Überstundenbezahlung bei Krankschreibung (Minijob)

von
Lara

Ich bin z. Zt. au (seit 8 Wochen), habe vom AG keine Lohnfortzahlung erhalten, jetzt von der KK kein Krankengeld (familienversichert). Ein Antrag auf EM-Rente läuft. Da ich den ganzen Juni nicht arbeiten war, habe ich mir meine Überstunden bezahlen lassen (mit RV-Aufstockung). Nun habe ich noch einige Ü-Stunden für Juli "übrig". Kann ich mir die auch bezahlen lassen? Oder kriege ich da vielleicht Schwierigkeiten, weil ja darauf auch Rentenbeiträge abgeführt werden. Der RV ist ja nicht ersichtlich das es sich um Überstunden handelt. Nicht das sie annehmen ich gehe arbeiten, was ja eigentlich für Juni auch schon gilt.
LG Lara

von
Sonni

Hallo Lara

Verstehe nicht warum du kein KG erhalten hast wenn du selber gearbeitet hast .Was hat das mit der Familienversichrung zutun bist du nicht in der GKK?

Warum sollte es Probleme mit der Überstundenzahlung geben das steht doch auch wohl auf der Lohnabrechnung das es Überstunden sind.Denke nicht das es Probleme gibt aber sicher bin ich nicht.

LG SONJA

von
Feli

Offensichtlich sind Sie in einem Minijob beschäftigt, daher besteht kein Krankengeldanspruch. Ob Sie sich von Ihrem AG die Überstunden auszahlen lassen oder nciht, interessiert die Rentenversicherung überhaupt nicht, im Gegenteil, es könnte für Sie vielleicht ganz günstig sein, denn ansonsten hätten Sie für die Monate, in denen Sie kein Gehalt bekommen, überhaupt keine rentenrechtliche Zeit.
Selbst wenn die Rente bewilligt würde, ist ein Hinzuverdienst bis zur Geringfügigkeitsgrenze (450 Euro) unerheblich.

von
Nurd

Warum zögert der Rentenexperte mit der Anwort?

Experten-Antwort

Die Rentenexperten haben manchmal nicht die nötige Zeit, um gleich zu antworten. Wir bitten hierfür um Verständnis. Grundsätzlich haben Arbeitnehmer auch im Minijob einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
Siehe hierzu folgenden Link: http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/20_arbeitsrecht/node.html
Die Minijob-Zentrale ist auch gleichzeitig die Einzugsstelle für alle Minijobs (für alle fälligen Abgaben des Arbeitgebers). Sie können sich mal unter der genannten Servicenummer bezüglich der arbeitsrechtlichen Pflichten des Arbeitgebers erkundigen. Die Vergütung für die Überstunden im Juli sind auch Arbeitsentgelt. Deshalb hat der Arbeitgeber hierfür pauschal Beiträge zur Rentenversicherung zu zahlen. Näheres erfahren Sie über die genannte Einzugsstelle.

von
Lara

Vielen Dank für die Antwort.
Das ich das Recht auf Lohnfortzahlung habe ist mir bekannt,
aber meinen "sozialen Arbeitgeber" interessiert das nicht. Er bezahlt ja auch keine Feiertage und Urlaub.
Man ist ja froh wenigstens einen Minijob zu haben, wenn auch arbeitsrechtlich nichts o.k. ist.
Klar, könnte ich klagen, aber dann habe ich auch keinen Minijob mehr.
LG Lara