Ü60 Flüchtlinge

von
T. Kramer

Hallo,
ich betreue ehrenamtlich ca. 30 Flüchtlinge aus Afrika (alle über 60 Jahre alt mit 4 bis 11 Kindern).
Alle erhalten HartzIV sowie Kindergeld, Kleidergeld, Wohnungseinrichtung und die Wohnungsmiete.
Wir diskutieren ob eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt noch Sinn machen würde da die Einkünfte dann deutlich geringer wären als die derzeitigen Sozialleistungen.
Auch befürchten wir, dass die zukünftige Rente dann sehr gering wäre.
Würde die Rente aufgestockt werden und gibt es weitere Zuwendungen?
Gruss aus Sigmaringen
Kramer

von
Liesa Kramer

Zitiert von: T. Kramer
Hallo,
ich betreue ehrenamtlich ca. 30 Flüchtlinge aus Afrika (alle über 60 Jahre alt mit 4 bis 11 Kindern).
Alle erhalten HartzIV sowie Kindergeld, Kleidergeld, Wohnungseinrichtung und die Wohnungsmiete.
Wir diskutieren ob eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt noch Sinn machen würde da die Einkünfte dann deutlich geringer wären als die derzeitigen Sozialleistungen.
Auch befürchten wir, dass die zukünftige Rente dann sehr gering wäre.
Würde die Rente aufgestockt werden und gibt es weitere Zuwendungen?
Gruss aus Sigmaringen
Kramer

Hallo Kramer,

mit dem zählen der Flüchtlinge fällt Ihnen schwer(ca.!). Sie haben den ersten Preis gewonnen. Von Ihrer Sorte müsste es mehr geben. Engagieren sich ehrenamtlich (unentgeltlich) und opfern Ihre wertvolle Freizeit. Ganz toll was da machen. Weiter so.

Grüße

von
Fastrentner

Zitiert von: T. Kramer
Hallo,
ich betreue ehrenamtlich ca. 30 Flüchtlinge aus Afrika (alle über 60 Jahre alt mit 4 bis 11 Kindern).
Alle erhalten HartzIV sowie Kindergeld, Kleidergeld, Wohnungseinrichtung und die Wohnungsmiete.
Wir diskutieren ob eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt noch Sinn machen würde da die Einkünfte dann deutlich geringer wären als die derzeitigen Sozialleistungen.
Auch befürchten wir, dass die zukünftige Rente dann sehr gering wäre.
Würde die Rente aufgestockt werden und gibt es weitere Zuwendungen?
Gruss aus Sigmaringen
Kramer

In Deutschland bedingt ein Rentenanspruch mindestens 5 Jahre mit Beitragszeiten. Für aktuell zugezogene, über 60 Jahre alte Flüchtlinge, wird daher kein oder kein nennenswerter Rentenanspruch mehr zustande kommen.
Letztendlich wird es bei Hartz4 oder Grundsicherungsleistungen bleiben.

von
W*lfgang

Hallo T.Kramer,

> Wir diskutieren ob eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt noch Sinn machen würde da die Einkünfte dann deutlich geringer wären als die derzeitigen Sozialleistungen.

Welcher AG stellt schon nicht geflüchtete Deutsche in diesem Alter noch ein, wobei die ja eine gewisse Qualifikation mitbringen - sprechen meist fehlerfrei D ;-)

Zudem ist Ihre Aussage Quatsch, ergänzende Sozialleistungen gibt es auch bei geringerem Einkommen aus Arbeitsleistung oben drauf – und wenn Erwerbsfähigkeit besteht, ist das keine Frage des 'Sinnmachens'... !

> Auch befürchten wir, dass die zukünftige Rente dann sehr gering wäre.

Welche 'Rente', wovon reden Sie da, was in den kurzen Jahren bis zur Regelaltersgrenze als 'Rente' überhaupt entstehen könnte? Erwarten Sie eine höhere Rente durch Nichtarbeit? ;-))

> Würde die Rente aufgestockt werden und gibt es weitere Zuwendungen?

Im Rahmen der Grundsicherung im Alter werden Renten durch 'besondere Zuwendungen'/Sozialhilfe aufgestockt ...weitere 'Zuwendungen' staatlicherseits sind nicht zu erwarten - es sei denn, die örtliche Gemeinde bietet sozialbedingt verbilligte Busfahrkarten an und/oder BuT-Leistungen oder andere freiwillige 'Leckerlies' kommen der Familie zugute.

Tipp: Vor Ort gibt es doch sicher einen 'Arbeitskreis', der all Ihre Fragen bereits im Detail geklärt hat ...Sie betreuen doch nicht so einfach und spontan aus dem Nichts heraus eine Gruppe Flüchtlinge ohne Hintergrund/Folgewissen ??? Falls ja, sind Sie der falsche 'Betreuer' ...

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo T.Kramer,

eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird nur gezahlt, wenn man eine bestimmte Mindestversicherungszeit (sog. allgemeine Wartezeit) erfüllt hat. Diese beträgt 5 Jahre. Angerechnet werden im wesentlichen dafür Pflichtbeitragszeiten und freiwillig gezahlte Beiträge.

Ich gehe daher davon aus, dass ohne die Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung die von Ihnen betreuten Menschen diese Mindestversicherungszeit nicht erfüllen und daher auch keinen Rentenanspruch in Deutschland erwerben werden.