Tod der Exfrau

von
Ulrich K.

Kürzlich verstarb meine Exfrau. Da ich bei der Ehescheidung Rentenanwartschaften an sie abgegeben habe, ist nun meine Frage ob ich die Übertragung nun Rückgängig machen kann ?

von
gerd

Hallo,
wenn die Exfrau noch keine Leistungen (also Rente oder auch Reha) erhalten hat, evtl. auch wenn sie nur kurz (max. 2Jahre) Rente erhalten hat, dann können die Rentenpunkte rückübertragen werden.

von
Knut Rassmussen

@ gerd

Vor 2,5 Jahren wäre ihre Antwort richtig gewesen.

Eine Rückübertragung ist seit der "großen" Reform dann möglich, wenn die Ex nicht mehr als 36 Monate Rentenbezug erhalten hat. Rehaleistungen oder auch laufende Hinterbliebenenzahlungen verhindern im Gegensatz zum alten Recht ebenfalls nicht die Rückübertragung.

Experten-Antwort

Hallo Ulrich K.,

der Antwort von Knut Rassmussen ist grundsätzlich zuzustimmen. Eine Rückübertragung ist also möglich, wenn Ihre geschiedene Frau eine Rente aus dem im Versorgungsausgleich erworbenem Anrecht nicht länger als 36 Monate bezogen hat. Da die „Rückübertragung“ bzw. Anpassung erst ab dem auf den Antragszeitpunkt folgenden Monat wirkt (also nur für die Zukunft), sollten Sie ggf. möglichst zeitnah einen entsprechenden Antrag („Anpassung wegen Tod der ausgleichsberechtigten Person nach § 37 VersAusglG“) bei Ihrem Rentenversicherungsträger stellen.