Übergangsgeldberechnung

von
Schmidt

Hallo.
Ich beginne am 04.04.2016 meine Teilhabe am Arbeitsleben. Antrag auf Übergangsgeld ist gestellt.
Ich habe mich nur gewundert, das bis heute, noch kein Bescheid übers Übergangsgeld bei mir eingetroffen ist. Jetzt habe ich gerade mit der Leistungsabteilung der DRV telefoniert und die sagten:
"Das Übergangsgeld wird erst am 04.04. berechnet/bearbeitet, weil sie die Bestätigung des Maßnahmenträgers abwarten, das ich auch wirklich ab 04.04. die Teilhabe beginne."
Ist das wirklich so? Ich fange eine Teilhabe an, ohne zu wissen wie viel Übergangsgeld ich tatsächlich bekomme? Wenn das Übergangsgeld nachher zu gering ist und ich noch Wohngeld beantragen muss, wie soll man das machen, wenn die Maßnahme 400km vom Wohnort entfernt ist? Jetzt hätte ich Zeit genug gehabt für alles zu regeln.

"Schönen" Tag.

von
???

Ihr Übergangsgeld wird mindestens 68% (keine Kind, für das Kindergeldanspruch besteht), bzw. 75% (Kind, für das Kindergeld bezogen wird, ist vorhanden) des letzten Nettolohnes (ohne Einmalzahlungen ...) betragen. So können Sie abschätzen, ob Sie sich bereits vorsorglich die entsprechenden Wohngeld-Formulare o.ä. besorgen müssen.
Im Zeitalter des Internets und Fax ist es kein Problem, die entsprechenden Anträge über größere Entfernungen zu stellen.

Experten-Antwort

Hallo Schmidt,

der Übergangsgeldbescheid wird immer erst nach Eingang der Aufnahmebestätigung des Bildungsträgers gefertigt. Wie bereits ??? ausgeführt hat, können Sie aber anhand des letzten Nettolohnes bereits abschätzen, welches Übergangsgeld Sie in etwa erwarten können.

von
Schmidt

Zitiert von: Techniker

Hallo Schmidt,

der Übergangsgeldbescheid wird immer erst nach Eingang der Aufnahmebestätigung des Bildungsträgers gefertigt. Wie bereits ??? ausgeführt hat, können Sie aber anhand des letzten Nettolohnes bereits abschätzen, welches Übergangsgeld Sie in etwa erwarten können.

Leider kann ich das nicht. Vielleicht können sie mir helfen. Ich hatte im Jahre 2011 nur eine 70% Stelle mit 10,42 Euro/Stunde Brutto. Ab Mitte 2011 bis zum Tag der Umschulung beziehe ich ALG 2. Was wäre das Übergangsgeld?
Beste Grüße

von
???

Am einfachsten wäre es, wenn Sie einfach Ihre letzte Lohnabrechnung zur Hand nehmen würden. Alternativ können Sie aber auch einen Gehaltsrechner nutzen (Google hilft hier weiter). Von dem damit errechneten Netto-Lohn nehmen Sie dann eben 68 oder 75%.
Da Sie nur Teilzeit gearbeitet haben, sollten Sie dann aber auch die absolute Untergrenze für Ihr Übergangsgeld haben. Durch die Vergleichsberechnung mit dem Tariflohn wird sich vermutlich ein höheres Übergangsgeld ergeben.

Experten-Antwort

Hallo Schmidt,

da Sie Ihr letztes Gehalt vor über drei Jahren bezogen haben, wird dieser Lohn nicht mehr für die Übergangsgeldberechnung herangezogen. Es wird eine sogenannte Tariflohnberechnung durchgeführt. Für die Tariflohnberechnung gilt folgendes:
Maßgebend ist das Arbeitsentgelt (Vollzeit) im letzten Monat vor Beginn der Leistungen (Bemessungszeitraum). Es ist bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung für diejenige Beschäftigung zu berücksichtigen, für die Sie ohne Ihre Behinderung nach ihren beruflichen Fähigkeiten und nach Ihrem Lebensalter in Betracht käme. Dies ist von Ihrem Arbeitgeber zu bestätigen.

Eine konkrete Aussage im Forum über die Ihnen zustehende Übergangsgeldhöhe ist daher nicht möglich. Sie sollten sich mit Ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen. Eventuell erhalten Sie von dort eine Probeberechnung des Übergangsgeldes.