Teilhabe am Arbeitsleben trotz Krankschreibung

von
Maria22

Ich befinde mich zur Zeit in der REHA und vom Sozialarbeiter wurde mir nahegelegt einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Da ich von 2007 bis 2009 eine Umschulung zur Bürokauffrau gemacht habe werde ich laut seiner Aussage wohl "nur" eine Weiterbildung o.ä. bekommen.

Nun meinte der Arzt aber, das die DRV Bund den Antrag nur genehmigt wenn ich arbeitsfähig bin.

Stimmt das?????

Denn der Arzt wird mich arbeitsunfähig entlassen weil ich in meinem jetzigen Job nicht mehr arbeiten kann.

Muss ich also ARBEITSFÄHIG sein damit der Antrag genehmigt wird?!

Danke

von
Elisabeth

Rehafähig und therapiefähig sind 2 unterschiedliche Rechtsbegriffe.

von
Maria22

@Elisabeth,

dass ist mir auch klar! Aber es geht ja NICHT um eine Therapie!!!!

Es geht darum, ob ich trotz AU eine Teilhabe am ARbeitsleben- sprich eine Weiterbildung genehmigt bekomme oder ob ich mich ARBEITSFÄHIG schreiben lassen muss???

Danke

von
Elisabeth

Au ist man immer nur konkret berufsbezogen, d. h. man kann seinen ausgeübten Beruf nicht mehr 15 h ausüben.

von
Maria22

Das bedeutet also wenn ich das richtig verstehe, das die AU NIX mit der Teilhabe zu tun hat und der Antrag trotz AU genehmigt werden würde! Sprich NICHT von einer Arbeitsfähigkeit abhängig wäre!?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Maria22,

es ist umgekehrt. Bei bestehender Arbeitsfähigkeit ist das Vorliegen von einem Rehabilitationsbedarf für eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) eher unwahrscheinlich.
Dies bedeutet aber nicht, dass bei stehender Arbeitsunfähigkeit zwingend Rehabilitationsbedarf besteht.

Hinsichtlich der Aussage des Arztes in der Klinik kann ich nur unterstellen, dass dieser meinte, dass bei Ihnen auch Rehafähigkeit für eine anschließende Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben vorliegen muss. Denn andernfalls dürfte Ihr Rehabilitationsträger diese Leistung nicht bewilligen.

Sollten Sie hierzu noch konkrete Fragen haben empfehle ich Ihnen sich mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung zu setzen. Daneben stehen Ihnen zum Themenbereich Rehabilitation die Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation mit deren Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Seite.

Unter der Internetseite
http://www.reha-servicestellen.de/internet/vdr/rhss.nsf/RHSSSearch?OpenForm
ist die für Sie zuständige Gemeinsamen Servicestellen der Rehabilitationsträger zu finden.