Telefonnr. Zentrale Widerspruchsstelle?

von
Artoist

Hallo in die Runde,

langsam drängt sich mir der Verdacht auf, die Mitarbeiter der Zentralen Widerspruchsstelle sind unserer Erde entrückt. Über die Deutsche Rentenversicherung in Berlin wird man beim Versuch einer direkten Kontaktaufnahme mit der Zentralen Widerspruchsstelle grundsätzlich mit Argumenten wie "den internen Arbeitsablauf durch direkte Kundenanfragen nicht stören" abgeblockt.

Vielleicht ist ein Auskunftsfreudiger und Wissender unter den Lesern, der mir mit einer Telefonnummer der Zentralen Widerspruchsstelle für berufliche Rehabilitation weiterhelfen kann.

Vielen Dank schon einmal.

Herzlich

Artoist

von
Der das Vetrauen in die Rentenversicherung komplett verloren hat

Wie kommen Sie denn dazu die Widerspruchsstelle direkt anzurufen ?

Das geht nun aber wirklich nicht !

Die müssen doch anonym bleiben, sonst könnte man die Leute ja vielleicht noch belangen.....

Nur in der Anonymität
sind Entscheidungen dieser
Widerspruchstelle so möglich, wie
sie - zum Teil, - gefällt werden.

von
Irst

Unterste Schubladen, der vorangegangene Beitrag...
Um was geht es Ihnen denn genau, Artoist?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Artoist,

ich bin zwar grundsätzlich auskunftsfreudig, in diesem Fall aber leider nicht Wissender. Soweit Sie die Zentrale Rufnummer des Rentenversicherungsträgers DRV Bund wissen möchten: 030 865-1 (ich gehe aber davon aus, dass Sie diese bereits haben). Die Servicehotline erreichen Sie unter 0800 10 00 480 70. Eine Durchwahl zur Widerspruchsstelle ist mir nicht bekannt.

von
richts

Aber leider mit verdmmt tiefem Hintergrund, dieser Beitrag

von
User

Widerspruchsausschüsse:
Hält die Rentenversicherung die Argumente für den Widerspruch für nicht begründet, übergibt sie den Fall einem so genannten Widerspruchsausschuss. Die Widerspruchsausschüsse sind in der Renten-, Kranken- und Unfallversicherung eine Einrichtung der Selbstverwaltung, die den Versicherten lange Prozesse vor dem Sozialgericht erspart. Sie sind je zur Hälfte mit Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber besetzt und haben die Aufgabe, die Entscheidung der Verwaltung zu überprüfen, wenn Versicherte mit einem Bescheid nicht einverstanden sind.
Die Ausschüsse entscheiden, ob und in welchem Umfang dem Widerspruch stattgegeben werden kann. Der Versicherte bekommt dies in einem Widerspruchsbescheid mitgeteilt.

Quelle:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_7112/SharedDocs/de/Inhalt/Servicebereich2/Thema_20des_20Monats_20Archiv/Widerspruch.html

Diese Vertreter tagen meiner Kenntnis nach nur zeitweise und sind keine Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung

Gruß

von
dirk

Das stimmt nicht!

von
dirk der Alte

ob das stimmt weiss ich nicht

von
Unbekannt

Hallo Artoist,

über den Widerspruch entscheidet der Ausschuss und nicht ein Einziger. Und selbst wenn es ein Einziger wäre, würde man trotzdem nicht die Rufnummer bekannt geben.

Wo kämen wir dann denn hin, wenn jeder dem guten Mann bzw. Frau das Ohr vollheult.
Der Ausschuss soll ja neutral entscheiden.

Sie müssen damit Leben, dass man den Ausschuss nicht anrufen kann.

von
DeFelice

man kann ihn vielleicht nicht
anrufen, den Widerspruchsaus-
schuss, man kann aber an der
Sitzung teilnehmen wenn man
dies möchte.

Der mögliche Einwand der jetzt
kommt, die Sitzung wär nicht
öffentlich, stimmt.

Aber als Partei im Widerspruchs
verfahren, vertreten Sie aber
nicht die Öffentlichkeit, und
können jederzeit mit ihrem
Rechtsbeistand an dieser nicht
öffentlichen Sitzung des Wider
spruchsausschuss teilnehmen,
wenn Sie dies beantragen.

MfG
DeFelice

von
dirk der Alte

Lieber User "Erfahrener"

würden Sie bitte, auch wenn Sie diesmal den neuen Nutzer meines alten Nicknamen zu meinen scheinen, von der diffamierung anderer Meinung abstand nehmen. Es gehört sich nicht, die Meinung Anderer als Blödsinn abzustempeln. Und dies auch unter dem Aspekt, dass ich die unter meinem N-Namen vertriebene Ansicht ebenfalls nicht für korrekt halte, da ich mich damit aber nicht genau auskenne dies wie oben geschehen kommentierte

Danke

von
Bernhard

Der Widerspruchsausschuss
besteht also aus 3 Leuten.
Und wie läuft im Einzelnen so
ein Verfahren dann am runden Tisch ( im Hause der Rentenversicherung, bei Kaffee und Kuchen) dann ab ?

