Überprüfung unbefristete Erwerbsminderungsrente

von
Thomas

In den Bescheiden bei einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente steht ja immer der Textbaustein "Wir sind verpflichtet von Zeit zu Zeit ober bei Arbeitsaufnahme zu prüfen....."

Jetzt habe ich hier mal das Archiv durchstöbert und die unterschiedlichsten Antworten und Erfahrungen gefunden, die einen berichteten über regelmäßige Überprüfungen, die anderen darüber das niemals überprüft wurde.

Ich bilde mir auch ein gelesen zu haben, dass dies im medizinischen Bericht der Rentenversicherung dokumentiert wurde, bzw. wird wenn eine unbefristete Erwerbsminderungsrente gewährt wird/wurde.

Können dass die Experten hier im Forum so bestätigen, dass man das aus dem Bericht ersehen könnte ob in der Zukunft eine Überprüfung stattfindet und in welchen Abständen.

Und wenn dass der Fall wäre, kann man diesen Bericht bei der Rentenversicherung auch anfordern?

von
Advokatus

Hallo Thomas,

ich würde sowieso immer die Gutachten und beratungsärztlichen Stellungnahmen (Sozialmedizinische Beurteilung des Leistungsvermögen)anfordern bzw. oder Akteneinsicht beantragen
und die Akte an eine nahe DRV Außenstelle oder Regionalzentrum
kommen lassen. (Zur Stadtverwaltung m. E. eher nicht)

In der Stellungnahme steht z. B. Medizinisch befristet bis?
Gleichzeitig gibt es ggf. in der Akte ein Hinweis auf eine Wiedervorlage.

Also schauen wir mal

Grüße

Experten-Antwort

Hallo Thomas,

ob und wann eine Überprüfung der Erwerbsminderung vorgenommen wird muss nicht aus dem Akteninhalt ersichtlich sein.
Normalerweise erfolgt diese Überprüfung sowieso zunächst einmal nur per schriftlicher Nachfrage. Sollten sich aus Ihren Antworten neue Erkenntnisse ergeben, wird ggfs. eine weitere medizinische Prüfung erfolgen.
Es handelt sich immer um individuelle Prüfungen.

von
Schade

.....und das Verfahren dazu ist möglicherweise von RV Träger zu RV Träger unterschiedlich; Die DRV Bund verfährt möglicherweise anders als die DRV Nord...

von
Antje

Meine unbefristete EMR wurde überprüft, als ich ein Ehrenamt meldete. Ich habe Unterlagen zugeschickt bekommen, die ich ausfüllen musste. Ärzte wurden nicht angeschrieben. Nach ein paar Wochen kam auf Nachfrage hin schriftlich der Bescheid, dass die EMR weiter gezahlt wird.

Ich will mit meinem Fall keinen verunsichern. Mir geht es darum zu zeigen , dass letztlich nicht sicher vorhersehbar ist, ob es zu einer Rentenprüfung kommt oder nicht.

von
Thomas

Erst einmal herzlichen Dank für Ihre kompetenten und hilfreichen Antworten.

Auch dafür, dass Sie sich alle Die Zeit genommen haben darauf zu antworten.

Ich wollte einfach nur wissen ob man eventuell auch dann mit einer Nachprüfung rechnen wenn man nicht entweder:

eine Arbeitsaufnahme oder ein Ehrenamt wie bei Antje der Rentenversicherung mitteilt, oder der Rentenversicherung (aus welchen Gründen auch immer) Zweifel an der Dauerhaftigkeit der Rente vorliegen.

Sondern auch einfach nur so ohne Vorliegen der o.g. Gründe mit solch einer Prüfung rechen muss, kann, sollte.

Und ob dass dann eher der Tatsache geschuldet ist, dass die Rentenversicherung einfach Stichproben macht um Ihrer Verpflichtungen nachzukommen, weil es so in den Bescheiden steht (Wir sind verpflichtet von Zeit ...)

