Überprüfung von Scheinselbstständigkeit

von
Hans Wurst

Wir möchten eine Putzfrau beschäftigen, die drei Stunden pro Woche in unserem Privathaushalt beschäftigt ist. Sie kommt aus Rumänien, lebt aber hier. Sie will uns eine Rechnung mit USt. und Steuernummer erstellen, damit wir die Kosten als "haushaltsnahe Dienstleistungen" absetzen können.

Wie können wir sicher gehen, dass keine scheinselbstständige Tätigkeit vorliegt. Die mündliche Zusage, noch andere Auftraggeber zu haben, ist doch nur ein schwaches Indiz, oder. Sollen wir eine Statusanfrage starten? Muss Sie dazu zustimmen?

Experten-Antwort

Hallo Hans Wurst,

wenn Ihre Putzfrau über eine ordnungsgemäße Gewerbeanmeldung verfügt und Ihnen eine Rechnung mit USt. und Steuernummer erstellt, können Sie eigentlich davon ausgehen, dass die Tätigkeit im Rahmen einer regulären selbständigen Tätigkeit ausgeübt wird. Ein Statusfeststellungsverfahren wäre damit eigentlich entbehrlich.

von
RFn

Nach meinen Erfahrungen hat die Frau eine Gewerbegenehmigung (Gewerbeschein) für eine selbsständige Tätigkeit als "Reinigungsarbeiten nach Hausfrauenart" oder ähnlich. Damit verbunden ist die Vergabe einer Umsatzsteuernummer durch das Finanzamt.
Lassen Sie sich den Gewerbeschein zeigen, dann können Sie beruhigt die Frau beschäftigen. Die Entlohnung erfolgt in Brutto, alles andere hat die Frau in der Einkommenssteuererklärung abzurechnen.