Übergangsgeldberechnung nach mehr als 3 Jahren nach Tätigkeit bei Zeitarbeitsfirma, aber mit fester Arbeitsstelle als Fachkraft

von
Tino

Ich war in einer Zeitarbeitsfirma angestellt. Aber nicht als Zeitarbeiter mit Wechseltätigkeit. Ich war als "Fertigungskontrolleur" mit einem festen Arbeitsplatz/Arbeitsort angestellt und arbeitete zwischen 42 und 50 Stunden wöchentlich.
Der Vertrag beschrieb 7,50€ je Stunde und wörtlich "mindestens 35 Stunden" je Woche.
Seit der letzten Tätigkeit sind fast 6 Jahre vergangen.
Der Übergangsgeldbescheid für die berufl. Reha besagt nun: lt. Tariflichen Informationen 8,35€ bei 35 Stunden.
Ist das richtig? Der Bescheid sagt weder aus welcher Tarif noch welche Tätigkeit als Berechnungsgrundlage genommen wurde. Fest steht jedoch das der Stundenlohn wesentlich niedriger ist als der, den ein Fertigungskontrolleur mit 6-Monatiger Ausbildung im Gießereiwesen erhält. Weiterhin wird meine Nachgewiesene Stundenzahl ignoriert.

Das kann doch nicht korrekt sein. Nur weil mein Chef seine Firma als Zeitarbeitsfirma gründete bin ich doch nicht weniger Wert. Außerdem habe ich keine Zeitarbeiteranstellung sondern eine Vertraglich festgelegte Fachtätigkeit mit festem Arbeitsplatz. Ich wurde auch von Anfang an außerhalb und unabhängig vom Zeitarbeitertarif eingestellt und bezahlt.

von
Nix

Hallo Tino!
Eine Aussage zur Bewertung Ihrer Tätigkeit vermag ich an dieser Stelle nicht abgeben.
Wenn Sie mit dem festgesetzten Tarifentgelt nicht einverstanden sind, dann legen Sie bitte schriftlich Widerspruch bei Ihrem RV-Träger ein. Sie können dort auch persönlich vorsprechen und den Widerspruch zur Niederschrift aufnehmen lassen.

Legen Sie möglichst viele Belege - Kopien von Verdienstbescheinigung - aus Ihrer vergangenen Tätigkeit vor.

Dann wird sich Ihrer Sachbearbeiter mit der Auswahl des entsprechenden Tarifentgeltes nochmal beschäftigen und Sie erhalten möglicherweise einen Änderungsbescheid.

Viel Erfolg!

Nix

von
Tino

Die Unterlagen haben die ja alle. Also Verdienstabrechnungen und lückenlose Stundenaufzeichnungen für die letzten 1,5 Jahre meiner Tätigkeit dort. Das Problem ist, da jemanden zu erreichen. Hinfahren geht nicht, sind 150km bis hin. Meine Rehaberaterin beim BFW sagte ich solle den Bescheid mal mitbringen wegen dem dort angegebenen Bezugsberuf. Da ist aber keinerlei Berufsangabe drauf.

von
-_-

:P
Wenn Sie mit dem festgesetzten Tarifentgelt nicht einverstanden sind, dann legen Sie schriftlich Widerspruch bei Ihrem RV-Träger ein. Sie können auch persönlich bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung vorsprechen und den Widerspruch zur Niederschrift aufnehmen lassen. Wenn die Widerspruchsfrist abzulaufen droht, legen Sie nur einfach Widerspruch ein und schreiben, dass die Begründung nachgereicht wird. Die Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung hilft Ihnen ggf. bei der schriftlichen Formulierung der Begründung.

Adressen und Telefonnummern der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung unter
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/de/Navigation/Beratung/beratungsstellen/Yellowmap_node.html

Oder den Termin selbst buchen unter
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/de/Navigation/Beratung/Online_node.html

Experten-Antwort

Hallo Tino,

die Forumsteilnehmer Nix und -_- haben Ihnen bereits den richtigen Ratschlag gegeben: Legen Sie Widerspruch ein, dann wird der ganze Sachverhalt nochmal geprüft.
Eine konkretere Antwort können wir hier im Forum leider nicht geben, da die individuellen Umstände nicht bekannt sind.