So wie der Betriebsprüfer der Rentenversucherung bei seiner 4jährigen Betriebsprüfung im Lohn oder Personalbüro sich nicht auch jeder Gehaltsabrechnung anschaut, sondern entweder nur die, die ihm im Vorfeld sofort schon ins Auge stechen, oder eben sonst nur Stichproben zieht.

von
Alex

Ich bitte um Entschuldigung wenn ich die Frage noch einmal an das Expertenteam der Rentenversicherung hier im Forum stelle.

Wenn sich bei einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente im Laufe der Zeit nichts ändert.

Also:

Keine Mitteilung des Erwerbsberechtigten an die Rentenversicherung wegen Arbeitsaufnahme oder irgendwelche anderen Mitteilungen des Erwerbsberechrigten an die Rentenversicherung.

Keine Hinweis von außen an die Rentenversicherung die Zweifel ob deren Berechtigung aufkommen lassen.

Kein Vermerk der Rentenversicherung bei Gewährung dass hier in gewissen Abständen eine Überprüfung geplant und stattfinden soll.

Wenn dass alles nicht vorhanden ist, wie wahrscheinlich ist dann trotzdem aus Ihrer Erfahrung der letzten Jahre, dass dann trotzdem Überprüfungen stattfinden.

Bzw. dass was in den Bescheiden immer als Textbaustein aufgeführt ist (Wir sind verpflichtet von Zeit ...) ist dass wirklich eine gesetzliche Verpflichtung die die Rentenversicherung nachkommen muss? (auch wenn es gar keine Anzeichen wie oben beschriebenen gäbe)

Die Rentenversicherung muss es also aus gesetzlichen Gründen machen und eben auch nachweisen können, dass sie es gemacht hat auch wenn gar nichts vorlag.

Oder ist dass dann wenn nichts vorliegt doch eher nur theoretischer Natur.

von
Frank

Zitiert von: Alex
Ich bitte um Entschuldigung wenn ich die Frage noch einmal an das Expertenteam der Rentenversicherung hier im Forum stelle.

Wenn sich bei einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente im Laufe der Zeit nichts ändert.

Also:

Keine Mitteilung des Erwerbsberechtigten an die Rentenversicherung wegen Arbeitsaufnahme oder irgendwelche anderen Mitteilungen des Erwerbsberechrigten an die Rentenversicherung.

Keine Hinweis von außen an die Rentenversicherung die Zweifel ob deren Berechtigung aufkommen lassen.

Kein Vermerk der Rentenversicherung bei Gewährung dass hier in gewissen Abständen eine Überprüfung geplant und stattfinden soll.

Wenn dass alles nicht vorhanden ist, wie wahrscheinlich ist dann trotzdem aus Ihrer Erfahrung der letzten Jahre, dass dann trotzdem Überprüfungen stattfinden.

Bzw. dass was in den Bescheiden immer als Textbaustein aufgeführt ist (Wir sind verpflichtet von Zeit ...) ist dass wirklich eine gesetzliche Verpflichtung die die Rentenversicherung nachkommen muss? (auch wenn es gar keine Anzeichen wie oben beschriebenen gäbe)

Die Rentenversicherung muss es also aus gesetzlichen Gründen machen und eben auch nachweisen können, dass sie es gemacht hat auch wenn gar nichts vorlag.

Oder ist dass dann wenn nichts vorliegt doch eher nur theoretischer Natur.

Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin. Begründung für die Überprüfung war genau die Formulierung :"... wir sind verpflichtet von Zeit zu Zeit...". Eine Mitteilung, ob die Rente weiter gewährt wird, erhielt ich nicht, sie wurde einfach weiter gezahlt. Theoretisch wäre ich 2022 wieder dran, wenn denn die Maßgabe lautet aller 3 Jahre. Kann ich mit leben. Rententräger ist die Knappschaft. Ob es nun Usus ist, dass generell in diesem Zeitraum von der Knappschaft geprüft wird, oder das explizit in meiner Akte so vermerkt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber der Grund ist eigentlich auch egal, schließlich haben Sie richtig erkannt, was auch in meinem Rentenbescheid steht, dass die Verpflichtung besteht, von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Wie groß der Zeitraum ist, können Sie bspw. bei Ihrem Rententräger nachfragen, dann wissen Sie es genau.

von
Alex

Zitiert von: Frank
Zitiert von: Alex
Ich bitte um Entschuldigung wenn ich die Frage noch einmal an das Expertenteam der Rentenversicherung hier im Forum stelle.

