teilweise Eu-Rente

von
mars2007

ich bin seit 25.1.2011 arbeitsunfähig habe 18 monate Krankengeld bezogen bin ausgesteuert worden und erhalte seit 24.7.2012 ALG 1. ende dez. 2012 habe ich einen Antrag auf volle Erwerbsmnderung gestellt. Gestern kam der Rentenbescheid mit anerkennung einer Teilweisen erwebsminderung. also 3 bis unter 6 std. täglich arbeitsfähig. Lt. meinen behandenden Ärzte bin ich auf nicht absehbare Zeit voll arbeitsunfähig. Der Rententräger will das ich da ich im ö.d. bin, das ich einen Teilzeitarbeitsplatz annehme. Was mache ich denn jetzt ich kann wegen meiner psychischen erkrakung nicht arbeiten. Was ist mit dem ALG1 zahlen die jetzt weiter? Im rentenbescheid steht das ich über 7ooo € Nachzahllung bekomme die aber einbehalten wird. Wird jetzt etwas mit der ARGE abgerechnet? Wäre schön wenn mir jemand hilfreich antworten könnte da ich nicht weiss was ich jetzt machen soll

von
larissa

Hallo mars2007,

am besten Widerspruch einlegen mit dem Hinweis Begründung wird nachgereicht.
Vielleicht wird dann eine Arbeitsmarktrente bewilligt (oder die volle EMR), dann könnten Sie den Widerspruch zurück nehmen.
Die teilweise Erwerbsminderungsrente wird trotz Widerspruch gezahlt.
Von der Nachzahlung möchte evtl. die Krankenkasse, das Arbeitsamt, (Wohngeld, Kinderzuschlag, Bildungspaket, usw.) die gezahlten Leistungen zurückerhalten, vielleicht bleibt ein bischen übrig.

LG Larissa

von
larissa

Hallo mars2007,

am besten Widerspruch einlegen mit dem Hinweis Begründung wird nachgereicht.
Vielleicht wird dann eine Arbeitsmarktrente bewilligt (oder die volle EMR), dann könnten Sie den Widerspruch zurück nehmen.
Die teilweise Erwerbsminderungsrente wird trotz Widerspruch gezahlt.
Von der Nachzahlung möchte evtl. die Krankenkasse, das Arbeitsamt, (Wohngeld, Kinderzuschlag, Bildungspaket, usw.) die gezahlten Leistungen zurückerhalten, vielleicht bleibt ein bischen übrig.

LG Larissa

von
mars2007

Hm ja ok wiederspruch werde ich einlegen..Aber was ist jetzt z.B.wenn ich 3 stunden täglich arbeiten gehe und festgestellt wird das ich wieder Arbeitsunfähig bin? Habe ich dann Anspruch auf lohnfortzahlung und krankengeld?

von
=//=

Der Rententräger will das ich da ich im ö.d. bin, das ich einen Teilzeitarbeitsplatz annehme. Was mache ich denn jetzt ich kann wegen meiner psychischen erkrakung nicht arbeiten. Was ist mit dem ALG1 zahlen die jetzt weiter? Im rentenbescheid steht das ich über 7ooo € Nachzahllung bekomme die aber einbehalten wird. Wird jetzt etwas mit der ARGE abgerechnet? Wäre schön wenn mir jemand hilfreich antworten könnte da ich nicht weiss was ich jetzt machen soll
[/quote]

Vermutlich beträgt Ihr Leistungsvermögen sowohl im bisherigen Beruf als auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 3 - unter 6 Stunden.

aus Arbeitsweisung zu § 43 SGB VI:

"Nach § 8 TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG) haben Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis (bei einem privaten oder öffentlichen Arbeitgeber) länger als sechs Monate bestanden hat, einen Rechtsanspruch auf Verringerung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit, vorausgesetzt, der Arbeitgeber beschäftigt, unabhängig von der Anzahl der Personen in Berufsausbildung, in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer. Der Anspruch ist nach § 8 Abs. 4 TzBfG lediglich dann ausgeschlossen, wenn der Arbeitgeber entgegenstehende betriebliche Gründe nachweist oder wenn die Verkürzung der Wochenarbeitszeit zu unverhältnismäßig hohen Kosten beim Arbeitgeber führt. Für Versicherte, die in ihrer bisher ausgeübten Beschäftigung (und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt) zwar grundsätzlich noch einsetzbar sind, aber nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich, kann demzufolge der (Teilzeit-) Arbeitsmarkt dann nicht verschlossen sein, wenn sie im Rahmen eines noch bestehenden Arbeitsverhältnisses - gestützt auf § 8 TzBfG - Anspruch darauf haben, die tägliche Arbeitszeit ihrem verbliebenen Leistungsvermögens anzupassen. Sie haben dann Zugang zu einem Arbeitsplatz, der ihrem Leistungsvermögen entspricht, und sind daher nicht anders zu behandeln als Versicherte, denen ein Teilzeitarbeitsplatz angeboten wird. Weitere Ermittlungen des Rentenversicherungsträgers sind bei einem solchen Sachverhalt erforderlich (vgl. hierzu Beispiel 1)

