Teilzeitarbeitsplatz vorhanden aber nicht im Sinne einer Teilerwerbsminderungsrente

von
Naomi

Bei mir hat mir die DRV damals ein Schreiben für den Arbeitgeber geschickt wo sie wissen wollten ob sie einen leidensgerechten Arbeitsplatz für mich haben, hatten sie! Wäre dem nicht so gewesen sagte mir mein Sachbearbeiter hätte man eine Arbeitsmarktrente gewährt.

Mittlerweile bin ich nach einer Verschlechterung leider in einer vollen unbefristeten EM.

Ich würde an ihrer Stelle NICHT kündigen, ihr ARbeitgeber hat keinen leidensgerechten ARbeitsplatz, dann ruht ihr Arbeitsverhältnis (je nach Tarifvertrag und befristeter Rente), ich denke mal sie waren in Vollzeit beschäftigt?

Solange sie keinen leidensgerechten Arbeitplatz haben ist die AFA für sie zuständig (oder haben sie ihr Arbeitlosengeld schon ausgeschöpft?).

Wenn sie gegen die Entscheidung der DRV vorgehen wollen und eine volle EM Rente anstreben müssen sie dann jetzt wohl vors Sozialgericht ziehen. Wie das ausgeht kann ihnen natürlich keiner sagen.

Ich bin wegen meinem GDB vors Sozialgericht gezogen, dort wurde ein Gutachten von einem unabhängigen Gutachter erstellt, das zu meinen Gusnten ausfiel, man gab dem Landesamt für soziales die Möglichkeit einer Stellungnahme und ohne Gerichtsverhandlung bekam ich dann plötzlich den GDB 50.... So kanns gehen, muss aber nicht.

von
Wolfgang

Zitiert von: Manfred
Der Vorschlag selbst zu kündigen ist völlig daneben, jeder weiss das es dann eine Sperre vom Arbeitsamt gibt!

Wenn eine "Arbeitsmarktrente" gewährt wird, sollte weshalb Anspruch auf Arbeitslosengeld bestehen?

Das ist doch schließlich Sinn und Zweck einer "Arbeitsmarktrente", dass man KEIN Arbeitslosengeld benötigt.

Bevor man andere Schreiber anpöbelt, sollte man sich erst einmal mit den Fakten vertraut machen!

von
Schorsch

Zitiert von: Arbeitnehmer

Im Übrigen sieht es bei sinkender Arbeitslosigkeit immer schlechter für die Zukunft der Arbeitsmarktrenten aus. Auch hier sind eher Arbeitgeber, Agentur für Arbeit und Jobcenter in der Verantwortung.
Angesichts des demokratischen Wandels und der damit in Zukunft zu suchenden Einsparpotentiale in der Rentenversicherung, wird es eng werden für zukünftige zu verlängernde oder auch neue Arbeitsmarktrenten.

Volle Zustimmung!

Seit 2018 wird bereits strenger geprüft:

https://rentenbescheid24.de/die-arbeitsmarktrente/

Zitat: "Die Deutsche Renten­versicherung prüft zurzeit nicht die Vermittlungs­chancen im Teil­zeitarbeits­markt. Dies soll sich ab 2018 aber ändern.
Die Deutsche Renten­versicherung wird unter Einbeziehung der Bundesagentur für Arbeit ab 2018 prüfen, ob sich auf den Teilzeit­arbeits­markt Veränderungen ergeben haben, besser einen Teilzeit­job zu finden. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, so wird es deutlich schwieriger werden, die Arbeits­markt­rente wegen teilweiser Erwerbs­minderung zu erhalten."(Zitat ende!)

Grundlos werden "Arbeitsmarktrenten" auch nicht für maximal 3 Jahre befristet.
Profiteure einer "Arbeitsmarktrente" sollten sich jederzeit darüber im Klaren sein, dass sie irgendwann wegfallen kann.

MfG

von
Petra

Zitiert von: Wolfgang
Zitiert von: Manfred
Der Vorschlag selbst zu kündigen ist völlig daneben, jeder weiss das es dann eine Sperre vom Arbeitsamt gibt!

