Teilhabe am Leben

von
ostseeperle192

Hallo..meine Frage bezieht sich auf Erfahrungen im Bereich Umschulungen als Teilhabe am Leben.
Ich habe bald eine med.Reha..Grund und Auslöser war mein Berufsfeld..folge Depressionen und Burn out..zerrüttetes Arbeitsverhältnis soundso.
Ich möchte gerne um eine Umschulung kämpfen..nicht irgendwas im Büro und auch kein Beruf im Handel..sondern Physiotherapeutin..dies ist eine schulische 3 jährige Ausbildung und auch als Umschulung in einem BfW dauert sie 3 Jahre.
In ein BfW will ich aber nicht..also kein Internat mehr mit ü 40J.! Ausserdem wäre es wirtschaftlich viel preisintensiver in so einem BfW.
Ich habe schon gelesen..das auch so eine 3jährige Ausbildung von der DRV übernommen wird...wie sind da die Erfahrungen?

vielen Dank

von
Lebender

Um am Leben teilhaben zu können, brauchen Sie doch keine Umschulung.

von
Schade

Wenn Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt werden, müssen die nicht zwangsläufig in einen Berufsförderungswerk stattfinden, sondern können auch anderswo durchgeführt werden (z.B. auch vor Ort).

Ob eine Umschulung genehmigt wird hängt u.a. auch davon ab, dass Sie im bisherigen beruf nicht mehr arbeiten können.

Ob das bei Ihnen so ist oder ob Sie Ihre bisherige Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber, bei dem andere Arbeitsbedingungen, Kollegen, Vorgesetzte, etc. existieren, problemlos ausüben könnten, kann nicht beurteilt werden. Im letzteren Fall käme es wohl kaum zu einer teuren (3 jährigen) Neuausbildung sondern es ginge nur um das Finden eines passenden Arbeitsplatzes.

von
AnnaB

Zitiert von: Schade

Ob das bei Ihnen so ist oder ob Sie Ihre bisherige Tätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber, bei dem andere Arbeitsbedingungen, Kollegen, Vorgesetzte, etc. existieren, problemlos ausüben könnten, kann nicht beurteilt werden. Im letzteren Fall käme es wohl kaum zu einer teuren (3 jährigen) Neuausbildung sondern es ginge nur um das Finden eines passenden Arbeitsplatzes.

ACK. Schlechtes Arbeitsklima beim bisherigen Arbeitgeber ist sicher kein Umschulungsgrund. Wissen Sie eigentlich, wie belastend, physisch wie psychisch, der Beruf eines Physiotherapeuten sein kann? Wer depressiv ist, wird es kaum schaffen, sich den ganzen Tag voll auf andere Patienten zu konzentrieren.
Ein Mangelberuf ist es auch nicht gerade, die Schulen sind so voll, dass einige Interessenten an niederländische Schulen ausweichen. Und sehr viele Therapien darf man nur durchführen, wenn man noch während der Tätigkeit teure und zeitaufwendige Fortbildungen macht.

von
Nix

Umschulungen werden in aller Regel nur für die Dauer von 24 Monaten gewährt.
Nur in ausgesprochenen Ausnahmefällen darf eine Umschulung für 3 Jahre bewilligt werden. Ob das bei Ihnen der Fall ist, entscheidet im Einzelfall der Fachberater für Rehabilitation.

Viele Grüße
Nix

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo ostseeperle192,

ob die von Ihnen angestrebte Ausbildung im Rahmen einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt werden kann, kann ich von hieraus nicht leider beurteilen. Hierzu spielen zu viele Faktoren eine Rolle, die im Rahmen dieses Forums nicht geprüft werden können. Soweit Sie die Erfolgsaussichten bereits im Vorfeld abklären wollen, empfiehlt sich eine persönliche Beratung bei Ihrem Rentenversicherungsträger bzw. Ihrem zuständigen Rehafachberater.