Übergangsgeld trotz ALG I

von
Ingo

Hallo, ich bin bis Ende des Monat in einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben. Es sieht so aus, das ich bis dahin, keine Arbeit aufnehme. Es besteht noch ein ALG I - Anspruch von ca.70 Tagen. Die whrscheinliche Leistung liegt mit 11,82€, deutlich unter dem Übergangsgeld.
Meine Frage: Bekomme ich "aufstockend" Übergangsgeld für drei Monate? Oder muss ich ALG II beantragen? Mein Termin bei der Argentur f.A. ist erst am 29.03. Die Maßnahme der RV endet aber schon am 23.03. Muss ich also jetzt schon einen Antrag auf aufstockende Leistung in Form von ALG II oder Übergangsgeld stellen und was soll ich dort als Bezugsumme ALG I angeben, da ich den Bewilligungsbescheid frühestens im April erhalte?
mit freundlichen Grüßen, Ingo

von
geht nicht

Solange Sie Anspruch auf AlG 1 haben, kann die DRV kein Anschlussübergangsgeld zahlen und schon gar nicht aufstockend. Diesen Begriff gibt es nur im AlG 2/Grundsicherungsrecht.

Von daher sollten Sie schnellstmöglich auch Kontakt zum Jobcenter aufnehmen und dort den Sachverhalt im Antrag einfach schildern.

Experten-Antwort

Hallo Ingo,
Ein Anschlussübergangsgeldanspruch besteht nach erfolgreicher Maßnahme für max. 3 Monate nach Maßnahmeende.
Falls noch ein zeitgleicher AloGeldanspruch besteht, so ist dieser vorrangig und schließt die Zahlung von Anschlussübergangsgeld aus.
Soweit erforderlich wäre in diesem Fall ergänzend AloGeld II zu beantragen.

Fundstellenhinweis rund um´s Anschlussübergangsgeld (§71 SGB IX, insbes. RdNr. 4 bis 4.5. -> https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/09_SGB_IX/pp_0051_75/gra_sgb009_p_0071.html#doc1575294bodyText14