Wenn eine "Arbeitsmarktrente" gewährt wird, sollte weshalb Anspruch auf Arbeitslosengeld bestehen?

Das ist doch schließlich Sinn und Zweck einer "Arbeitsmarktrente", dass man KEIN Arbeitslosengeld benötigt.

Bevor man andere Schreiber anpöbelt, sollte man sich erst einmal mit den Fakten vertraut machen!

Die Antwort von Manfred finde ich jetzt gar nicht so falsch, weil diese den Tatsachen entspricht, denn die Frage ist hier ob sie überhaupt eine Arbeitsmarktrente bewilligt bekommt und selbst wenn wird diese nicht innerhalb von zwei Wochen bewilligt. Somit würde sie dann unter Umständen 3 Monate lang mit noch weniger Geld auskommen müssen.
Ich würde auf jeden Fall auch von einer Selbstkündigung oder gar einem Aufhebungsvertrag abraten.

von
Feli

Das Problem scheint hier zu sein, dass Laryfa denkt, dass sie nicht mehr als 6 Stunden am Tag neben der Teil-EM-Rente arbeiten darf. Darf sie aber, sonst würde sie die Rente ja nicht bekommen.
Die Frage ist, ob sie das kann oder will. Und dieses Problem kann sie nur mit sich selbst oder ihrem AG klären.

von
Laryfa

Zitiert von: Feli
Das Problem scheint hier zu sein, dass Laryfa denkt, dass sie nicht mehr als 6 Stunden am Tag neben der Teil-EM-Rente arbeiten darf. Darf sie aber, sonst würde sie die Rente ja nicht bekommen.
Die Frage ist, ob sie das kann oder will. Und dieses Problem kann sie nur mit sich selbst oder ihrem AG klären.

Eine Teilerwerbsminderungsrente zu bekommen darf man nur noch ein Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden haben und auch nur so entsprechend arbeiten, dachte ich. Und es ist mir tatsächlich aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich 8 Stunden am Tag zu arbeiten

Denn bei einer vollen Erwerbsminderungsrente wo mein Leistungsvermögen unter 3 Stunden ist darf ich doch auch am Tag nicht mehr als unter 3 Stunden arbeiten. Ich werde jetzt mal in SB bei der RV anrufen leider bekommt man hier ja keine Antwort von einem Experten so wie ich mir das erhofft hatte.

Experten-Antwort

Hallo Laryfa,

teilweise Erwerbsminderung besteht, wenn Ihre Leistungskraft auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken ist, Sie aber noch mindestens drei Stunden täglich arbeiten können.

Arbeiten Sie mehr (z.B. 8 Stunden) fällt die Rente aber nicht automatisch weg. Ggf. wären Sie dann auf Kosten Ihrer eigenen Gesundheit tätig.

Letztlich sollten Sie sich für eine abschließende Klärung der Angelegenheit direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen.

von
Laryfa

Zitiert von: Experte/in
Hallo Laryfa,

teilweise Erwerbsminderung besteht, wenn Ihre Leistungskraft auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken ist, Sie aber noch mindestens drei Stunden täglich arbeiten können.

Arbeiten Sie mehr (z.B. 8 Stunden) fällt die Rente aber nicht automatisch weg. Ggf. wären Sie dann auf Kosten Ihrer eigenen Gesundheit tätig.

Letztlich sollten Sie sich für eine abschließende Klärung der Angelegenheit direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen.

Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort, genau das gleiche hat mir gerade der Sachbearbeiter der RV am Telefon auch erklärt. Somit bin ich die ganze Zeit von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Nichtsdestotrotz bin ich leider, nicht mehr in der Lage 8 Stunden am Tag zu arbeiten so wie es mein Arbeitgeber verlangt, aber ich habe nun auch verstanden, dass dies nicht die Aufgabe der RV ist das zu klären. Leider muß ich trotz allem den Klageweg gehen, weil ich, aus meiner Sicht und der meiner Ärzte hier vor Ort, nur noch unter 3 Stunden leistungsfähig bin.

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