Teilweise Erwerbsminderungsrente nach Reha Wiederspruch

von
Denise

Hallo! Ich bin 38 Jahre alt und befinde mich derzeit in meiner 4 Rehamaßnahme, nach 14 Operationen, Angststörung, Depression und Trauma habe ich nun einen Antrag auf EM Rente gestellt! In den ersten drei Wochen meiner Reha sagten die Ärzte mir dass sie es so sehen würden dass ich nicht mehr über 3 Stunden täglich Leistungsfähig sei, gestern dann bei der Visite hieß es, ich könne ja noch 3-6 Stunden täglich arbeiten, allerdings nicht mehr in meinem erlernten Beruf sondern ich soll eine Umschulung machen (eine hatte ich schon aber auch den Beruf kann ich nicht mehr ausüben)! Dass hieße teilweise EM Rente und Traumatherapie! Bei teilweiser EM Rente stünde mir eine IRENA zu wofür ich jetzt unterlagen ausfüllen soll! Ich werde aber sollte es so sein gegen eine teilweise EM Rente Wiederspruch einlegen so frage ich mich nun ob ich diesen IRENA Antrag überhaupt ausfüllen soll!?

von
???

Was sollte die IRENA Ihnen denn schaden? Die Anwendungen tun Ihnen höchstens gut. Für Ihren Rentenwunsch wäre es dann natürlich dumm, wenn Sie dadurch plötzlich tatsächlich wieder arbeiten könnten. Aber wäre das so schrecklich? Die Erwerbsunfähigen, die ich kenne, würden liebend gerne arbeiten gehen, wenn sie dafür ihre gesundheitlichen Probleme los wären.
Außerdem ist doch eine "Wunderheilung" durch die IRENA recht unwahrscheinlich.

von
Denise

Richtig! Eine IRENA würde sicher keine Wunderheilung bewirken aber da ich dass alles schon in kurzer Zeit zum 4 x durchmache auch sicher keine Änderung an meinem Gesundheitszustand bewirken! Wenn jemand eine volle EM Rente erhält steht ihm keine IRENA zu und da ich gegen eine teilweise EM Wiederspruch einlegen werde frage ich mich eben ob die Zusage zur IRENA nicht gleichzeitig eine Zusage zur teilweisen EM Rente ist!

von
Rentnerin

Ich verstehe Ihre Meinung/Ansicht, dass nach drei erfolglosen Maßnahmen Sie auch berechtigte Zweifel an ein Eintreten einer Besserung nach der nunmehr 4. Maßnahme hegen.

Und doch kann ich Ihre Haltung nicht gutheißen, da man Ihnen ärztlicherseits mit dem IRENA Programm eine Hilfe anbietet, gesundheitliche Stabilisation zu erreichen, die Sie gleich grundsätzlich abweisen möchten und als für Sie nicht vorteilhaft fürs Rentenverfahren einstufen.

Wenn Sie gesundheitliche Probleme haben, welche aus ärztlicher Sicht durch etwas Eigeninitiative und Mitarbeit zumindest eine Option offen lässt teilweise beruflich noch aktiv am Leben teilhaben zu können, dann sollten Sie dankbar sein, dass man Ihnen eine solche Möglichkeit anbietet.

Eine volle EMR wird man Ihnen ggf. wegen fehlender Mitwirkung versagen, sofern Sie den Widerspruch in der Art begründen, wie Sie ihn hier darstellen.

Rechnen Sie insgesamt damit, dass nunmehr nach erfolgter Reha die Leistungseinschätzung für die DRV im Rentenverfahren maßgeblich sein wird.
In Ihrem erlernten Beruf schätzt man Sie unter 3 Std, ein, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sieht man Sie noch 3 - unter 6 Std. leistungsfähig.
Man empfiehlt eine Umschulung, dass bedeutet, dass Sie vom Alter her nach neuem Rentenrecht zu behandeln sind und für Sie nicht der Berufsschutz für vor 2.1.1961 geborene anzuwenden/prüfen ist.

Das IRENA Programm könnten Sie als Nachsorgeprogramm somit gut für sich nutzen, um etwas für Ihre Gesundheit zu tun, denn das tun Sie für sich!

Ich stimme ??? dahingehend voll zu, dass viele Erwerbsgeminderte gerne ihre gesundheitlichen Probleme los wären und die Möglichkeit arbeiten zu können geboten bekommen.