Wenn sich bei einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente im Laufe der Zeit nichts ändert.

Also:

Keine Mitteilung des Erwerbsberechtigten an die Rentenversicherung wegen Arbeitsaufnahme oder irgendwelche anderen Mitteilungen des Erwerbsberechrigten an die Rentenversicherung.

Keine Hinweis von außen an die Rentenversicherung die Zweifel ob deren Berechtigung aufkommen lassen.

Kein Vermerk der Rentenversicherung bei Gewährung dass hier in gewissen Abständen eine Überprüfung geplant und stattfinden soll.

Wenn dass alles nicht vorhanden ist, wie wahrscheinlich ist dann trotzdem aus Ihrer Erfahrung der letzten Jahre, dass dann trotzdem Überprüfungen stattfinden.

Bzw. dass was in den Bescheiden immer als Textbaustein aufgeführt ist (Wir sind verpflichtet von Zeit ...) ist dass wirklich eine gesetzliche Verpflichtung die die Rentenversicherung nachkommen muss? (auch wenn es gar keine Anzeichen wie oben beschriebenen gäbe)

Die Rentenversicherung muss es also aus gesetzlichen Gründen machen und eben auch nachweisen können, dass sie es gemacht hat auch wenn gar nichts vorlag.

Oder ist dass dann wenn nichts vorliegt doch eher nur theoretischer Natur.

Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin. Begründung für die Überprüfung war genau die Formulierung :"... wir sind verpflichtet von Zeit zu Zeit...". Eine Mitteilung, ob die Rente weiter gewährt wird, erhielt ich nicht, sie wurde einfach weiter gezahlt. Theoretisch wäre ich 2022 wieder dran, wenn denn die Maßgabe lautet aller 3 Jahre. Kann ich mit leben. Rententräger ist die Knappschaft. Ob es nun Usus ist, dass generell in diesem Zeitraum von der Knappschaft geprüft wird, oder das explizit in meiner Akte so vermerkt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber der Grund ist eigentlich auch egal, schließlich haben Sie richtig erkannt, was auch in meinem Rentenbescheid steht, dass die Verpflichtung besteht, von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Wie groß der Zeitraum ist, können Sie bspw. bei Ihrem Rententräger nachfragen, dann wissen Sie es genau.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie wurden also auch einfach automatisch überprüft, ohne dass Sie eine Arbeutsaufnahme oder etwas anderes an die Rentenversicherung gemeldet hatten?

von
Frank

Zitiert von: Alex
Zitiert von: Frank
Zitiert von: Alex
Ich bitte um Entschuldigung wenn ich die Frage noch einmal an das Expertenteam der Rentenversicherung hier im Forum stelle.

Wenn sich bei einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente im Laufe der Zeit nichts ändert.

Also:

Keine Mitteilung des Erwerbsberechtigten an die Rentenversicherung wegen Arbeitsaufnahme oder irgendwelche anderen Mitteilungen des Erwerbsberechrigten an die Rentenversicherung.

Keine Hinweis von außen an die Rentenversicherung die Zweifel ob deren Berechtigung aufkommen lassen.

Kein Vermerk der Rentenversicherung bei Gewährung dass hier in gewissen Abständen eine Überprüfung geplant und stattfinden soll.

Wenn dass alles nicht vorhanden ist, wie wahrscheinlich ist dann trotzdem aus Ihrer Erfahrung der letzten Jahre, dass dann trotzdem Überprüfungen stattfinden.

Bzw. dass was in den Bescheiden immer als Textbaustein aufgeführt ist (Wir sind verpflichtet von Zeit ...) ist dass wirklich eine gesetzliche Verpflichtung die die Rentenversicherung nachkommen muss? (auch wenn es gar keine Anzeichen wie oben beschriebenen gäbe)

Die Rentenversicherung muss es also aus gesetzlichen Gründen machen und eben auch nachweisen können, dass sie es gemacht hat auch wenn gar nichts vorlag.