Meine Vermutung lautet :

der Vertreter der Rentenversicherung
trägt den Fall vor ( wer sollte das auch anders als er machen - er kennt die Akten schließlich als einziger
im Detail ) -

ER trägt den Fall natürlich aus s e i n e r Sicht ( also aus der der Rentenversicherung ) vor.

Die beiden Vertreter der Versicherten und der Arbeitgeber können doch gar nicht anders als sich der Meinung des Vortragenden
anzuschliessen denn :

1. haben Sie doch keine medizinischen Fachkenntnisse
um zu einer anderen Beurteilung zu kommen
2. können sie die Akten doch gar nicht im Detail (manchmal 200 Seiten und mehr ) während
der Sitzung durchsehen und geschweige,
denn bewerten
3. aufgrund der Zeit die für den EINZELFALL zur Verfügung steht ( es werden doch sicher mehrere Fälle auf einmal abgehandelt ) ist doch eine andere Entscheidung - als die vom Rentenversciherer angeregte -gar nicht möglich.
4. würde mich eine Statistik interessieren, in wieviel Prozent der Fälle die Arbeitnehmer/Argeitgeber Vertreter wirklich a n d e r s als der Vertreter der DRV entscheiden haben..
5. warum sollten Sie g e g e n die DRV entscheiden ?
Das würde ich doch auch nicht machen um keinen Ärger zu bekommen, wenn ich monatlich dort wieder ins Haus müsste.

Also sollte man in diesen Widerspruchsausschuss
aus meiner Sicht keine große Hoffnung und kein Vertrauen
investieren.

Vielleicht ist das von mir bechriebene Szenario ja nicht so. Dann würde ich es begrüßen wenn einmal solch eine Sitzung vielleicht von Experten Seite geschildert würde.

von
dirk

mich würde noch interessieren

wer bestimmt diese Leute?
wer bestimmt, wer welchen Fall beurteilt?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo dirk,

dies Regeln die Satzung und ggf. die Geschäftsordnung der einzelnen Rentenversicherungsträger. Beispiel Deutsche Rentenversicherung Bund (Auszug aus der Satzung):

§ 67 Widerspruchsausschüsse für laufende Verwaltungsgeschäfte
(1) Der Erlass von Widerspruchsbescheiden für laufende Verwaltungsgeschäfte wird besonderen Ausschüssen (Widerspruchsausschüssen) übertragen. Die erforderliche Anzahl von Widerspruchsausschüssen wird auf Vorschlag der Zentralen Widerspruchsstelle vom Trägerausschuss des Vorstandes beschlossen.
(2) Jeder Widerspruchsausschuss besteht aus zwei ehrenamtlichen Mitgliedern und einem Mitglied des Direktoriums. Von den ehrenamtlichen Mitgliedern muss einer der Gruppe der Versicherten und einer der Gruppe der Arbeitgeber angehören. Die ehrenamtlichen Mitglieder müssen die Voraussetzungen der Wählbarkeit als Organmitglied erfüllen.
(3) Die ehrenamtlichen Mitglieder der Widerspruchsausschüsse und ihre Stellvertreter werden vom Trägerausschuss der Vertreterversammlung getrennt nach Gruppen gewählt.
(4) Ein ehrenamtliches Mitglied, das verhindert ist, wird durch ein stellvertretendes Mitglied vertreten. Das Mitglied des Direktoriums kann von einem Beamten des höheren Dienstes oder einem Arbeitnehmer mit vergleichbaren Funktionen vertreten werden.

§ 68 Dauer und Nachfolge im Ehrenamt
Die §§ 4, 6 und 64 sowie § 59 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch gelten für die ehrenamtlichen Mitglieder der Widerspruchsausschüsse für laufende Verwaltungsgeschäfte entsprechend.

§ 69 Sitzung der Widerspruchsausschüsse
(1) Die Widerspruchsausschüsse für laufende Verwaltungsgeschäfte tagen in nicht-öffentlicher Sitzung. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den ehrenamtlichen Mitgliedern, und zwar jeweils am 1. Oktober.
(2) Alle Mitglieder sind stimmberechtigt. Die Ausschüsse entscheiden mit Stimmenmehrheit, ob der Widerspruch zurückgewiesen, ihm stattgegeben oder in der Sache weiter aufgeklärt werden soll. Kommt keine Mehrheit zustande, gilt der Widerspruch als zurückgewiesen.
(3) Die sachliche und örtliche Zuständigkeit der Widerspruchsausschüsse sowie das nähere Verfahren regelt die vom Trägerausschuss des Vorstandes zu beschließende Geschäftsordnung für die Widerspruchsausschüsse.