teilrente und arbeiten

von
hansii

Hallo,
ich hatte im Mai 2014 einen Herzinfarkt und war zuvor 3 Monate wegen Burnout krank geschrieben. Ich kabe rückwirkend eine unbefristete teilweise berufsunfähigkeitsrente bewilligt bekommen. ich arbeite wieder mit 5Std./ 5 Tage die Woche. Bin 57 Jahre alt und habe einen Schwerbehindertenausweis.
Meine Frage: Laut der Rentenberechnung wurde meine Rente so berechnet wie wenn ich bis 60 Jahre gearbeitet hätte und mit 10.8 % Abschlag. Kann ich die Höhe meiner Rente beeinflußen wenn ich über das 60. Lebenjahr hinaus arbeite, zum beispiel bis 64 und 2 Monate.
Gruß

von
Schade

Ja,

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo hansii,

sofern Sie 1959 geboren sind, würden Sie mit 64 Jahren und 2 Monaten die reguläre Altersgrenze für die Altersrente für Schwerbehinderte erreichen (Voraussetzung mind. 50 % Behinderung im Zeitpunkt des Rentenbeginns). Diese Rente wäre eigentlich nicht mit Abschlägen verbunden.
Jedoch bleibt für die Entgeltpunkte, aus denen bereits eine Rente berechnet wurde, auch für die Folgerente die Höhe der Abschläge gleich. Das würde in Ihrem Fall die Hälfte der bis zum Beginn der teilweisen EM-Rente erreichten Entgeltpunkte betreffen - diese hätten also weiter den Rentenabschlag von 10,8%. Die andere Hälfte und die durch Ihre derzeitige Arbeit noch dazukommenden Entgeltpunkte bekommen bei dem genannten Rentenbeginn keine Abschläge.
Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen wäre bei einem Geburtsjahr 1959 im Übrigen frühestens mit 61 Jahren und 2 Monaten möglich.

von
W*lfgang

Hallo Experte/in,

ich mache es jetzt mal 'kompliziert' im Sinne bestmöglicher Optimierung der künftigen Altersrente ;-)

Läuft die Teilrente bis zur Altersrente weiter, sind die halben gekürzten EP auch Bestandteil der späteren AR.

Wie wird hansii die Kürzung wieder los? ...die TEM muss weg, für mind. 2 Jahre vor der Folge-AR - richtig? Und wie wird er die los, sicher nicht durch Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen, da dann nur ein 'Ruhen' der Rente erfolgt (oder reicht das schon aus?). Auch ein Vollzeitjob zur Eliminierung der TEM wäre fraglich, wenn es auf Kosten der eigenen Gesundheit geht/TEM läuft latend/Nullzahlung weiter/Versicherungsfall geht nicht verloren.

Bei einem gleichzeitigem Verzicht auf die TEM müsste es doch aber klappen, dass bei der AR nur die dann zu berücksichtigenden (Nicht)Abschläge auf alle EP anzuwenden sind? Wenn hansii innerhalb dieser 2-Jahresfrist erneut Herzkasper kriegt, wird es natürlich ganz spannend – gilt der alte Versicherungsfall/Zurechnungszeit bis 60, gilt der neue/Zurechnungszeit bis 62 ??

Und wer jetzt denkt, dass ist doch alles nur fiktiv ...hey, hansii steht vor Ihrem Schreibtisch und stellt genau nur diese einfache Frage: "Wie mache ich es am Besten für die Altersrente?" ...hat er so genau/einfach hier zwar nicht gefragt - weil ihm die potentiellen Möglichkeiten nicht bekannt sind, dafür gibt ja Berater ;-)

Gruß
w.

von
hansii

Hallo W*lfgang,
vielen Dank für Deine Antwort, allerdings hat es bei mir viele weitere Fragen ausgelöst.
Kann man die TEM tatsächlich 2 Jahre vor der AR wieder wegbekommen und wo kann ich mich da beraten? Welchen Weg würdest Du persönlich gehen wen Du an meiner Stelle wärst?
Gruß
hansii

von
W*lfgang

Hallo hansii,

hier werden kaum 1/2 Dutzend Mitleser in der Lage sein, meinen 'verqueren Gedankenspielen' rechtlich zu folgen/sie zu bewerten/korrigieren/zuzustimmen. Warten wir daher die Experten/in-Antwort ab ...und letztendlich wirst Du eine konkrete Antwort nur von der DRV selbst erhalten können. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: keine DRV-Beratungsstelle wird Dir diese Konstellation mit Ergebnis aufschlüsseln können/wollen. ...ich auch nicht/aber immerhin Gedanken gemacht ;-)

>Welchen Weg würdest Du persönlich gehen

Montag abwarten, was bis dahin an zielführenden Antworten kommt ...

