Übergangsgeld /Teilhabe am Arbeitsleben

von
charles

Hallo,
wie wird das Übergangsgeld während einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben in meinem Fall berechnet:

Ich bin selbständig seit 14 Jahren tätig. In den letzten 5 Jahren habe ich aus gesundheitliches Gründen nur ein geringes Einkommen erzielt.

Es ist davon auszugehen, dass ich vor Beginn
der Maßnahme nicht arbeitsunfähig bin.

Grundsätzlich habe ich die Dinge so verstanden, dass mein im letzten Jahr erzieltes Einkommen als Selbständiger mit dem ortsüblichen Entgelt für diese Tätigkeit im Kalendermonat vor Beginn
der Maßnahme verglichen wird.
Da mein erzieltes Einkommen im Vorjahr geringer ist als das ortsübliche Entgelt, wird dieses Berechnungsgrundlage für das an mich zu zahlende Übergangsgeld sein.

Ist folgende Berechnung für mich korrekt:

65 % des ortsüblichen Bruttoentgelts ???

Vielen Dank.

Grüße - Charles

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Das kommt darauf an, ob sie freiwillige Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben, bzw. pflichtversichert aufgrund Ihrer Selbstständigkeit waren.

Fall 1: Sie haben freiwillige Beiträge gezahlt oder waren pflichtversichert, dann wird 80% des erzielten Einkommens als Berechnungsgrundlage zugrunde gelegt, verglichen mit der 65% der tariflichen/ortsüblichen Regelung. Die höhere Berechnungsgrundlage ist maßgebend, davon werden 68% bei keinem berücksichtigungsfähigen Kind, bzw. 75% bei mind. einem berücksichtigungsfähigem Kind zugrunde gelegt. Hierbei kommt es darauf an, ob ihr Kind Anspruch auf Kindergeld hat (auch wenn es über 18 Jahre alt ist).

Fall 2: Es wurden keine freiwilligen Beiträge, bzw. Pflichtbeiträge entrichtet. Dann findet lediglich die tarifliche/ortsübliche Regelung Anwendung, davon wie oben beschrieben 65%, von dieser Berechnungsgrundlage dann 68, bzw. 75%.

Experten-Antwort

Sollten Sie in den letzten 3 Jahren vor Beginn der LTA kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt erhalten haben, ist der Tariflohn für die Berechnung des Übergangsgeldes heranzuziehen. Falls Sie in den letzten 3 Jahren vor Beginn der LTA sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt erhalten haben, wird eine Vergleichsberechnung durchgeführt.

Mit der Bewilligung wurden Ihnen verschiedene Vordrucke zugesandt. Bitte senden Sie uns diese vor Beginn der Maßnahme ausgefüllt und unterschrieben zu. Dann können wir prüfen, wie in Ihrem Fall das Übergangsgeld zu berechnen ist. Gerne können Sie sich jederzeit mit den Mitarbeitern der Deutschen Rentenversicherung in Verbindung setzen, die Ihnen gerne Auskunft geben und Ihnen beim Ausfüllen der Vordrucke behilflich sind.

von
charles

Das kommt darauf an, ob sie freiwillige Beiträge in der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben, bzw. pflichtversichert aufgrund Ihrer Selbstständigkeit waren.

Fall 1: Sie haben freiwillige Beiträge gezahlt oder waren pflichtversichert, dann wird 80% des erzielten Einkommens als Berechnungsgrundlage zugrunde gelegt, verglichen mit der 65% der tariflichen/ortsüblichen Regelung. Die höhere Berechnungsgrundlage ist maßgebend, davon werden 68% bei keinem berücksichtigungsfähigen Kind, bzw. 75% bei mind. einem berücksichtigungsfähigem Kind zugrunde gelegt. Hierbei kommt es darauf an, ob ihr Kind Anspruch auf Kindergeld hat (auch wenn es über 18 Jahre alt ist).
Hallo,

vielen Dank für die Antwort.

Für mich kommt die 1. Variante in Frage. Ich bin als Selbständiger pflichtversichert.

Und ich habe noch eine Nachfrage:

Für mich wird sehr wahrscheinlich als Berechnungsgrundlage das ortsübliche Entgelt in Frage kommen. Wird bei Selbständigen davon ausgegangen, dass ich Vollerwerbstätig war oder muss ich dies nachweisen?

Kann ich so davon ausgehen, dass ich 65 % der Berechnungsgrundlage erhalte und davon wiederum 68% (alleinstehend ohne Kind) oder
sind auch Abschläge wegen Teilzeitarbeit möglich?

Vielen Dank.

Grüße - Charles

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Es wird grundsätzlich von einer Vollzeitbeschäftigung ausgegangen. Der Tarifvertrag / das ortsübliche Arbeitsentgelt wird durch einen Sondersachbearbeiter hausintern festgelegt.

Ihren Ausführungen ist nichts hinzuzufügen, 65% des tariflichen Arbeitsentgelts, von dieser Berechnungsgrundlage 68% (natürlich nur, wenn das Arbeitseinkommen aus Ihrer Selbstständigkeit geringer ist).