dass ich mir Hilfe bei meinem Psychiater geholt habe. Der hat mich erstmal krankgeschrieben.

So wie ich das sehe, macht die Maßnahme so für mich ja gar keinen Sinn und kostet die Rentenversicherung nur unnötig Geld. Ich würde sie daher gerne abbrechen. Kann ich das so einfach machen oder hat das irgendwelche Konsequenzen im Bezug auf meine Rente?

Ich hoffe, mir kann jemand helfen.

Viele Grüße
activa

von
Schade

Wer nicht einmal die Arbeit in der WfbM packt, wird auch kaum auf dem allgem. Arbeitsmarkt arbeiten können.
So gesehen wird die Rente wohl weiterlaufen

von
???

Teilen Sie der DRV und Ihrer WfbM einfach mit, dass Sie es gesundheitlich nicht schaffen.
Um Ihre Rente müssen sie sich keine Sorgen machen. Eine Beschäftigung in einer WfbM hat darauf keinen Einfluss, egal ob man dort in Vollzeit ist oder es gar nicht erst ausprobiert.

Experten-Antwort

Hallo activa,

Ihre Erwerbsminderungsrente kann nur dann wegfallen, wenn sich Ihr Gesundheitszustand gegenüber dem Zeitpunkt der Bewilligung deutlich bessern würde. Nach Ihrer Schilderung sieht das ja aber eher nach dem Gegenteil aus und mit dem Abbruch der Maßnahme zeigen Sie ja gerade, dass es Ihnen nicht besser geht. Also keine Sorge, reden Sie einfach mit dem RV-Träger oder den Ansprechpartnern in der WfBM vor Ort über den Abbruch.

von
activa

Vielen Dank für ihre Antwort. Ich habe die Thematik heute mit meiner Betreuerin besprochen - die kennt mich ja nun schon ein paar Jahre - und werde morgen nochmal meinen Psychiater aufsuchen. Mit der aktuellen Situation bin ich momenten auf dem direkten Weg zurück in die Psychiatrie, habe schon wieder lebensmüde Gedanken. Das kann ja nicht Sinn der Sache sein...

Habe heute auch schon in der Werkstatt angekündigt, dass ich ein Problem mit der Situation habe. Meine Ansprechpartnerin meinte, dass sie mich als sehr zuverlässig und engariert erlebt hätten und sie das gar nicht nachvollziehen kann. Ja, ich bin Perfektionist. Wenn ich was mache, mache ich es 100 prozentig bis ich zusammen klappe. Und an dem Punkt bin ich jetzt :-(