MfG. Rentnerin

von
Denise

Ich möchte alles für meine Gesundheit machen, sicher auch eine IRENA! Ich möchte ja auch gar nicht bis zur Altersrente in EM Rente gehen, ich hätte nur gerne eine befristete volle EM Rente um eine Traumatherapie, Psychotherapie machen zu können und um mich zu erholen damit ich wieder arbeiten gehen kann! Eine Depression und ein Trauma verschwindet nicht von jetzt auf gleich sondern es braucht Zeit! Ich weiß einfach nicht wie ich alles (IRENA, Umschulung, Therapie usw) unter einen Hut bringen soll!

von
Denise

Ich möchte alles für meine Gesundheit machen, sicher auch eine IRENA! Ich möchte ja auch gar nicht bis zur Altersrente in EM Rente gehen, ich hätte nur gerne eine befristete volle EM Rente um eine Traumatherapie, Psychotherapie machen zu können und um mich zu erholen damit ich wieder arbeiten gehen kann! Eine Depression und ein Trauma verschwindet nicht von jetzt auf gleich sondern es braucht Zeit! Ich weiß einfach nicht wie ich alles (IRENA, Umschulung, Therapie usw) unter einen Hut bringen soll!

von
???

Eines nach dem anderen. Im Augenblick stehen nur die IRENA und Ihre Trauma-Therapie (haben Sie schon einen Platz?) im Raum. Stimmen Sie der IRENA einfach zu. Wenn es terminlich wegen Ihrer Therapietermine nicht klappt, können Sie immer noch absagen.
Versuchen Sie sich etwas zu entspannen. Niemand wird von Ihnen verlangen, dass Sie 24 Stunden am Tag auf Achse sind, nur damit Sie alle möglichen Termine wahrnehmen.

von
Denise

Für die IRENA habe ich bereits einen Termin gemacht, bei der Trauma Klinik stehe ich auf der Warteliste! Wahrscheinlich muss ich dass alles erstmal auf mich wirken lassen! Im Moment überwiegt einfach die Angst und die Hoffnungslosigkeit!

von
Rentnerin

Wie ??? es treffend schreibt, lassen Sie alles erst einmal nach und nach auf sich zukommen.

Wie ich es lese, sind Sie jetzt noch in der Rehamaßnahme.

Bei der gestrigen Visite wurde Ihnen mitgeteilt, wie man Ihr Leistungsbild abschließend beurteilen möchte.

Diese Beurteilung fließt aber zunächst bei der Prüfung zum EM-Rentenantrag mit ein, es besagt nicht von vornherein, dass sich die DRV dem anschließen wird und auch automatisch eine Bescheiderstellung über eine Teil-EMR erfolgt.

Innerhalb des Rehaberichts (Epikrise und in den Beiblättern/Anhang) wird es Vorschläge zur weiteren beruflichen Verwendung oder Verfahren geben.

Die DRV könnte abschließend noch zu einer ganz anderen Beurteilung kommen ... in welche Richtung? ... so oder so ... Vollrente, Teilrente, keine Rente, Verweistätigkeit benennen, Umschulung anraten, Wiedereingliederung ...

Sie müssen für sich nach vorne schauen und sich dabei voll auf Ihre Gesundheit konzentrieren.
Alles andere wird Ihnen eh vordiktiert.

MfG Rentnerin

Experten-Antwort

Hallo Denise,

wie von den anderen Forumsteilnehmern bereits angeregt, sollten Sie die Ihnen angebotenen Maßnahmen nutzen, um Ihre Gesundheit wieder soweit wie möglich herzustellen. Auch wir empfehlen Ihnen hier einen Schritt nach dem anderen zu tun. Würden die Ärzte die Chance nicht (mehr) sehen, dass die IRENA-Maßnahme den gewünschten Erfolg möglich machen kann, würde man Sie Ihnen auch nicht anbieten. Bitte beurteilen Sie genau wie Ihr Rentenversicherungsträger Ihre persönliche medizinische Situation erst nach Abschluss aller Maßnahmen. Erst dann wird ggfs. entschieden, ob und in welcher Höhe Ihnen eine eventuelle Erwerbsminderungsrente zustehen wird.

von
Denise

Vielen lieben Dank für die Antworten! Ich gehe jetzt einen Schritt nach dem anderen, habe mich nach dem Gespräch vor einem Riesen Berg gesehen!