Oder ist dass dann wenn nichts vorliegt doch eher nur theoretischer Natur.

Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin. Begründung für die Überprüfung war genau die Formulierung :"... wir sind verpflichtet von Zeit zu Zeit...". Eine Mitteilung, ob die Rente weiter gewährt wird, erhielt ich nicht, sie wurde einfach weiter gezahlt. Theoretisch wäre ich 2022 wieder dran, wenn denn die Maßgabe lautet aller 3 Jahre. Kann ich mit leben. Rententräger ist die Knappschaft. Ob es nun Usus ist, dass generell in diesem Zeitraum von der Knappschaft geprüft wird, oder das explizit in meiner Akte so vermerkt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber der Grund ist eigentlich auch egal, schließlich haben Sie richtig erkannt, was auch in meinem Rentenbescheid steht, dass die Verpflichtung besteht, von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Wie groß der Zeitraum ist, können Sie bspw. bei Ihrem Rententräger nachfragen, dann wissen Sie es genau.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie wurden also auch einfach automatisch überprüft, ohne dass Sie eine Arbeutsaufnahme oder etwas anderes an die Rentenversicherung gemeldet hatten?

Ja, so ist es.

von
Ach ja

Zitiert von: Alex
Zitiert von: Frank
Zitiert von: Alex
Ich bitte um Entschuldigung wenn ich die Frage noch einmal an das Expertenteam der Rentenversicherung hier im Forum stelle.

Wenn sich bei einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente im Laufe der Zeit nichts ändert.

Also:

Keine Mitteilung des Erwerbsberechtigten an die Rentenversicherung wegen Arbeitsaufnahme oder irgendwelche anderen Mitteilungen des Erwerbsberechrigten an die Rentenversicherung.

Keine Hinweis von außen an die Rentenversicherung die Zweifel ob deren Berechtigung aufkommen lassen.

Kein Vermerk der Rentenversicherung bei Gewährung dass hier in gewissen Abständen eine Überprüfung geplant und stattfinden soll.

Wenn dass alles nicht vorhanden ist, wie wahrscheinlich ist dann trotzdem aus Ihrer Erfahrung der letzten Jahre, dass dann trotzdem Überprüfungen stattfinden.

Bzw. dass was in den Bescheiden immer als Textbaustein aufgeführt ist (Wir sind verpflichtet von Zeit ...) ist dass wirklich eine gesetzliche Verpflichtung die die Rentenversicherung nachkommen muss? (auch wenn es gar keine Anzeichen wie oben beschriebenen gäbe)

Die Rentenversicherung muss es also aus gesetzlichen Gründen machen und eben auch nachweisen können, dass sie es gemacht hat auch wenn gar nichts vorlag.

Oder ist dass dann wenn nichts vorliegt doch eher nur theoretischer Natur.

Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin. Begründung für die Überprüfung war genau die Formulierung :"... wir sind verpflichtet von Zeit zu Zeit...". Eine Mitteilung, ob die Rente weiter gewährt wird, erhielt ich nicht, sie wurde einfach weiter gezahlt. Theoretisch wäre ich 2022 wieder dran, wenn denn die Maßgabe lautet aller 3 Jahre. Kann ich mit leben. Rententräger ist die Knappschaft. Ob es nun Usus ist, dass generell in diesem Zeitraum von der Knappschaft geprüft wird, oder das explizit in meiner Akte so vermerkt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber der Grund ist eigentlich auch egal, schließlich haben Sie richtig erkannt, was auch in meinem Rentenbescheid steht, dass die Verpflichtung besteht, von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Wie groß der Zeitraum ist, können Sie bspw. bei Ihrem Rententräger nachfragen, dann wissen Sie es genau.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie wurden also auch einfach automatisch überprüft, ohne dass Sie eine Arbeutsaufnahme oder etwas anderes an die Rentenversicherung gemeldet hatten?