Gruß
w.

von
Rentenzombie

Zitiert von: W*lfgang

Wenn hansii innerhalb dieser 2-Jahresfrist erneut Herzkasper kriegt, ..hey, hansii steht vor Ihrem Schreibtisch und stellt genau nur diese einfache Frage: "

Warum schwafelt der w. nur immer son nen grauslichen Schmarrn?

Na, wer kennt die Antwort?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Wolfgang,

ich schätze Ihre Beiträge eigentlich sehr - sie zeugen von viel Fach- und auch Rund-Herum-Wissen und Engagement für die "Kunden". Aber hier kann ich Ihnen nicht ganz folgen. Es geht aus meiner Sicht bei einer bestehenden Erkrankung/Erwerbsminderung weniger um "Optimierung", als darum, was möglich ist. Einfach bis 64+2 arbeiten - wie von hansii gefragt - reicht nicht, um die Abschläge wegzubekommen (das war der Inhalt meiner Antwort auf die Frage). Alles andere sind Gedankenspiele, die voraussetzen, dass hansii in den genannten zwei Jahren entweder gesund genug ist, um wieder voll zu arbeiten oder mit seinen 5 Stunden/Tag genug verdient, um seinen Lebensunterhalt auch ohne die Rente sicher zu stellen. Und da haben wir noch gar nicht gerechnet, wie lange er die ungeminderte Altersrente beziehen müsste, um einen eventuellen Verzicht auf die EM-Rente wieder auszugleichen - solche Rechnungen stellen Sie doch sonst auch gern an.
Für mich persönlich gibt es bei einer EM-Rente nur eine Frage: Kann ich mindestens 6 Stunden ohne gesundheitliche Probleme (hier wegen der BU: in einem zumutbaren Beruf) arbeiten - dann kann natürlich die Rente ohne Probleme eingestellt werden. Oder ich kann das nicht - dann brauche ich die EM-Rente. Für "Optimierung" sehe ich da wenig Spielraum und möchte mich daher nicht daran beteiligen, dem Frager vielleicht Hoffnungen zu machen, die aus meiner Sicht nicht realistisch sind.

von
W*lfgang

Hallo Experte/in,

richtig, es war etwas 'rechtstheoretisch' gedacht und dürfte kaum Praxisbezug haben.

Annahme von mir, er ist trotz Vollbeschäftigung weiterhin - med. gesichert - VEM, die letzte Hinzuverdienstgrenze überschritten, die Rente ruht daher.

Ziel ist ja, später eine AR ohne vorausgehende Abschläge zu erhalten. Frage daher, reicht das bloße _Ruhen_ der VEMRT schon aus oder muss er pro forma auf die Rente _verzichten_? In beiden Fällen hat er keine Rente, ist klar ...mit geht es nur darum, wie er zuverlässig die Abschläge wieder los werden könnte, insbesondere, wenn er tatsächlich bis zu abschlagsfreien AR voll durchstartet – wie gesagt/wider der eigenen Gesundheit ...nicht das es in diesem konstruierten Fall heißt "hätten Sie mal besser auf die Rente verzichtet, ruhen reicht nicht, die gekürzten EP bleiben bestehen".

Das mit der Rentabilität steht ja noch auf einem anderen Blatt/eine TEMRT weiter laufen zu lassen neben zulässigem Hinzuverdienst in den möglichen Grenzen – für AT-Beschäftige sieht das schon anders aus/da ist eine parallele Rente nur ein Zubrot ...ja, es gibt solche 'Verrückten'/Gesundheit egal :-)

Gruß
w.

von
hansii

Hallo Experte und W*lfgang,

grundsätzlich ist mir es klar dass das nur theoretische Gedankengänge sind.
Allerdings wäre es mir mir hilfreich, wie es mit der TEM -Rente aussieht, wenn ich vor (?) meiner regulären Altersrente nur mit dem Einkommen meiner Teilzeitarbeit lebe, da meine Frau auch noch Teilzeit arbeitet.
Ist es grundsätzlich möglich und kann ich die Wirtschaftlichkeit bei der DRV ausrechnen lassen.

Gruß
hansii