Übliche Vorgehensweise der Rentenversicherung?

von
Floriano

Guten Tag,

bin nunmehr seit 3 Jahren Au geschrieben (mehrere chronische Erkrankungen, bin 47 Jahre alt) und habe aktuell ein EM-Verfahren am laufen. Der Medizinische Dienst des Jobcenters hat mich vorab als voll erwerbsgemindert befunden. Nun habe ich von der RV einen Befundbericht zur Weiterleitung an meinem behandelnden Facharzt gesendet bekommen. Ich bin hierzu etwas irritiert, denn es hat im Vorfeld noch gar keine ärztliche Begutachtung seitens der RV stattgefunden? Ist dies wohl seit neuesten der übliche Vorgang? kann ich damit rechnen, dass mein EM-Antrag die RV nur auf Grundlage des Gutachtens vom MZD und Befundberichtes per Aktenlage bescheiden werden? Bin diesbezüglich relativ unerfahren und wäre sehr froh für hilfreiche Antworten!

Danke

von
Volki

Es werden IMMER erst die Befundberichte des Hausarztes und ggf. der Fachärzte angefordert. Diese werden dann durch den Medizinischen Dienst der Rentenversicherung geprüft. Sollte es trotz der Befunde noch Unklarheiten geben, wird von Seiten der Rentenversicherung ein Gutachter beauftragt, der sich dann ein Bild von deinen Krankheiten und Gebrechen macht. Und danach wird entschieden, ob Rente ja oder nein oder erst Reha bzw. Teilhabe am Arbeitsleben.

Experten-Antwort

Dem Beitrag von Volki wird zugestimmt. Diese Vorgehensweise ist überhaupt nicht neu. Aufgrund der dann vorliegenden gesamten ärztlichen Unterlagen kann eine Entscheidung über Ihren Rentenantrag erfolgen. Wenn dies zur Entscheidung noch nicht ausreicht, erhalten Sie alles weitere auf dem schriftlichen Wege. Warten Sie einfach den Ausgang Ihres Rentenverfahrens ab.

von
=//=

Wenn das Gutachten des Jobcenters aktuell ist, wird natürlich auch dieses beigezogen (was im Übrigen auch umgekehrt gemacht wird). In Zusammenfassung aller ärztlichen Unterlagen wird dann das Leistungsvermögen festgestellt, in den seltensten Fällen erfolgt dann eine (nochmalige) Untersucherung durch die DRV.

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