Warum auch nicht, das Recht hat der Rentenversicherungsträger und da gibt es keinen Automatismus. Letztendlich beziehen Sie ja Leistungen einer Versichertengemeinschaft und da darf und muss auch geprüft werden, ob Sie diese auch zu Recht beziehen.

von
Alex

Zitiert von: Ach ja

Warum auch nicht, das Recht hat der Rentenversicherungsträger und da gibt es keinen Automatismus. Letztendlich beziehen Sie ja Leistungen einer Versichertengemeinschaft und da darf und muss auch geprüft werden, ob Sie diese auch zu Recht beziehen.

Dass die Rentenversicherung dass Recht auf Überprüfung hat ist ja selbstverständlich und steht auch außer Frage.

Meine Frage war nur ob etwas überprüft wird, was ja eigentlich schon bei der Genehmigung überprüft wurde, ohne dass sich an der Sache irgendwas geändert hat.

Eben etwa durch Bekanntgabe einer Arbeitsaufnahme oder andere Beweggründe.

Wenn es keinen offensichtlichen Grund oder Anlass gibt etwas schon geprüftes erneut zu überprüfen.

Aber scheinbar, wie bei Frank beschrieben, scheint dass auch der Fall zu sein, wenn eben keine Gründe vorliegen.

Deswegen war ja auch meine Frage an das Expertenteam der Rentenversicherung, ob Sie aus Ihren Erfahrungen der Verganhenheit sagen können, ob eben auch ohne Gründe automatisch solche Überprüfungen stattfinden.

von
Alex

Zitiert von: Frank
Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin.

Dürfte ich noch fragen ob Sie zum Zeitpunk der Gewährung der Rente auf Dauer eventuell eine Tätigkeit ausgeführt hatten die der Rentenversicherung bekannt war.
Weil dann würde die Frage ja keinen Sinn machen, weil sie es ja eigentlich wissen.

Oder kam die Frage mit der Arbeit weil Sie eben zum Zeitpunkt der Dauergenehmigung keine Tätigkeit nebenbei ausgeführt hatten und die Rentenversicherung nur wissen wollte ob das inzwischen der Fall wäre?

von
Frank

Zitiert von: Alex
Zitiert von: Frank
Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin.

Dürfte ich noch fragen ob Sie zum Zeitpunk der Gewährung der Rente auf Dauer eventuell eine Tätigkeit ausgeführt hatten die der Rentenversicherung bekannt war.
Weil dann würde die Frage ja keinen Sinn machen, weil sie es ja eigentlich wissen.

Oder kam die Frage mit der Arbeit weil Sie eben zum Zeitpunkt der Dauergenehmigung keine Tätigkeit nebenbei ausgeführt hatten und die Rentenversicherung nur wissen wollte ob das inzwischen der Fall wäre?

Nein, ich habe keine Tätigkeit ausgeführt, würde ich nicht schaffen. Ich hatte einfach nach drei Jahren einen Brief im Kasten, in dem es hieß man sei von Zeit zu Zeit verpflichtet(wie es auch im Rentenbescheid steht) zu prüfen. Anbei war ein Schreiben, auf dem anzukreuzen war Arbeit ja/nein, bei welchen Fachärzten in Behandlung, Krankenhausaufenthalte in letzter Zeit. Ich habe alles beantwortet und zurück geschickt und eigentlich auf eine Rückmeldung gewartet, aber es kam nichts, keine Bestätigung der Weiterzahlung, aber auch kein Entzug der Rente. Sie lief einfach weiter. Meine Vermutung, es sollte geschaut werden, ob eine Arbeitsaufnahme erfolgt ist (was ja meldepflichtig wäre) und ob weiterhin Behandlungsbedarf aller Erkrankungen besteht. Es finden sich hier ja Zeitgenossen, die fragen zu ihrer Verlängerung nach und gestehen kleinlaut, dass sie schon ewig keinen Facharzt mehr aufgesucht haben. Ich denke, wenn die RV sieht, dass die Erkrankungen noch vorhanden sind und man regelmäßig bei den Ärzten aufschlägt, dann ist das durchaus ein Indiz für die weitere Erwerbsminderung. Und Arbeit, wer es schafft, meldet und genehmigt bekommt, ist auch auf der sicheren Seite.

