Übergangsgeld berechnung

von
Alex78

Also ich bin in einer Umschulungsmaßnahme der DRV Hessen. Habe heute meine bescheinigung für das übergangsgeld bekommen. Aber sie haben dort die grundlage genommen wo ich letztes jahr zwischen meine beiden langen Krankheitsperioden in einer Zeitarbeitsfirma war. Aber mir wurde von mehreren Rehaberatern der DRV Hessen gesagt das sie dafür den Tarif als grundlage nehmen von dem Beruf den ich gelernt hatte und nicht mehr ausüben kann. Wie schreibe ich da jetzt am besten den Widerruf oder sollte ich gleich anwalt einschalten und zum Sozialgericht gehen da ich schon öfters wegen bescheide bei der DRV probleme hatte ????

von
Nix

Hallo Alex78!
Ihr Gedanke, einen Anwalt zu nehmen ist garnicht mal so schlecht.
In der Tat sollten Sie es erst einmal so probieren...ohne Rechtsanwalt.

Schreiben Sie z.B.

Sehr geehrte Damen und Herren!
Gegen Ihren Bescheid vom über die Berechnung von Übergangsgeld erhebe ich Widerspruch.

Begründung:
Ich habe im Jahre.... eine dreijährige Berufsausbildung als....absolviert. In diesem Beruf habe ich anschließend ....Jahre gearbeitet.

Aus diesem Grunde bitte ich Sie, für die Berechnung des Übergangsgeldes das Tarifentgeltes von heute für diesen Beruf heranzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen
.....

Warten Sie anschließend ab, was kommt.
Sicher bietet man Ihnen ein höheres Tarifentgelt für die Berechnung an und daher ein höheres Übergangsgeld an.

Oder Sie erhalten einen klagefähigen Widerspruchsbescheid.
Dann würde ich an dieser Stelle einen Rechtsanwalt nehmen und vor dem Sozialgericht klagen.
Mehr können Sie im Moment wirklich nicht tun.
Die Berechnung von Übergangsgeld ist eine Ermessensentscheidung des RV-Trägers. Hier läßt sich zunächst durch einen Widerspruch ohne Rechtsanwalt austarieren, ob die DRV nach dem Widerspruch ein anderes höheres Tarifentgelt zu Ihren Gunsten auswählt.
Vielleicht ergibt sich dann ein Übergangsgeld,daß Sie wenigstens ein bißchen zufrieden stellt. Für den Fall, daß dies nicht der Fall sein sollte, würde ich erst anschließend einen Rechtsanwalt nehmen und vor dem Sozialgericht klagen.

Versuchen Sie es erst im Guten. Die Pappnasen in diesen Beamtenstuben sind auch nur Menschen und lassen auch mal mit sich reden.

Ich wünsche Ihnen einen Bescheid, der zu Ihrer Zufriedenheit ergeht.

Viele Grüße
Nix

Experten-Antwort

Hallo Alex78,

bitte legen Sie innerhalb der Monatsfrist Widerspruch bei Ihrem Rentenversicherungsträger ein und bitten unter Schilderung der Sachlage um Neuberechnung Ihres Übergangsgeldes nach dem aktuellen Tarifentgelt.

von
Alex78

Thx für die Infos