Übergangsgeld

von
ariane

Habe vor 5 ! Jahren einen Antrag auf eine LTA in einem bestimmten Berufsfeld gestellt - in Abstimmung mit meinem damaligen Reha-Berater.

Zuerst wurde eine LTA komplett abgelehnt, nach Widerspruch bekam ich eine Bewilligung in einem anderen Berufszweig.

Ein Rentenberater erklärte mit damals, dass die Bearbeitung eines weiteren Widerspruchs gegen die Ablehnung des ursprünglichen Antrages wieder lange dauern würde - und ich deshalb diese bewilligte LTA absolvieren sollte.

Dies tat ich - und erhielt dabei ein Übergangsgeld auf Grund meines letzten Gehalts.

Gleichzeitig widersprach ich jedoch weiter der Ablehnung meines ersten Antrags auf eine LTA in dem von mir gewünschten Beruf.

Ein Urteil des zuständigen Sozialgerichts gab mir jetzt recht und ich werde nun bald eine weitere LTA machen.

Hier werde ich aber ein Übergangsgeld bekommen , das nicht mehr von meinem damaligen Gehalt berechnet wird ( liegt ja länger als 3 Jahre zurück ), sondern nach aktueller Tarifsituation.

Diese ist aber in den letzten Jahren extrem schlechter geworden, entsprechend - sehr viel - niedriger würde natürlich auch das Ü-geld sein.

Einerseits habe ich bereits vor 2 Jahren eine Umschulung beendet und eben Ü-geld bezogen, andererseits basiert das jetzige Urteil des Gerichts auf meinem Antrag, den ich vor fast 5 Jahren gestellt habe.

Das ist wahrscheinlich eine ziemlich ungewöhnliche Situation, aber ich wüsste einfach gerne,ob dadurch nicht die Möglichkeit oder gar der Anspruch bestehen könnte, mein jetziges zu erwartendes Übergangsgeld praktisch in den damaligen Stand zu versetzen.

Denn die kommende LTA mache ich ja auf Grund meines Antrages von vor 5 Jahren - und kann ja nichts für die lange Zeit bis zum jetzigen Urteil.

von
Ahnungsloser

Eine Versetzung in den damaligen Stand ist nicht möglich. Das Übergangsgeld wird aus dem Tariflohn ermittelt, wenn der letzte Tag des Bemessungszeitraums bei Beginn der Leistungen länger als drei Jahre zurückliegt. Es kommt also auf den Beginn der Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben an. Das Antragsdatum ist für die Bestimmung des Übergangsgeldes ohne Bedeutung.

von
Nix

Gemäss § 48 SGV IX (Sozialgesetzbuch - 9.Buch) erfolgt die Übergangsgeldberechnung aus dem Tarifentgelt, wenn der letzte abgerechnete Entgeltabrechnungszeitraum länger als 3 Jahre zurückliegt.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Sie die Umschulung bereits vor 5 Jahren beantragt haben.
Das ist Gesetz.
Irgendwelche Individualitäten/Ausnahmen müssen Sie dann wohl nochmal sozialgerichtlich erstreiten.

Nix

Experten-Antwort

Den Ausführungen von "Ahnungsloser" und "Nix" ist leider nichts hinzuzufügen.