von
Alex

Zitiert von: Frank
Nein, ich habe keine Tätigkeit ausgeführt, würde ich nicht schaffen. Ich hatte einfach nach drei Jahren einen Brief im Kasten, in dem es hieß man sei von Zeit zu Zeit verpflichtet(wie es auch im Rentenbescheid steht) zu prüfen. Anbei war ein Schreiben, auf dem anzukreuzen war Arbeit ja/nein, bei welchen Fachärzten in Behandlung, Krankenhausaufenthalte in letzter Zeit. Ich habe alles beantwortet und zurück geschickt und eigentlich auf eine Rückmeldung gewartet, aber es kam nichts, keine Bestätigung der Weiterzahlung, aber auch kein Entzug der Rente. Sie lief einfach weiter. Meine Vermutung, es sollte geschaut werden, ob eine Arbeitsaufnahme erfolgt ist (was ja meldepflichtig wäre) und ob weiterhin Behandlungsbedarf aller Erkrankungen besteht. Es finden sich hier ja Zeitgenossen, die fragen zu ihrer Verlängerung nach und gestehen kleinlaut, dass sie schon ewig keinen Facharzt mehr aufgesucht haben. Ich denke, wenn die RV sieht, dass die Erkrankungen noch vorhanden sind und man regelmäßig bei den Ärzten aufschlägt, dann ist das durchaus ein Indiz für die weitere Erwerbsminderung. Und Arbeit, wer es schafft, meldet und genehmigt bekommt, ist auch auf der sicheren Seite.

Dankeschön für die ausführliche Antwort. Das mit der Frage nach der Arbeit bei dem Fragebogen hat mich eben gewundert, weil wie Sie es richtig geschrieben haben, man ja eigentlich während der gesamten Dauer verpflichtet ist eine Arbeitsaufnahme zu melden. Nachdem von Ihnen aber nichts gemeldet wurde, wäre die Frage ja überflüssig gewesen. Aber scheinbar sind dass auch einfach nur Standardfragebögen und nicht auf den Einzelfall bezogen. Das manche nach der Dauergenehmigung keine Ärtze mehr aufsuchen habe ich auch schon gelesen und gehört. Das ist selbstverständlich ein Fehler.

von
Ines

Ja die Fragebögen sind Standardfragebögen.

von
Erfahrung mit DRV Bund

4/2008 bewilligte/beschied die DRV Bund mir eine befristete EMR rückwirkend ab Leistungsfall 2/2006 bis vorerst 7/2009.

2/2009 erhielt ich von der DRV Bund automatisch die "Antrags-Formulare auf Weiterbewilligung" zugesandt.
Diese füllte ich aus, benannte alle meine behandelnden Ärzte, listete auch alle meine Therapeuten/Therapien auf und legte aktuelle und mir zugängliche Befunde von FÄ und OP- und Behandlungsberichte aus den zuletzt erfolgten Klinikaufenthalten bei.

5/2009 erhielt ich den Bescheid über eine nunmehr unbefristete EMR.

Bis 3/2018 bezog ich diese Rentenart "ohne weitere Überprüfungsanfragen" von Seiten der DRV Bund.

Zu 4/2018 habe ich von der unbefristeten EMR, per verkürztem Antrag, in die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte (unbefristeter GdB 70 liegt seit 2008 vor) gewechselt.
Der Rentenauszahlbetrag blieb mir dadurch gleich.

Eine leichte Arbeitsaufnahme, neben dem Bezug der EMR, war mir gesundheitlich nie möglich, von daher hatte ich auch während des Bezugs der EMR keinen Kontakt zur DRV Bund herstellen müssen.

Eine Reha etc benötigte ich in der gesamten Bezugszeit zusätzlich auch nie, somit gab es auch dahingehend keinen Kontakt zur DRV Bund.

Ich war zwar, aufgrund diverser OPs und als chronisch anerkannter Schmerzpatient, nahezu jährlich zu fachklinischen stationären Aufenthalten überwiesen worden, dessen Leistungsabrechnung jedoch die KK betraf.

