Übergangsgeld: Vergleichsberechnung nach § 48 SGB IX

von
Koulchen

Mein Bruder kann wegen einer Hautkrankheit an den Händen nicht mehr in seinem erlernten Beruf als Maschinenschlosser arbeiten, ist derzeit im ALG II-Bezug und soll laut einem Schreiben der DRV demnächst an einer Berufsfindungsmaßnahme teilnehmen.

Im Infoblatt zum Schreiben stand, daß das Übergangsgeld für die Leistungen zur Teilhabe auf Basis des Einkommens berechnet werden. Das ist bei meinem Bruder nicht sehr viel, und mit den 60 % davon, die sich aus der Standardberechnung ergeben, wird er definitiv nicht rumkommen mit seinen zwei Kindern.

Die Vergleichsberechnung anhand des Tarifvertrags, die zu einem deutlich höheren Übergangsgeldbetrag führen würde, wurde im Infoschreiben nicht erwähnt. Meines Wissens muß sie aber von Amts wegen vorgenommen werden.

Reicht es, wenn mein Bruder bei seinem nächsten Termin bei der Rentenversicherungsstelle darauf hinweist, oder sollte er das lieber zur Niederschrift aufnehmen lassen? Ich vermute, wenn die Berechnung des Übergangsgelds erst einmal steht, wird es schwieriger, die Vergleichsberechnung durchzusetzen, außerdem müssen er und seine Kinder bis dahin ja auch irgendwie leben.

Vielen Dank vorab für alle Infos!

Gruß
Koulchen

von
Nix

Bei der Übergangsgeldberechnung für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wird eine Vergleichsberechnung von Arbeitsentgelt mit dem Tarifentgelt vorgenommen.
Das weiss auch Ihr Sachbearbeiter.
Warten Sie einfach auf den Übergangsgeldbescheid.
Anschliessend können Sie immer noch Widerspruch erheben.
Das Übergangsgeld lässt sich durch Widerspruch jederzeit - einfach - ändern.

Nix

von
Koulchen

Hallo Nix,

vielen Dank für Ihre Info, die ich gerade an meinen Bruder weitergegeben habe! Genau so wird er es jetzt machen.

Viele Grüße
Koulchen

Experten-Antwort

Hallo Koulchen,

natürlich kann Ihr Bruder nochmal darauf hinweisen, wenn er sowieso in der Beratungsstelle ist.
Ich gehe jedoch davon aus, dass dies nicht erforderlich ist, weil die Vergleichsberechnung von Amts wegen vorgenommen wird. Sie können also auch einfach den Bescheid abwarten. Und - wie Nix schon schrieb - ein Widerspruch ist dann immer noch möglich....

von
Koulchen

Vielen Dank an die Expertin!

Gruß
Koulchen