Übergangsgeld/Krankengeld

von
Christian86

Hallo,
ich wurde am 02.09.2013 operiert, war aufgrund Vorerkrankung aus der Entgeltfortzahlung ab dem 23.09.2013. Im Anschluss wurde mir eine 3-wöchige Reha bewilligt, und zwar ab dem 14.10.2013. Leider wurde ich in der zweiten Woche krank aufgrund einer Grippe (ärztlich attestiert vom 22.10.-27.10.) Die Reha verlängerte sich sodann um 1 Woche und endete am 08.11.2013. Am 11.11.2013 war ich beim Abschlussgespräch bei meinem Arzt, welcher mich ab dem 12.11. wieder gesundgeschrieben hat. Nun streiten sich Krankenkasse und DRV wohl wegen den Zeiträumen 22.10.-27.10. und 09.11.-11.11. Kann mir jemand sagen, wer hier als Kostenträger in Frage kommt? Ich habe die endlosen Telefonate und den ewigen Schriftverkehr mittlerweile satt, das kann doch nicht so schwer sein. Die Krankenkasse sagt, dass bis zu einer Woche Krankheit während einer Reha das dennoch die DRV trägt, die DRV sagt, sie übernehmen das nur bis zu 3 Tagen. Und für den 09.11.-11.11. sagte mir die Krankenkasse, dass sie dies nicht übernehmen, das ich die stufenweise Wiedereingliederung abgelehnt habe und ich ja bereits ab dem 09.11. wieder hätte arbeiten können (ich arbeite auch WE). Sollte es nicht ausreichend sein, was mein behandelnder Operateur auf den Auszahlschein schreibt? Vielen Dank im Voraus.

Experten-Antwort

Hallo Christian86,

tritt während einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als dei Tagen ein, besteht für die Zeit der Unterbrechung kein Anspruch auf Übergangsgeld.
Zuständig ist dann wieder die vor der Maßnahme zuständige Krankenkasse.

Bei Abschluß der Leistung ist die vom Reha -Arzt bestätigte Entlassungsform maßgebend. Bei einer arbeitsfähigen Entlassung endet auch das Übergangsgeld mit dem letzten Tag der Leistung. Mit der Folge, dass ab Folgetag wieder Anspruch auf Arbeitsentgelt bzw. sonstige Leistung (z.B. Arbeitslosengeld) besteht oder -evtl auch rückwirkend- eine Arbeitsunfähigkeit durch den behandelten Hausarzt vorliegen muß.

von
Christian86

Danke für die superschnelle Antwort! Anhand welcher rechtlichen Grundlage kann ich das mit den 3 Tagen meiner Krankenkasse verdeutlichen?

Sprich, wenn mich die Rehaeinrichtung als "arbeitsunfähig" entlassen hat, dann muss nun für die letzten 3 Tage auch die DRV ÜG bezahlen? Denn die Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit für diesen Zeitraum liegt mir vor.

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Eine spezialgesetzliche Regelung für krankheitbedingte Fehltage gibt es nicht. Die drei-Tages-Regelung ist Auslegungssache der Sozialversicherungsträger und wird mit dem § 45 SGB IX begründet.

Dies kann man in den rechtlichen Arbeitsanweisungen der Rentenversicherung nachlesen.