Überschreitung bei 400 Euro Job.

von
Schiko.

Wie viel darf ich dazu verdienen?

So lautet in der Bams vom 8.2.2009 die Anfrage von Franz-Josef M. Frankfurt.
Die Antwort lautet: Ja, zweimal im Jahr dürfen Sie mehr verdienen, ohne
dass eine Begrenzung nach oben vorgesehen ist. Es könnten also auch 1000
Euro oder mehr sein.
Bedingung dafür ist allerdings. dass die Mehrarbeit"unvorhergesehen" nötig
ist, etwa weil eine Kollegin krank geworden ist oder Sie eine Urlaubsver-
tretung machen.

Dies wusste ich bisher nicht, kann mir es jemand bestätigen ?

Mit freundlichen Grüßen.

von
-_-

Sie sollten lieber diese Zeitung (?) nicht lesen!

Die maßgebliche Hinzuverdienstgrenze darf gem. § 34 Abs. 2 S. 2 SGB 6 im Laufe eines jeden Kalenderjahres zweimal um jeweils einen Betrag bis zur Höhe der maßgeblichen Hinzuverdienstgrenze überschritten werden. Dabei ist unbeachtlich, aus welchen Gründen die jeweilige Hinzuverdienstgrenze überschritten wird.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_34R3.3.1.1

Die maßgebliche Hinzuverdienstgrenze darf gem. § 96a Abs. 1 S. 2 SGB 6 im Laufe eines Kalenderjahres zweimal um jeweils einen Betrag bis zur Höhe der maßgeblichen Hinzuverdienstgrenze überschritten werden. Dabei ist unbeachtlich, aus welchen Gründen die jeweilige Hinzuverdienstgrenze überschritten wird.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_96a

von
Schiko.

Danke für Ihren Hinweis. Wollte eigentlich nur wissen
ob die Aussage stimm, Ja oder
Nein!
Übrigends, die Bams ist für meine Frau.

Bibel, Focus, Capital und
Spiegel lese ich.

MfG.

von
-_-

Stimmt natürlich nicht, wie fast alles (bis auf das Datum) in diesen Seiten.

Deckel ist immer das Doppelte. Wer 1000,- EUR mtl. hat, liegt sogar über der zwei mal jährlich zulässigen Überschreitungsgrenze von maximal 800,- EUR mtl. Das Entgelt wird schon bei erstmaliger Überschreitung von 800,- EUR rentenschädlich.

von
Schiko.

Ich gestehe, da bin ich halt mal wieder selber Schuld. Meine oft, andere
sollen wissen wie ich es genau gedacht habe.

Es geht ja gar nicht um den zulässigen Verdienst bei Rentenbezug in der
Regel vor dem 65. Lebensjahr.
Monatlich höchstens 400 Euro, zweimal monatlich sogar bis 800 Euro.

Gemeint ist die zulässige Höchstgrenze bei klassischen 400 Eurojob ohne
Steuerkarte für den Arbeitgeber, auch als Minijob bekannt.

Deshalb zur Verdeutlichung den Text der Anfrage, zu dem ja die Bild Ant-
wort gab.

"Ich bin auf 400- Euro-Basis beschäftigt und habe gehört, dass es durchaus
auch mal mehr als 400 Euro sein dürfen, die ich abgabenfrei verdienen kann".
Stimmt das?
Die Antwort kennen Sie ja schon.

Nachgelesen in der gelben Broschüre über Minijob viel mir nur der Satz auf:

Wird beispielsweise festgestellt, dass das regelmäßige monatliche Arbeits-
entgelt in diesen Fällen nicht übersteigt, liegt ein 400 Euro-Minijob auch
dann vor, wenn das monatliche Arbeitseinkommen wegen nicht vorausseh-
barer Umstände zeitweise höher ist.
Die besonderen Umstände sind mir nicht klar, wissen doch vermutlich wir
beide wie streng der Maßstab von 4800 im Jahr angelegt ist.

Es war nicht der das letzte Mal , dass ich einen Leserbrief an Bild geschrieben habe, hat man das Blatt nicht, kann man solches Zeug auch nicht lesen.
Wollte mich nur rückversichern.

Mit freundlichen Grüßen.

von
-_-

Tut mir leid, ich war bei den Rentenbeziehern, da Ihre Frage mit dem Satz begann: "Wie viel darf ich dazu verdienen?" Die Frage sollte dann besser lauten: "Wieviel darf ich mehr verdienen?" und die Antwort sollte zumindest erwähnen, dass das nicht für Rentenbezieher gilt, weil ...

Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Beschäftigungsverhältnissen ist auch vorrangig Aufgabe der Einzugsstellen (Krankenkassen, Minijobzentrale), auch wenn die Deutsche Rentenversicherung die Arbeitgeber diesbezüglich prüft. Sie hat aber nichts mit dem Hinzuverdienst zu tun, auch wenn der Betrag jetzt gleich ist. Das wird schnell deutlich, wenn man sich erinnert, dass die Hinzuverdienstgrenze vor dem 01.01.2008 deutlich unter 400,- EUR lag, also auch betragsmäßig nicht identisch war.

Dazu finden Sie die Antwort bei
http://www.minijob-zentrale.de/nn_10182/DE/1__AN/3__verdienstgrenzen/navNode.html?__nnn=true

Unter der Überschrift "Schwankender Verdienst" ist dann zu lesen:
"Maßgeblich für die Versicherungspflicht ist die Summe aller Verdienste für den Zeitraum von zwölf Monaten. Angenommen, in den Monaten September bis April verdienen Sie mit Ihrem Minijob monatlich 500 Euro, in den Monaten Mai bis August jedoch nur 250 Euro. Danach kommen Sie auf einen durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 416,67 Euro und liegen über der 400-Euro-Grenze. Ihre Beschäftigung ist also versicherungspflichtig.

Sie bleiben versicherungsfrei, wenn Ihr Verdienst unvorhersehbar und für maximal zwei Monate innerhalb eines Jahres die Verdienstgrenze von 400 Euro überschreitet."

Das Beispiel 39 unter
http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB4_8R9.9
gilt dann und da gibt es keine Deckelung auf das Doppelte der Entgeltgrenze, wie sie von mir bei den Hinzuverdienstgrenzen für den Rentenanspruch beschrieben worden ist.

Experten-Antwort

Als Experte habe ich hier ein Problem: zu was wird hinzu verdient? Ohne das Wissen hierum wir das Gebiet Minijob zu einem Sprengfeld.

Hierbei werden Hinzuverdienste bei Arbeitsentgelt, Versichertenrente und Hinterbliebenenrenten immer unterschiedlich gehandhabt. Die von -_- angeführten Webseiten deuten es nur an.

Meines Erachtens sind in der Bams sowohl Sachverhalt, wie auch Tipp unvollständig zumindest wiedergegeben. Wer hier einen Rat braucht, sollte sich direkt an seinen Rententräger wenden.