So verlief meine persönliche Erfahrung mit der DRV Bund.

von
Babs

Zitiert von: Frank
Zitiert von: Alex
[quote=365381] Meine EMR wurde 2016 nach dreimaliger Befristung zur Rente auf Dauer. Nach 3 Jahren kam ein Schreiben zur Überprüfung, es wurde abgefragt ob eine Arbeit ausgeführt wird, ob ich KH Aufenthalte hatte und bei welchen Ärzten ich regelmäßig in Behandlung bin.

Es finden sich hier ja Zeitgenossen, die fragen zu ihrer Verlängerung nach und gestehen kleinlaut, dass sie schon ewig keinen Facharzt mehr aufgesucht haben. Ich denke, wenn die RV sieht, dass die Erkrankungen noch vorhanden sind und man regelmäßig bei den Ärzten aufschlägt, dann ist das durchaus ein Indiz für die weitere Erwerbsminderung.

Regelmäßig bei den Ärzten aufschlagen, auch wenn sich die Krankheiten deutlich verbessert haben, bekommt man trotzdem weiter die Rente?

von
Alex

Zitiert von: Babs

Regelmäßig bei den Ärzten aufschlagen, auch wenn sich die Krankheiten deutlich verbessert haben, bekommt man trotzdem weiter die Rente?

Das entscheidende wird sein, wie viel Stunden können Sie noch täglich arbeiten?

Überhaupt nichts oder nur geringfügig also täglich unter drei Stunden.

Dann wäre der Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente gewährt.

Täglich über drei aber keine sechs Stunden, dann wäre die Teilweise Erwerbsminderungsrente die entsprechende.

Alles natürlich unter der Vorraussetzung, dass das Ihre behandelnden Ärtze und der medizinische Dienst der Rentenversicherung auch so beurteilt.

von
Alex

Zitiert von: Erfahrung mit DRV Bund
4/2008 bewilligte/beschied die DRV Bund mir eine befristete EMR rückwirkend ab Leistungsfall 2/2006 bis vorerst 7/2009.

2/2009 erhielt ich von der DRV Bund automatisch die "Antrags-Formulare auf Weiterbewilligung" zugesandt.
Diese füllte ich aus, benannte alle meine behandelnden Ärzte, listete auch alle meine Therapeuten/Therapien auf und legte aktuelle und mir zugängliche Befunde von FÄ und OP- und Behandlungsberichte aus den zuletzt erfolgten Klinikaufenthalten bei.

5/2009 erhielt ich den Bescheid über eine nunmehr unbefristete EMR.

Bis 3/2018 bezog ich diese Rentenart "ohne weitere Überprüfungsanfragen" von Seiten der DRV Bund.

Zu 4/2018 habe ich von der unbefristeten EMR, per verkürztem Antrag, in die vorgezogene Altersrente für Schwerbehinderte (unbefristeter GdB 70 liegt seit 2008 vor) gewechselt.
Der Rentenauszahlbetrag blieb mir dadurch gleich.

Eine leichte Arbeitsaufnahme, neben dem Bezug der EMR, war mir gesundheitlich nie möglich, von daher hatte ich auch während des Bezugs der EMR keinen Kontakt zur DRV Bund herstellen müssen.

Eine Reha etc benötigte ich in der gesamten Bezugszeit zusätzlich auch nie, somit gab es auch dahingehend keinen Kontakt zur DRV Bund.

Ich war zwar, aufgrund diverser OPs und als chronisch anerkannter Schmerzpatient, nahezu jährlich zu fachklinischen stationären Aufenthalten überwiesen worden, dessen Leistungsabrechnung jedoch die KK betraf.

So verlief meine persönliche Erfahrung mit der DRV Bund.

Auch hier Dankeschön für die ausführliche Antwort. Also ist es anscheinend so, dass es eine Überprüfung wie bei Frank geben kann oder gar keine wie bei Ihnen?

Deswegen wie bei meiner Eingangsfrage an die Vertreter der gesetzlichen Rentenversicherung also das Expertenteam hier noch mal gestellt.

Was sagen Ihre Erfahrungen der letzten Jahre wenn es keine Meldungen oder Hinweise gab, wie verhält es sich dann mit den Überprüfungen?

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