Beispiel 1:
Das Leistungsvermögen des Versicherten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beträgt 4 Stunden täglich.
Ärztlicherseits ist der Versicherte auch in seiner letzten Tätigkeit als Elektriker (tägliche Arbeitszeit bisher: 8 Stunden) noch 4 Stunden täglich einsetzbar.
Das seit 3 Jahren bestehende Arbeitsverhältnis wurde noch nicht gekündigt.
Lösung:
Es muss ermittelt werden, ob es sich bei dem Arbeitgeber des Versicherten um einen Betrieb im Sinne des § 8 Abs. 7 TzBfG (mit mehr als 15 Beschäftigten) handelt. Im positiven Fall ist danach von einem Rechtsanspruch des Versicherten auf Reduzierung seiner täglichen Arbeitszeit von 8 auf 4 Stunden auszugehen mit der Folge, dass lediglich Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung zu leisten ist; Ausnahme: Der Arbeitgeber lehnt aus betrieblichen Gründen, sofern diese nachvollziehbar sind, eine entsprechende Verringerung der Arbeitszeit ab. Nur dann könnte der (Teilzeit-) Arbeitsmarkt für den Versicherten als verschlossen gelten und die volle Erwerbsminderungsrente zu zahlen sein."

Ihr Arbeitgeber müßte der DRV bestätigen, ob die Arbeitszeit verringert werden kann. Stimmt er einer Reduzierung der Arbeitszeit aus den in § 8 Abs. 4 TzBFG NICHT zu, kann die volle EM-Rente bewilligt werden.

Steht in Ihrem Bescheid ein entsprechender Zusatz?

Je nach Rentenbeginn macht die Krankenkasse bei zeitgleicher Zahlung (Rente und KG) Erstattungsanspruch geltend. Bei einer teilweisen EM-Rente wird das ALG I als Hinzuverdienst angerechnet. Die AfA macht keinen EA geltend. Das ALG wird bei einer teilweisen EM-Rente auch weitergezahlt.

Sie sollten sich überlegen, ob Sie im Endeffekt mit einer teilweisen EM-Rente UND dem ALG I nicht besser fahren als mit einer vollen EM-Rente. Denn bei einer solchen wird das ALG eingestellt.

Sie werden im Übrigen nicht "gezwungen", eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen. Wenn Ihr Arbeitgeber (ÖD) Ihnen keinen Teilzeitarbeitsplatz anbieten kann, bleibt es eben bei der teilweisen EM-Rente.

Nach Beendigung der ALG-Zahlung können Sie wieder einen Antrag auf volle EM-Rente stellen, wenn sich Ihr Gesundheitszustand bzw. Leistungsvermögen nicht gebessert oder sogar noch verschlechtert hat. Den Antrag sollten Sie aber ca. 3 Monate vorher stellen.

von
mars2007

es ist so das mein Arbeitgeber einen Teilzeitplatz hat. der DRV will jetzt von mir wissen ob ich diesen antrete wenn ja wann, und wenn nicht wieso.
Das Alg 1 wird noch bis 23.7.2013 gezahlt.
Lt. meiner behandelnden Ärzte und Psychologin bin ich in keinem Fall und bis auf unabsehbare Zeit AU, drum habe ich ja auch eine volle Erwerbsminderung beantragt.
Wenn ich jetzt den Teilzeitplatz nicht wahrnehme und Einspruch einlege was passiert mir dann nach dem 23.7.2013?

von
=//=

Zitiert von: mars2007

es ist so das mein Arbeitgeber einen Teilzeitplatz hat. der DRV will jetzt von mir wissen ob ich diesen antrete wenn ja wann, und wenn nicht wieso.
Das Alg 1 wird noch bis 23.7.2013 gezahlt.
Lt. meiner behandelnden Ärzte und Psychologin bin ich in keinem Fall und bis auf unabsehbare Zeit AU, drum habe ich ja auch eine volle Erwerbsminderung beantragt.
Wenn ich jetzt den Teilzeitplatz nicht wahrnehme und Einspruch einlege was passiert mir dann nach dem 23.7.2013?

Legen Sie Widerspruch gegen den Rentenbescheid ein und teilen Sie der DRV mit (am besten mit einer ärztlichen Bescheinigung Ihres Arztes), dass Sie aus gesundheitlichen Gründen auch KEINE Teilzeitbeschäftigung ausüben können.

Ich empfehle Ihnen, für den Widerspruch die Hilfe eines Sozialverbandes (VdK, DGB o.ä.) in Anspruch zu nehmen. Vorerst sollten Sie wegen der Fristwahrung aber selbst den Widerspruch einlegen und darauf hinweisen, dass die Begründung nachgereicht wird.

von
mars2007

vielen lieben Dank für ihr Hilfe.

ich habe nächsten Donnerstag einen Termin beim VDK. Mit meinem Arzt habe ich heute morgen auch gesprochen und ich werde wie schon seit 2 Jahren von Ihm regelmäßig und durchgehend krank geschrieben.
Ich möchte doch nur das ich wieder gesund werde und für die Zukunft so stabil werde das ich auch wieder am Arbeitsleben teilnehmen kann. Ich bin doch erst 46 Jahre alt

von
mars2007

So der VDk hat Wiederspruch eingelegt und meine behandelnden Ärzte sowie meine Psychologin werden einen Bericht schreiben auch in Bezug auf das erstellte Gutachten des DRV.
Weiter hat mein Hausarzt auf dem Formular der DRV bestätigt das ich den Teilzeitarbeitsplatz nicht antreten werde da ich weiterhin auf unabsehbare Zeit AU bin.
Wird mir jetzt die Teilweise genehmigte Rente weggenommen?
ALG 1 bekomme ich noch bis 23.7.2013 drum wird zur Zeit auch keine Rente gezahlt.